Unser Schneckenhaus

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unterwegs mit dem Rad



Der sportliche Ehrgeiz gehört nicht nur dem Dauerlauf sondern auch dem Rad fahren. Ich bin mit meinem Bergamont Beluga sehr zufrieden. Ein guter Grund Eli mit dem baugleichen Modell aus aktueller Fertigung auszustatten.




Die erste gemeinsame Radtour im Juli 2008

Diese Tour ist gleichzeitg auch eine der Reisen die in der Ära ohne Schneckenhaus stattgefunden haben. Die Reiseberichte sind daher in diesem Bereich eingestellt.

Mehr lesen….




Eine kleine Katastrophe….


Ostern 2016, auf dem Weg nach Italien, bekommen wir ein ganz besonderes Ei ins Nest gelegt. Ein LKW verhakt sich mit seinem Auflieger am Heckträger und nimmt ihn quasi mit zur Parkbucht. Wir bekommen das alles geregelt. Die Räder werden mit neuen Felgen bzw. neuer Frontgabel runderneuert. Allerdings lassen wir den Heckträger erstmal weg.




Flexibel bleiben….

Da wir auf den Heckträger verzichten wollen überlegen wir uns eine andere Lösung. Zusätzlich zur Reparatur der großen Räder gönnen wir uns zwei Klappräder. Die können in Tragetaschen verstaut im Pössl untergebracht werden.





Die Zeit ist reif….

Die Falträder haben zwar gute Dienste geleistet, aber für die wirklich großen Touren sind die 20 Zoll Reifen nicht wirklich geeignet. Nach über 11 Jahren werden nun auch die geplagten Bergamont Räder ausgetauscht. Der Händler unseres Vertrauens „Rad und Reisen“ in Stuttgart Mühlhausen hat das passende Modell im Schaufenster hängen.

Hier die Bilder aus der Werbung:






Die Räder müssen natürlich getestet werden! Zunächst bei einer Runde von Leonberg nach Gerlingen und zurück. Wir schnaufen hoch bis zum Engelbergturm. Kleine Rast am Leonberger Marktplatz. Dann erklimmen wir das Krumbachtal damit wir auf der anderen Seite die Panorama Straße hinunter fahren können. Zur Belohnung die Premiere mit Spaghetti-Eis beim Eissalon Cappucino in Gerlingen.




Niederlausitz und Spreewald mit dem Rad vom 29. Juli bis 01. August 2019

Mit gepackten Rädern und einer Tasse Kaffee im Bauch geht es los. Nach ein paar Kilometern die erste Rast für ein Käsebrötchen und einen weiteren Kaffee. Der nächste Halt ist erst beim Besucherbergwerk F60 vorgesehen. Hier lassen wir uns mehr Zeit, schauen uns neugierig um und belassen es aber beim Betrachten von außen. Eine Führung auf das Stahlgerüst wird zwar angeboten, aber das ist nix für unsere Höhenangst…. Die Grafik zum Vergleich des Stahlmonsters mit dem liegenden Eifelturm hat uns die Entscheidung zum „auf dem Boden bleiben“ leicht gemacht…. Mitten in Finsterwalde finden wir das Hotel Sängerstadt. Das ist etwas besonderes. Mit viel Liebe zum Detail und komplett auf das Motto der Stadt getrimmt…. Die Wegweiser für Radfahrer zeigen woher wir kommen, Lauchhammer, und wohin wir morgen wollen, nämlich nach Lübbenau.

Beim Frühstück am nächsten Tag bekommen wir zwei Tipps für Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. In Fürstlich Drehna wird uns das Wasserschloß empfohlen. Dazu wäre auch das Technikmuseum in Calau sehenswert. Dort sind alle Fahrzeuge ausgestellt die in der ehemaliegn DDR benutzt worden sind. Mal schauen was uns der Tag so bringt. Fürstlich Drehna ist wirklich sehenswert. Die Brauerei interessiert uns nicht so, aber das Wasserschloß umso mehr. Danach werden wir durch die Umstände ziemlich in die Irre geführt. Der eigentliche Kurs muss geändert werden, da einige Radwege wegen Abrutschgefahr der Seeböschungen geschlossen sind. Mit Calau wird es heute nichts. Die Irrwege führen uns über Stock und Stein. Sandige Feldwege zwingen uns dazu die Räder zu schieben. Es ist wirklich beschwerlich und sobald wir endlich wieder auf Asphalt kommen lassen wir uns vom NAVI zum nächsten Zeltplatz lotsen. Leider alles belegt, dann eben durchstarten nach Lübbenau, kein Bock auf Trabis in Calau…. Der erste Versuch in einer Pension wird mit den Worten „Es ist Hauptsaison, junger Mann!“ negativ beschieden. Im Hotel Spreezeit werden wir dann fündig. Nach einem Spaziergang durch Lübbenau gönnen wir uns ein schmackhaftes Abendessen im Restaurant des Hotels.

Das Frühstück steht dem guten Abendessen in nichts nach. Wir holen die Räder aus der Garage und probieren es mal wieder mit dem Komoot Routenplaner. Nach ein paar Fehlversuchen finden wir einen Kompromiss zwischen Google maps und Komoot. Endlich auf Kurs und auf dem Radweg machen wir einige Kilometer. Wieder ein Umweg bringt uns doch noch nach Calau. Das angepriesene Technikmuseum ist allerdings geschlossen und macht von außen einen verlassenen, heruntergekommenen Eindruck. Dann eben nicht. In der Innenstadt finden wir den Bäcker Bubner. Der Snack mit den Quarkkissen wird durch einen ausgiebigen Regenguss verlängert, vor dem wir ins Innere der Bäckerei flüchten. Die Weiterfahrt wird ungemütlich, führt durch kleinere Ortschaften bis nach Welzow. In der Pension Gudrun kommen wir unter und entdecken beim Abendspaziergang eine Art Zeitstrahl mit Meilensteinen der Bergbaugeschichte. Aus Richtung der Förderbrücke F60 sind wir gekommen und zur schwarzen Pumpe wollen wir noch kommen.

Das Frühstück ist das einzig positive an diesem Tag. Gut gelaunt machen wir noch Aufnahmen am Schaufelrad, um dann in Richtung der Seen, vorbei an der schwarzen Pumpe nach Hoyerswerda zu fahren. Soweit die Theorie. In der Praxis haben uns die gesperrten Radwege und „Vorsicht Lebensgefahr“ Schilder komplett den Spaß genommen und wir sind von Sedlitzer See direkt zurück nach Senftenberg gefahren. Dieser Weg hat uns dann zum rostigen Nagel und der Senftenberger Festung gebracht. Zum Ende der Tagestour dann doch noch etwas positives.

Radeln um Bad Dürkheim 2023

Montag, 03.04.2023: Der Tag beginnt frostig. Ich habe noch Brötchen und Brot von Sonntag übrig und lasse es mir bei einem ausgedehnten Frühstück gut gehen. Ich warte bis Mittag damit es warm genug ist für die erste Radtour. In Komoot sind Touren gespeichert, die über 50 und 70 Kilometer geplant sind. Das erscheint mir heute, bei der Kälte, als übertrieben. Ich fahre in Richtung des Turmes den man vom Stellplatz auf dem Hügel sehen kann. Es geht ziemlich bergauf und der Schweiß fließt. Kurze Pause am Turm, der leider abgesperrt ist sonst hätte ich bestimmt ein paar gute Übersichten fotografieren können. Na ja vielleicht beim nächsten Mal. Die Fahrt zum Campingplatz wird frostig.



Am Ende war das eine Strecke von lächerlichen aber ziemlich strapaziösen 20 Kilometern. Habe ich bergauf noch geschwitzt fange ich bergab schnell an zu frieren. Das ist richtig unangenehm und ich fahre ohne weitere Umwege zurück. Eine heiße Dusche und ein gut geheiztes Schneckenhaus tauen mich ganz langsam auf. Für heute sind keine weiteren Aktivitäten geplant, besser ausgedrückt nicht mehr möglich.

Dienstag, 04.04.2023: Der Morgen ist wieder kühl und bedingt erneut ein ausgedehntes Frühstück. Es wird tatsächlich heller, keine Regenwolken am Himmel. Heute will ich etwas weiter und nicht so in die Höhe fahren. Auch heute nehme ich Komoot nur zur Aufzeichnung der Strecke. Der Radweg nach Speyer ist gut ausgeschildert und die Höhenmeter halten sich in Grenzen…. Unterwegs halte ich mich nicht viel mit fotografieren auf. Eine Feld wegen der äußerst akkuraten Bodenkultivierung, das Ortsschild, den Dom und die Josephskirche als Standortdokumentation. Noch ein Apfel ein paar Schluck Wasser zur Stärkung und es geht zurück.

Auf dem Rückweg wird es schon wieder kühler und der Wind kommt mir entgegen. Etwas unangenehm aber gestern war es schlimmer. Ich erreiche den Campingplatz buchstäblich mit den letzten Körnern. Ziemlich kraftlos und auch wieder verfroren verschnaufe ich zunächst vor Pompui, heize wieder gut ein und gehe dann unter die heiße Dusche. Für das Abendessen wähle ich Kohlenhydrate, nämlich Pasta. Ich bereite gleich die doppelte Portion damit ich auch morgen noch was zum Aufwärmen habe. Ehrlich gesagt hatte ich einen riesigen Hunger und ich war bereit für Vier zu essen…. Keine Angst, ich habe nur die Hälfte davon gegessen. Nach knapp 75 Kilometern hatte ich mir die Nudeln mehr als verdient.

Mittwoch, 05.04.2023: Nach dem gestrigen Tag bin ich heute nicht so richtig für eine Tour motiviert. Erstmal Frühstück und dann „Schaun mer mal“. Die Muskeln zwicken ein wenig, aber gegen Mittag kommt die Sonne raus und meine Laune bessert sich. Da Elli morgen kommt verschiebe ich die Pause und fahre jetzt noch eine Runde. Ein Ziel habe ich auch schon im Auge. Bei den letzten Aktivitäten ist mir immer wieder eine Burg, die über den Weinbergen thront, aufgefallen. Sieht aus der Ferne nicht sehr schwer aus, aber es wird dann doch wieder steil und zur Krönung mündet meine Strecke in einen Fußgängerweg mit Treppen. Oben angekommen sehe ich parkende Fahrzeuge vor dem Gemäuer. Es gibt also auch eine befahrbare Strecke nach oben. Die probiere ich auf dem Rückweg. Die Ausblicke von hier oben kann ich leider nicht dokumentieren. Mein Handy hat irgendwie den Geist aufgegeben. Das Display bleibt dunkel egal was ich versuche. Einen Neustart kann ich nicht machen da die Liste mit dem passenden PIN zu Hause liegt…. Das vorhandene muss eben genügen.

Der befahrbare Rückweg führt durch den Wald und hat so seine Unwegsamkeit, mit Pompui würd ich hier nicht hochfahren wollen. Außerdem bin ich wirklich froh, dass ich mir neue Beläge für die Hinterradbremse geleistet und eingebaut habe. Wieder zurück am Stellplatz ist es eine Strecke von knapp 24 Kilometer geworden. Nicht schlecht für einen müden Krieger…. Nach der Dusche gibt es dann nochmal Pasta.

Donnerstag, 06.04.2023: Heute ist wirklich Pause angesagt. Es gibt sogar Brötchen vom Lieferdienst. Das wurde uns ja bereits vorher per Mail von der Rezeption des Platzes angeboten. Ostern eben! Elli kommt gegen 15:00 Uhr in Bad Dürkheim an. Ich mache vorher noch ein paar Besorgungen und gehe gegen 12:30 Uhr los. Das klappt alles prima und trotz einer kleinen Verspätung des ICE, der Lokführer wurde vermisst, hat Elli den Expresszug nach Bad Dürkheim erreicht. Ich warte an der Haltestelle Bad Dürkheim – Ost auf sie. Heute Abend bleibt die Küche kalt, wir gehen in das Gasthaus Almensee. Kurz die Sachen in Pompui verstauen und dann gehen wir die paar Meter von der Rezeption des Platzes zum Eingang des Gasthauses. Wir hätten es sogar noch kürzer haben können, denn d

Göta Kanal im Juni 2023

Freitag, 16. Juni: Es wird ernst. Die erste Rad-Etappe am Kanal steht bevor. Bei der Planung zuhause hat Google Maps etwa 35 Kilometer einfache Strecke berechnet. Den Streckenplan vom Infoflyer dokumentiert unser Vorhaben recht deutlich. Für den Notfall und einer eventuell notwendigen Navigation sind wir mit Handy und Powerbank ausgestattet. Ist aber nicht notwendig, denn der Radweg Nummer 7 ist sehr gut ausgeschildert. An der Godhögens Schleuse legen wir fasziniert eine Pause ein. Mit den aktuellen „Schleusenwärtern“ beobachten wir ein besonderes Schauspiel, denn der Ausflugsdampfer „Wilhelm Tham“ erklimmt die drei Stufen in Richtung Jonsboda. Sehr interessant und tief beeindruckend wie das vor 200 Jahren geplant und umgesetzt worden ist. Am Ziel der Etappe, Tåtorp, ist Halbzeit und hier ist die Mittagspause eingeplant.


Mittagspause? Denkste! Außer der Schleuse, der Brücke und einer kleinen Slipanlage für Bootsanhänger gibt es hier nichts. Für den Rückweg muss zunächst der mitgenommene Proviant genügen. Dann doch, Pause in Jonsboda. Mit Kaffee und Kokosbollen ist der Kalorienverlust schnell ausbalanciert. Zusätzlich füllen wir die Wasserflaschen auf für den restlichen staubigen Weg. Neben der Brücke ist ein Campingplatz entstanden und das Café ist jetzt die zentrale Anlaufstelle für Camper und Radler. Beim nächsten Besuch des Göta Kanal werden wir auf jeden Fall hier Station machen.



Zurück am Hafen von Sjörtop, dem Ausgangspunkt der Tour, haben wir über 90 Kilometer hinter uns gebracht. Die Kraft reicht noch aus für ein paar Aufnahmen vom Hafengelände und später vom Sonnenuntergang am Campingplatz.


Samstag, 17. Juni: Der Göta Kanal ist ab Tåtorp mit der Einmündung in den Viken See unterbrochen und wird ab Motala für Radtouren wieder interessant. Die Umfahrung der beiden Seen Viken und Vänern ist einfach zu zeitaufwändig. Daher haben wir als nächste Basisstation den Strandbadet Camping in Borensberg auserkoren.

Die Straße nach Motala ist teilweise für eine Veranstaltung abgeteilt worden. Wir überholen viele Radfahrer, die als Gruppe oder auch solo unterwegs sind. Elli erfährt über Google, dass es sich hierbei um das größte Radfahr-Trainingsrennen der Welt, dem so genannten Vätternrundan, geht. Die verlinkte Internetseite enthält einige Infos zur Veranstaltung im nächsten Jahr und wenn man schnell genug ist kann man sich auch von Deutschland aus anmelden. Es gibt große Unterschiede in der Ausstattung. Vom handelsüblichen City-Fahrrad bis zur Hightech Rennmaschine ist alles vertreten. Respekt vor jedem der sich in Motala am Start anstellt. Nach unserer ersten Erkundung in der Stadt sind auch die Nachbarn aus Norwegen zurück an ihrem Wohnwagen und verstauen gerade ihre Rennräder. Die beiden haben tatsächlich die Strecke von 315 Kilometer hinter sich gebracht. Bei etwas mehr als 10 Stunden Fahrzeit sind sie auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit die bei 29 km/h liegt. Gratulation!


Sonntag, 18.06.2023:

Ungeplanter Ruhetage! Eigentlich ist heute die Radtour nach Motala eingeplant, aber schon in der Nacht hat das Trommeln auf das Dach unseres Schneckenhauses begonnen. Das ändert sich den ganzen Tag nicht. Wir nutzen die Zeit sowie Waschmaschine und Trockner um die Oberschränke wieder zu füllen. Da der Regen sogar den Satellitenempfang stört sind die nächsten Folgen unserer DVD-Staffel dran. Die heutige Tour fällt somit flach. Nicht weiter schlimm, denn wir waren ja während der Schweden Tour 2018 schon mal dort und haben sogar das Automuseum besucht. Damals war uns aber die Verbindung zum Göta Kanal nicht bewusst, obwohl wir sogar in einem Restaurant mit Hafenblick gegessen haben.


Montag, 19.06.2023:

Wie in der Wetter-App versprochen hört der Regen in der Nacht auf und sogar die Pfützen vom Vortag sind zum größten Teil verschwunden. Wir können wieder auf die Räder.

Rein von der Entfernung ist es eine eher kleine Tour, aber die Sehenswürdigkeiten müssen fotografiert werden und das dauert… Wir befahren zum Beispiel zwei Aquädukte, der Kanal ist einfach an zwei Stellen untertunnelt worden. Die Galerie enthält einen Versuch dieses Phänomen mittels einer Panorama-Aufnahme zu erfassen. Für mich ist aber die Schleusenanlage in Berg die Hauptattraktion. Vom See Roxen aus müssen fast 30 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Dazu hat man vor 200 Jahren sieben kleine Schleusen wie Treppen angeordnet. Hut ab! Dieser Balthazar von Platen wird nicht ohne Grund an jeder Schleuse hochgejubelt. Allerdings müssen natürlich auch die 58000 Soldaten lobend erwähnt werden. Die haben jahrelang gebuckelt um das Projekt zu stemmen. Auf der Strecke haben wir über 250 Aufnahmen gemacht.


Dienstag, 20.06.2023:

Reisetag! Pompui wird wieder bewegt. Nächster Halt und damit auch die letzte Station der Göta Kanal Erkundung ist der Stellplatz in Norsholm.

Den Mittags-Snack wollen wir in Linköping zu uns nehmen und natürlich auch eine Runde in der Stadt drehen. Eine Hinweistafel frischt unsere Erinnerungen auf. Hier waren schon einmal. Damals im Jahr 2018 schauten wir uns das Freilichtmuseum „Gamle Linköping“ an. Der Rest der Stadt war damals kein Thema. Heute machen wir es andersrum und verzichten auf die Museumsstadt. Natürlich haben wir auch wieder fotografiert.

Der Stellplatz in Norsholm wird vom Personal des Cafe Kapten Billés verwaltet. Die Speisekarte wird erst später interessant. Es gibt zwei abgeteilte Stellplatzbereiche. Wir entscheiden uns für den Platz beim Hauptgebäude. Der Zugang zu Duschen und Toiletten ist dadurch näher. Es gibt da zwar keinen Strom, aber die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hilft aus. Wegen der zwei geplanten Rad-Touren buchen wir uns für drei Übernachtungen ein. Die Erkundung der Umgebung beginnt natürlich mit einem Spaziergang am Kanal entlang. Der zweite Stellplatzbereich liegt nebenan. Der ist ähnlich angelegt verfügt allerdings über Stromanschlüsse. Norsholm bietet eine weitere Besonderheit für uns. Hier muss eine Eisenbahnbrücke gehoben werden um die Schiffe auf dem Kanal passieren zu lassen. Die Galerie enthält Aufnahmen in zeitlicher Abfolge um die knifflige Lösung darzustellen. Auf dem Rückweg zum Stellplatz entdecken wir ein Klassentreffen der besonderen Art. Dann übersetzen wir die Speisekarte und lassen uns ein gutes Abendessen schmecken.


Mittwoch, 21.06.2023:

Auf zur letzten Kanal – Etappe.

Die ersten Kilometer des Radweges sind echter MURKS! Ständig müssen wir uns eine passende Spur suchen. Der Weg ist nicht richtig verdichtet. Pferdehufe, Traktorreifen und Schlaglöcher machen uns das Radlerleben schwer. Volle Konzentration beim Fahren, aber trotzdem muss Rücken und Hinterteil etliche Schläge abfangen.
Die Schleuse Hulta, als Übergang zum See Asplangen, entschädigt uns für die bisherigen Strapazen. Aus den Infobroschüren kann man entnehmen, dass kein Radweg am Ufer des Binnengewässers entlang führt. Es gibt zwei Möglichkeiten das geplante Ziel in Mem zu erreichen. Entweder mit dem Rad auf der normalen Straße einen großen Umweg fahren oder aber auf der Fahrradfähre den direkten Weg über den See nutzen.

Wir wählen den direkten Weg (Der ist auf dem Plan mit Pfeil markiert).


Der Bootsführer nimmt uns mit obwohl wir kein Bargeld haben um die Überfahrt zu bezahlen. In Schweden wird fast nur noch mit Kreditkarte gezahlt, daher ist der Geldbeutel leer. Auf der Nussschale fehlt verständlicherweise die passende Technik. Wir versprechen ihm die komplette Bezahlung auf dem Rückweg. Auf die Fähre passen bis zu vier Rädern mit entsprechendem Bedienpersonal und der Bootsführer mit seinem Hund. Wir binden die Räder an, ziehen die Schwimmwesten über und harren der Dinge die da kommen. Wieder an Land haben wir knapp die Hälfte der Hinfahrt geschafft… Je nach Fahrtrichtung gesehen sind wir nach weiteren 17 Kilometern am Ende bzw. Anfang des Göta Kanals angekommen. Der Slätbaken ist ein langgezogener Fjörd der in die Ostsee mündet.

Das Bargeldproblem werden wir hier in Mem während der Mittagspause lösen. Der Plan ist: Wie gewohnt mit Karte zahlen aber den Betrag zu erhöhen um dann passendes Wechselgeld zu erhalten. Wieder einmal, typischer Fall von Denkste! In dem schmucken Restaurant kann man gut essen und natürlich mit Kreditkarte zahlen. Dort erklärt man uns aber, dass man nicht mit Bargeld arbeitet. Es sei sogar gesetzlich verboten. Bares bekommt nur in der Bank oder am Automaten. Die Suche beginnt! In Söderköping werden wir endlich fündig. Durch diese Verzögerung wird es zeitlich eng, aber wir schaffen es unser Versprechen einzulösen. Der Bootsmann freut sich uns wieder zu sehen und startet dann die letzte Überfahrt des Tages. Es wird eine schnelle Nummer, denn er liefert sich ein Wettrennen mit einem Sportboot. Offensichtlich hat sein Außenborder mehr Pferdestärken, denn wir erreichen die Anlegestelle als Erste.

Die lange Tour auf dem Sattel hat Blessuren hinterlassen. Mal schauen ob wir morgen überhaupt aufs Rad und zur Sightseeing nach Norrköping fahren wollen. Das wird nach dem Frühstück entschieden.


Donnerstag, 22.06.2023:

In der Nacht wird es richtig ungemütlich. Markise und Campingmöbel müssen vor dem Wind in Sicherheit gebracht werden. Bis zum Frühstück tritt keine Änderung ein. Sightseeing in Norrköping fällt aus. Wir haben keine Lust durch die starken Böen vom Rad geweht zu werden. Außerdem dient die Pause auch zur körperlichen Rekonvaleszenz. Die gewonnene Zeit wird nicht nur zu einem ausgiebigen Frühstück sondern auch zur Zusammenfassung unserer Göta Kanal Unternehmung genutzt:


Das Höhenprofil aus einer Infobroschüre dient zur Kennzeichnung unserer einzelnen Etappen. Die roten Pfeile deuten auf die Städte in denen wir uns mit Pompui eingerichtet haben. Die blauen Pfeile kennzeichnen Start und Ziel der Radetappen.

Die Etappe Sjötorp – Tåtorp ist mit etwa 92 Kilometer die längste aber auch staubigste Strecke.

Die beiden Seen Viken und Vättern umfahren wir und mieten uns in Borensberg ein.

Die geplante Tour Borensberg – Motala fällt leider ins Wasser.
Borensberg – Berg – Borensberg wird mit knapp 40 Kilometer die kürzeste Tour. Allerdings so beeindruckend, dass hier die meisten Bildaufnahmen entstanden sind.

Dann wieder der Stellplatzwechsel nach Norsholm.

Die Tour von hier über Söderköping nach Mem ist 54 Kilometer lang. Aufgrund der schlechten Beschaffenheit der Wege mit Abstand die schwierigste Fahrt.

Unser Fazit:
Die Touren entlang des Kanals haben sich auf jeden Fall gelohnt. Ein bemerkenswertes Bauwerk m

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