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Radtour – 2024

Als stolze Bio-Biker drehen wir nicht nur kleine Runden während der WoMo – Touren sondern planen hin und wieder eine große Ausfahrt mit Sack und Pack. Mit dem ersten Rad-Ensemble von Bergamont sind wir im Jahr 2008 nach Erfurt und zurück geradelt. Im Jahr 2019 begeben wir uns mit den neuen roten Rennern von Stevens auf Erkundung im Lausitzer Seenland. Die Fuhrparkerweiterung bedingt natürlich wieder eine ausgiebige Tour. Mit den neuen Trekking-Rädern bleiben wir der Marke Stevens treu. Damit geht es am Neckar lang zu dessen Quelle im Schwenninger Moos und dann von der Donauquelle aus zurück nach Stuttgart.

Etappe 1 am Samstag, 07. September: Zum Frühstück gibt es nur ne Tasse Kaffee und ein Protein-Riegel. Wir wollen uns das zweite Frühstück erstmal verdienen. Bis dahin nervt die Strecke ungemein mit Baustellen, Umleitungen und natürlich auch teilweise fehlender Beschilderung des Neckartal Radweges. Beim Bäcker Mayer in Altbach gibt es das zweite Frühstück und den Übergang zu anständigen Radwegen. Die Laune passt sich langsam dem sonnigen Wetter an. In Nürtingen haben wir uns eine Pause verdient. Während der Stadtbegehung gibt es beim Eissalon ausnahmsweise ein Milchmix Getränk. Bis zum Hotel Myrsini in Kirchentellinsfurt haben wir 77 Kilometer hinter uns gebracht.




Etappe 2 am Sonntag, 08. September: Gutes Frühstück, gute Auswahl, sehr guter Kaffee und extra nette Betreiber des Hotels. Die beiden passen prima in das Häuschen und man merkt ihnen an wieviel Spaß sie dabei haben. Wir starten Richtung Tübingen und drängen uns durch eine Großbaustelle. Wo? Tatsächlich keine Ahnung! Erinnert aber an die TV-Serie „Straßen von San Francisco“…. In Rottenburg legen wir eine kleine Pause ein und spülen einen Protein Riegel mit Sprudel runter. Für die Mittagspause ist Horb vorgesehen und das ist der Höhepunkt des Tages. Hier ist das Stadtfest am laufen und der Club „American Car Friends“ stellt seine Boliden zur Schau. In „Ziegler´s Backstube“ gibt es den Mittags-Snack.



In Sulz finden wir den Gasthof Hecht für die Übernachtung und das Restaurant „La Cantina“ für ein richtig gutes Abendessen. Komoot zeigt die heutige Strecke mit 65,5 Kilometer an.



Etappe 3 am Montag, 09. September:

Das Wetter hat Luft nach oben. Wir satteln die Räder im Regen und hoffen auf die Meldung der Wetter-App von wegen Regenpausen. Den Niesel haben wir als ständigen Begleiter bis hoch zum Fahrstuhltest-Turm den die Firma Thyssen-Krupp auf der Höhe installiert hat. Ziemlich geschafft kommen wir nach Rottweil und werden dort von der Sonne begrüßt. Mittagspause bei Bumüller Back. Wir sitzen am Fenster und lassen uns von der Sonne aufwärmen.



Der Regen hat sich tatsächlich verzogen und wir verlängern den Aufenthalt hinter der Scheibe mit einer zweiten Tasse Kaffee und lassen die Sonne weiter wirken. Die zweite Halbzeit wird nochmal zäh, die morgendliche Kletterpartie steckt doch in den Knochen. Die Strapazen sind (fast) vergessen sobald wir am Neckarursprung ankommen.



Mit einem kleinen Snack und dem Rest aus der Wasserflasche stärken wir uns für die Suche nach einer Übernachtungsstelle. Beim B&B in Schwenningen hat man ein tolles Doppelzimmer für uns. So günstig und gut sind wir bisher noch nicht untergekommen. Im Schwenninger Kino Center lassen wir den Tag im dortigen Mauritius Restaurant ausklingen und schliessen dann doch noch einen Verdauungsspaziergang an…. Komoot verzeichnet eine Streckenlänge von 57 Kilometern. Die bisher kürzeste aber auch anstrengenste Tour.



Etappe 4 am Dienstag, 10. September: Die Abfahrt verzögern wir, denn es gehen immer wieder starke Schauer nieder. Gegen 10:00 Uhr geht es dann los. Die Regenlücke ist aber nur ein Trick uns auf die Straße zu locken. Der Regen begleitet uns bis zur Donauquelle in Donaueschingen.



In der Stadt helfen uns verschiedene Hinweise den richtigen Weg zu finden und wir sind nicht alleine unterwegs….



Das Donautal ist wirklich sehenswert. Alles grün und zwischendrin eine Donau die sich immer weiter ausdehnt. Von Tuttlingen und Mühlheim a.d.D. kommend rollen wir in Fridingen ein. Die Werbung „Bikers Point“ unter dem Schild des Gasthauses Sonne erfüllt seinen Zweck und wir buchen dort unsere Übernachtung. Das Abendessen im Gasthaus ist rundet die Sache ab. Vorm einschlafen befragen wir noch Komoot nach der zurückgelegten Strecke: knapp 70 Kilometer



Etappe 5 am Mittwoch, 11. September: Nach dem guten Frühstück beeilen wir uns auf die Strecke zu kommen. Es ist zwar kälter geworden aber dafür trocken geblieben. Schnell auf die Piste es könnte ja schlechter werden…. Ein Lob auf die Beschilderung des Donauradweges. Damit kommen wir viel besser zurecht als mit der am Neckar. Wir kommen eigentlich gut voran und in Sigmaringen ist die Mittagspause vorgesehen. Das Wetter hält einigermaßen, aber die Kälte wirkt negativ auf unsere Motivation. Bei Kaffee und belegtem Brötchen hören wir in uns: Das wird heut nix mehr! In der Fußgängerzone finden wir das Hotel Traube und dort gibt es eine heiße Dusche. So aufgewärmt wagen wir uns dann doch noch mal raus und besorgen uns was fürs Abendessen. Heute gibt es Rohkost und Käse. Die Zahl aus Komoot zeigt deutlich, wir waren nicht in Form heute: 41 Kilometer….



Etappe 6 am Donnerstag, 12. September: Frühstück, zahlen und Abfahrt Richtung Riedlingen. In Sigmaringen müssen wir uns zunächst durch den Wochenmarkt zwängen. Nach Riedlingen wird es hügeliger und damit anstrengender.



Mittagspause in der Bäckerei Doll mit dem üblichen Kaffee und belegtem Brot/Brötchen. Hier legen wir das Etappenziel fest. Im Hotel Adler in Ehingen wird übernachtet. Die verkürzte Strecke von gestern hat sich positiv ausgewirkt. Gut erholt und regeneriert waren wir heute relativ locker unterwegs. Am Abend die Bestätigung aus Komoot: 72 Kilometer



Etappe 7 am Freitag, 13. September: Es ist mal wieder kühl beim Start. Die Strecke bis Ulm ist wellig und wirkt dadurch leicht erhitzend…. In Ulm verlassen wir den Donauradweg machen hier aber erstmal Mittag. In der Bäckerei „Hamma“ gibt es natürlich Kaffee und was ganz neues nämlich ein „Eggie“. Wirklich schmackhaft und frisch aus dem Ofen sogar zusätzlich erwärmend. Leider spricht das Rührei vom Brötchen dann bei der Weiterfahrt mit uns. Das legt sich aber nach den nächsten Steigungen. Dabei wird der Snack schnell „verstoffwechselt“.

Unser Etappenziel Herbrechtingen kommt komisch rüber. Das Hotel Hoffmann will wohl keine Gäste empfangen. Trotz klingeln und dem Anruf wird uns nicht aufgetan. Kleiner Hinweis von wegen „Ruhetag“ oder „Betriebsferien“ wäre echt hilfreich gewesen und hätte Zeit gespart. Dann eben zum „grünen Baum“. Dort wird uns am geschlossenen Haupteingang eine Alternative geboten. Der der Hoteleingang befindet sich um die Ecke im Hof. Nach der Dusche machen noch ein Rundgang um für Verpflegung zu sorgen und dann wieder Beine hochlegen…. Information zur Strecke aus Komoot: 77 Kilometer



Etappe 8 am Samstag, 14. September: Bei der Abfahrt schon wieder trübe Aussichten das Wetter betreffend. Es soll auch noch Regen dazu kommen. Egal nächster Halt ist Aalen.

Das schaffen wir leider nicht. Nass und frierend nutzen wir in Oberkochen beim Edeka dessen warmen Kaffeebereich zur Mittagspause. Dadurch ist Aalen nur eine Durchfahrtsstation auf dem Weg nach Schwäbisch Gmünd.

Am Marktplatz, bei Kaffee und Kuchen, zeigt uns eine Infotafel den Weg zum Hotel am Remspark. Klingt gut, denn die letzte Etappe führt an der Rems entlang. Da haben wir schon den Einstieg für morgen. Der Park ist neu angelegt und die Gebäude passend dazu modern gestaltet. Das Hotel hat offensichtlich einen guten Ruf denn der Parkplatz ist überfüllt. Tatsächlich hat man nur noch ein Einzelzimmer frei. Die nette Dame widmet es auf Doppelzimmer um und wir können auspacken. Sagen wir mal: Glück gehabt!!!



Ein tolles Haus, tolles Zimmer, tolle Aussicht und später auch ein tolles Abendessen. Aber vorher, nach der Dusche, ein Spaziergang und endlich mal wieder ein Spaghetti-Eis.



Das Hotel hat einiges zu bieten zum Beispiel hängen diese beiden schwäbischen Berühmtheiten an der Wand gegenüber unserem Zimmer. Trotz der unangenehmen Begleitumstände haben wir laut Komoot immerhin 65 Kilometer geschafft.


Etappe 9 am Sonntag, 15. September: Endspurt!! Passend zum Haus gibt es ein feudales Frühstücks Buffet im siebten Stock. Der Blick aus den bodentiefen Fenstern begeistert. In Waiblingen geht es auf den Remsradweg und nach weiteren 61 Kilometern sind wir wieder zuhause.



Zusammenfassung aus den Komoot – Aufzeichnungen:

Der Kreis ist geschlossen. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert….



Die neun Etappen zusmmengefasst ergeben:

In 50 Stunden haben wir 582 Kilometer zurück gelegt und dabei 2570 Höhenmeter überwunden.

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