am Bodensee vom 20. bis 22. April
Später Saisonstart auf der Insel Reichenau. Wir werden am Freitag sehr nett auf dem Campingplatz Sandseele empfangen und haben freie Platzwahl. Samstag radeln wir zur Schiffsanlegestelle und setzen über nach Radolfszell. Dort treffen wir uns zu einem Kurbesuch und spazieren durch die Stadt. Ganz besonders hat uns bei einem Gebäude die Kunst am Bau gefesselt. Am Sonntag fahren wir nach Stein am Rhein und sind begeistert.




Sonthofen vom 03. bis 06. Mai
Es geht ins Allgäu. Der Illercamping, am Ortsrand von Sonthofen und direkt an der Iller gelegen ist die ideale Basisstation für uns. Kurzer Spaziergang in den Ort für Besorgungen und die Suche nach einem Bäcker. Der bietet sehr schmackhafte „Dinkel-Brezen“ an. Auf vergangenen Wegen wollen wir heute den Riedbergpass mit den Rädern bezwingen und auf der Grasgehren Alm eine Apfelschorle trinken. Der letzte Erfolg liegt so ungefähr 12 Jahre zurück, aber das stört unsere Motivation nicht weiter. Das Wetter hilft uns nicht wirklich. Zum Schutz vor Kälte und Nebel ziehen wir die Regenjacken an. Vom Platz aus geht es relativ eben an der Iller entlang nach Fischen. Ab Obermaiselstein steigt die Strecke spürbar an. Der Riedbergpass ist teilweise wegen Bauarbeiten am Tunnel gesperrt. Für die Autos gilt eine Umleitung, wir dürfen den Tunnel nutzen. Sechs Kilometer vor dem Ziel machen wir eine kleine Pause um uns für den steilen Anstieg zu stärken. Es geht weiter und sieht eigentlich recht gut aus. Dann machen sich die hinter uns liegenden Kilometer doch bemerkbar. Die Oberschenkel brennen und die kleinsten Gänge sind auch schon drin. Die Krönung ist dann die nächste Rechtskurve, die uns den Blick zum weiteren Anstieg eröffnet. Wie ein Schlag in die Magengrube, alle Kraft ist weg und wir steigen vom Rad…… Na ja 12 Jahre sind dann doch kein Pappenstiel. Wir retten uns an einen Parkplatz den wir vorher passiert hatten und erholen uns. Von hier betrachtet sieht die Steigung eigentlich machbar aus….
Ziemlich fertig und auch etwas geknickt kommen wir am Schneckenhaus an. Der Stachel der Niederlage am Riedbergpass sitzt doch und da müssen wir erstmal drüber schlafen….
Für das Frühstück gibt es wieder Brötchen vom Bäcker. Leider gibt es die Dinkel-Brezen nur Freitags. Trotz der Demütigung vom Vortag setzen wir uns wieder aufs Rad. Dieses Mal geht es aber nur an der Iller entlang. Von Sonthofen über Blaiach nach Immenstadt und weiter zum Alpsee. Die so genannte Alpsee Bergwelt ist voll auf Tourismus ausgelegt. Segelschule, Segel- und Tretbootverleih, ein Hochseilgarten usw…. Die Pfahlbauten kann man in der Saison mieten.




Görlitz vom 30. Mai bis 03. Juni
Wir haben mal wieder einen Plan fürs Wochenende, aber Staus bringen uns komplett in Verzug. Der Stopp in Bayreuth wird verschoben weil wir bereits 100 Kilometer vorher einen Parkplatz zur Übernachtung anfahren müssen. Durch weitere Staus wieder verspätet finden wir den Rosenhof relativ problemlos. Die lockere freundliche Begrüßung lässt uns die Strapazen der Anreise fast vergessen. Wir mieten uns für drei Nächste ein und sind positiv überrascht, dass zwei Frühstücksbrötchen im Preis inbegriffen sind. Gute und schmackhafte Idee.
Die Sonne heizt unser Schneckenhaus am nächsten Morgen schnell auf und wir sind sehr früh auf den Beinen. Mit den Rädern geht es dann zur Stadtbesichtigung. Wir laufen natürlich auch rüber zur polnischen Seite Zgorzelec, die vorm zweiten Weltkrieg noch Oststadt genannt wurde. Die Grenze läuft in der Mitte der „Lausitzer Neiße“. Wir überqueren die Altstadtbrücke laufen in Polen am Ufer der Neiße entlang bis zur nächsten Brücke. Der nächste Morgen, die nächste Radtour entlang der Neiße bis zum Viadukt.




Die Heimfahrt verläuft wieder typisch. Wir werden durch mehrere Umleitungen geführt und fahren dadurch über die Dörfer. Die Lausitz macht sich offenbar einen Spaß daraus unser Zeit Management zu torpedieren. Auf der Autobahn geht es ähnlich weiter. Für 610 Kilometer sind wir am Ende knapp 10 Stunden unterwegs. Dafür haben wir aber in Niederdorf, neue Schichtstr. 18 bei „LARA’s American Restaurant“ sehr gute Burger mit Pommes und Salat gegessen.
Eraclea Mare vom 07. bis 11. Juni
Wir geraten auf der B 10 in einen Hagelschauer, den unsere Dachfenster zum Glück ohne Schaden überstehen. Ab der Raststätte Gruibingen können wir sogar wieder auf trockener Straße fahren. Es geht, im Gegensatz zum letzten Trip nach Görlitz, richtig zügig vorwärts. Kurz nach Salzburg, weit nach Mitternacht, fahren wir ab. Es wird Zeit für eine Mütze Schlaf.
Der hier ansässige McDonald bietet im Bereich McCafé das Wiener Frühstück an. Das beinhaltet nicht nur einen starken Kaffee sondern auch richtig knackige Kornspitzen. Richtig gut gestärkt geht es weiter nach Eraclea. Dort sind wir mit dem Platz im Schatten sehr zufrieden. Kurzes Verschnaufen und dann radeln wir erstmal zur Gelateria unseres Vertrauens. Wie immer schmeckt das Eis außerordentlich gut. Nach dem Frühstück schauen wir uns Caorle an. Wir finden eine farblich schön zusammengestellte Innenstadt mit netten kleinen Boutiquen. Ganz besonders ist uns dabei „Blanc du Nil“ mit dem komplett in weiß gehaltenem Bekleidungsangebot aufgefallen. Auch die Kaimauer kann mit Sehenswertem aufwarten. Die in Stein gehauene Hand ist nur ein Beispiel aus den Kunstwerken entlang der Promenade. Die Palme mit der besonderen Frucht erinnert ein wenig an die Pflanze aus dem Musical „little shop of horror“……




Wir klappern während des Aufenthaltes noch die traditionellen Anlaufstellen in Sachen Eis, Espresso und Essen ab.
Shopping in Wertheim City vom 20. bis 22. Juli
Für den großen Urlaub fehlen uns noch ein paar Kleinigkeiten. Wertheim City kennen wir bisher nur aus Erzählungen. Das wollen wir uns jetzt mal Live anschauen. Der Campingpark Wertheim-Bettingen ist ganz in der Nähe und ist der Ausgangsort für eine Erkundungstour auf Rädern. Google Maps berechnet 15 Kilometer Entfernung, hat aber wohl die neue Brücke über die Autobahn noch nicht in der Datenbank. Mit dieser beruhigenden Feststellung lassen wir uns den Salat im Biergarten des Campingparks schmecken. Die Anlage ist wirklich empfehlenswert.

Wir sind tatsächlich zu früh und schauen uns in Ausstellungshalle für Wohnmobile der Hymer Gruppe in der unmittelbaren Nachbarschaft um. Lediglich die Werbung für das Hymer Museum hat uns neugierig gemacht. Das werden wir uns auf jeden Fall anschauen. Ansonsten war der Rundgang durch die Halle nicht wirklich erhellend.
Das Village ist wirklich nett im Dorfcharakter hergerichtet und beherbergt eine Ansammlung von Edelläden. Da wir mit dem frühen Vogel unterwegs sind ist der Wurm bereits gefangen bevor es zum großen Ansturm auf die Outlets kommt. Schnell noch ein Eis auf die Hand dann verpacken wir die Einkäufe in den Rucksack und radeln heim.
Am nächsten Morgen ist ein Familienbesuch bei der herzallerliebsten Tante im Odenwald dran. Ein ausgedehntes Frühstück bei der Bäckerei ihres Vertrauens in Höchst und dann fahren wir weiter nach Stuttgart. Insgesamt eine gelungene Tour. Die Vorfreude wächst und es beginnt die heiße Phase der Reiseplanung zur
Tour durch Südschweden vom 01. bis 25. August
Wir starten am Mittwoch, 01. August ohne Frühstück. Nur die Bettwäsche und Reste aus dem Kühlschrank räumen wir noch ins Schneckenhaus und ab geht die Fahrt. Vor der Autobahn noch tanken und in Lauda-Königshofen setzen wir uns in Webers Cafe zum Frühstück. Die Fahrt wird durch mehrere Baustellenstaus verzögert. Bei der Einfahrt zur einspurigen Verkehrsführung klemmt der Reißverschluss mehr als einmal….. Wir lassen uns von der Hinweistafel „Die Fachwerkstadt“ an der Autobahn inspirieren und fahren in Duderstadt ab. Der Hinweis passt perfekt. Die Innenstadt mit den tollen Fachwerkhäusern macht echt was her. Die Generalprobe für die Reise ist mehr als gelungen. So kann es weiter gehen. Ohne Frühstück geht es wieder los. Wir folgen neugierig einer Hinweistafel zur Sehenswürdigkeit „Westöstlichen Tor“. Es bald klar, das es sich dabei um einen alten Grenzübergang handelt. Der nächste Hinweis am Waldrand „…. zu Fuß in 15min“ lässt unser Interesse dann doch abkühlen. Der Zeitplan und das Frühstück haben Vorrang.




Wir kommen bis zur Raststätte Harburger Berge kurz vor Hamburg. Wir nutzen die Toilette und besorgen uns je einen XXL – Becher Kaffee fürs Frühstück im Schneckenhaus. Kurz vor Dänemark, in Handewitt, machen wir noch einmal Halt für Einkäufe im Scandinavian Park. Tanken, Lebensmittel, Süßigkeiten alles in XXL – Gebinden. Wir machen es wie die Dänen und decken uns reichlich ein bevor es weiter in den Norden geht. Der Campingplatz Galsklint wird uns vom NAVI vorgeschlagen, gute Wahl und für 2 Übernachtungen unbedingt geeignet. Wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht…..
Am nächsten Tag bietet sich eine Radtour nach Fredericia an. Wir schauen uns die Innenstadt und auch die Reste der Festung an. Bei unserem Rundgang finden wir nicht wirklich spektakuläres. Die Grenadiere in „Rot“ und „Grün“ machen sind dann wenigstens originell.




Heute wird es spannend, denn wir fahren über die berühmte Öresund-Brücke von Dänemark nach Schweden. Kopenhagen und auch Malmö lassen wir links liegen und machen erst in Trelleborg einen Stopp. Dann klappern wir in Ystad die Campingplätze ab. Schlechtes Timing an diesem Wochenende ist in Ystad ein Jazzfestival und daher sind die stadtnahen Plätze „fully booked“…..



Ein paar Kilometer weg hat das NAVI den Campingplatz des Löderups Strandbades ausfindig gemacht. Aber auch dort ist leider ausgebucht. Auf dem Rückweg zur Hauptstraße entdecken wir einen Mini-Hinweis. Diesen Platz gibt es wohl noch nicht lange. Die Verteilung der gelben 32 Ampere Stromverteiler und auch die beiden Container für Duschen und Toiletten machen einen sehr provisorischen Eindruck. Der Betreiber erzählt uns dann auch, dass er mit dem Platz diese Saison erst angefangen hat und ihn von Zeit zu Zeit ausbauen möchte. Für unsere Zwecke auf jeden Fall ausreichend. Bei unseren sportlichen Aktivitäten haben wir schon schlechter geduscht… Nach dem Einrichten spazieren wir nochmal über den Hügel zurück zum Löderup Strand.
Am nächsten Morgen fahren wir nochmal mit den Rädern zum Strand. Gleich die erste Aufnahme ist geeignet für Urlaub im Wohnmobil zu werben. Das ausgebuchte Löderups Strandbad ist bei Tageslicht betrachtet eher überfüllt und wir sind mit unserem Provisorium sehr zufrieden. Dann wagen wir uns auf die Hauptstraße in Richtung der Ortschaft Käsberga. Ohne Räder ersteigen wir den Hügel um uns die Formation der „Ale´s Steine“ anzuschauen. Hier ein Auszug der Wikipedia Beschreibung: „Die aus 59 Steinen bestehende Schiffssetzung liegt auf einem etwa 37 Meter hohen Hügel direkt an der Ostseeküste beim Ort Kåseberga im Süden Schonens. Der Küstenabschnitt ist von einer steil zum Meer abfallenden Abbruchkante geprägt. Die 0,5 bis 1,8 Tonnen schweren Steine sind in Form eines Schiffes angeordnet.“ Vom Hügel der Steine geht es dann hinunter zum Fischerdorf.






Wir sind wirklich früh dran und können unsere Fähre beim „Einparken“. Die Überhöhe bedingt, dass wir bei den letzten sind die einfahren und dann einen Platz an der Hecktür bekommen. Weil vor uns eine zweite Ebene eingezogen ist können die Pkw schon mal losfahren. Diese Ebene wird dann abgelassen und die dort abgestellten Pkw fahren auch vor uns raus. Jetzt geht das Zwischendeck ganz nach oben und wir passen mit Dachbox auf der Reling auch durch. Somit sind wir mal wieder ganz hinten… In Rönne starten wir die Bornholmrundfahrt in Richtung Nexö. Die gemütliche Fahrt wird durch den Halt in Svaneke unterbrochen.




Die Insel zeigt sich von ihrer besten Seite. Das mag natürlich auch daran, dass wir mit „Eingeborenen“ unterwegs sind. Wir gehen am ersten Abend mit Marianne und Sören zur Räucherei und bedienen uns am Fischbüffet. Für den nächsten Tag empfehlen sie einen Besuch der Ruine Hammershus. Dort ist seit dem letzten Besuch ein großes modernes Informationszentrum entstanden. Auf dem Weg dorthin sollen wir unbedingt auch das neue Gemeindezentrum „The Dome“ anschauen.







Abends kommt der unbestrittene Höhepunkt, die Rundfahrt mit „Willy“, dem amerikanischen Urvater des Jeeps.




Nach dem gemeinsamen Frühstück nehmen wir uns den Tag für eine weitere Bornholm-Rundreise. In der Hafenstadt Gudhjem gönnen wir uns ein Eis und entdecken das eine oder andere Kameramotiv. In Nexö werden Hausboote ausgestellt. Schön zum Anschauen aber das Wohnen könnte seekrank machen… Die vier berühmten Rundkirchen auf Bornholm liegen auch auf dem Weg. Die in Osterlars haben wir uns genauer angeschaut.




Am Tag unserer Abreise noch ein ausgedehnten Frühstück auf der Terrasse unserer Freunde. Ein toller Blick auf die Ostsee und das Wetter ist wieder einmal typisch für „sunny island“. Eine halbe Stunde später steht das Schneckenhaus im Fährhafen Rönne am Check in.




Wir sind spät dran und hundemüde. Nicht weit vom Fährhafen Ystad entfernt nutzen wir den Parkplatz eines Motocross Trainingszentrums zur Übernachtung. Die Gegend ist nicht wirklich geeignet für ein gemütliches Frühstück. Dann lieber beim nächsten Stopp in Kristianstad. Dort gönnen wir uns eine spezielle Teigware beim ansässigen Konditor. Neben der Strecke nach Karlskrona erregen einige originelle Bauwerke unsere Aufmerksamkeit. Das NAVI lotst uns in Karlskrona zum Campingplatz „Skönstavik“. Der gehört zur Gruppe „Nordik Camping + Resort“ und da gibt es zur Zeit die Aktion drei Nächte zahlen und vier Nächte bleiben…. Warum eigentlich nicht wir sind ja im Urlaub. Dazu bekommen wir einen tollen Stellplatz direkt am Wasser.




Der kleine Spaziergang zum Bäcker wird zur Platzerkundung vorm Frühstück genutzt. Bei der Tour in die Stadt werden wir zunächst von der Sonne begleitet aber dann von dunklen Wolken zur Schnelligkeit getrieben. Bevor es Hunde und Katzen regnet flüchten wir uns unters Dach. Die Regenpause nutzen wir um den Unterschlupf im Schneckenhaus zu erreichen. Den nächsten Tag gehen wir wieder langsamer an und spazieren am Strand entlang. Bei den Umwegen in den angrenzenden Wald fallen uns ganz besondere Werke vom Baumeister Natur auf.












Von Karlskrona aus sind wir ins Landesinnere unterwegs. In Karlskrona haben wir uns einen Katalog von Nordic Camping + Resort mitgenommen und uns den Glyttinge Camping in Lynköping ausgesucht. Zunächst ein Stopp in Kalmar den wir in der Hauptsache bei der Besichtigung des dortigen Schlosses verbringen. In Linköping hat uns in erster Linie das Freilichtmuseum „Gamla Linköping“ begeistert.








Zitat aus der Internetseite „Schwedentipps.se“: Im Freilichtmuseum Gamla Linköping kann man einen ganzen Tag zubringen. Das Gelände ist groß, und es gibt viel zu entdecken, auch für Kinder. Als Besucher macht man eine Zeitreise, die einen rund hundert Jahre in die Vergangenheit führt. Gamla Linköping ist Schwedens größtes innerstädtisch gelegenes Freilichtmuseum. Rund eine halbe Million Menschen besuchen das Museum in Linköping jährlich. Ein Drittel davon sind Touristen. Das Gebiet besteht aus drei Teilen: die Holzstadt Gamla Linköping, das Naturreservat Vallaskogen und das Naherholungsgebiet Valla mit dem Valla-Hof.
Die nächste Etappe geht bis Karlstad. Bei der Zwischenstation in Motala nutzen wir den „Dagens Lunch“ der schwedische Ausdruck für das Tagesangebot zum Mittagessen. Auch hier haben wir wieder einen Auszug aus „Schwedentipps.se“ parat:
Motala am Vättern, die “Hauptstadt” des Göta Kanals. Mit 42.000 Einwohnern ist Motala die drittgrößte Stadt in Östergötland – nach Linköping und Norrköping. Motala liegt am Vätternsee und hat innerhalb der Kommune viele weitere Gewässer: den Göta Kanal, den Fluss Motala ström, den großen See Boren und 185 kleinere Seen, die vor allem in den waldreichen Gebieten nördlich vom Göta Kanal liegen. Motala nennt sich deshalb neuerdings auch Östergötlands Seenstadt (“Östergötlands sjöstad”).
Beim Essen fällt der Blick auf den Eingang des Motormuseum Drift. Den Besuch um Museum gönnen wir uns quasi als Nachtisch. Wir kommen nochmal hierher. Die Tour am Göta Kanal entlang von Göteborg bis Stockholm ist bereits angedacht. Dann schauen wir uns Motala nochmals intensiver an. Karlstad empfängt uns mit einer steifen Brise. Das Wetter kommt uns zwar wechselhaft aber wir erkunden trotzdem die Umgebung. Den ersten Tag können wir noch zum Einkaufen und zur Besichtigung der Stadt nutzen. Der zweite Tag ist leider ziemlich verregnet und wir bleiben im Schneckenhaus. Karlstadt war daher nicht wirklich fotogen.





Abfahrt zur letzten großen Station der Rundreise: Göteborg. Unseren Stellplatz bekommen wir bei Lisebergsbyn. Das ist eine komplette Anlage mit Hostel, Ferienwohnungen und Campingplatz. Dazu noch relativ nahe am Centrum von Göteborg. Eine gelungene Mischung die wir für zwei Übernachtungen nutzen.
Nach dem Frühstück satteln wir die Räder, fahren bis zum Hauptbahnhof von Göteborg und binden unsere fahrbaren Untersätze davor an. Das rustikale Innere ist uns ein paar Aufnahmen wert. Vom Bahnhof gehen wir erstmal zum Hafen. Allerdings ist es nicht gerade einfach, denn durch die vielen Baustellen müssen auch Fußgänger einige Umwege laufen. Eigentlich gefällt uns die Stadt. Eigentlich, aber es sieht fast aus wie Stuttgart 21. Nur das sich in Göteborg die Begleiterscheinungen, man glaubt es kaum, um einiges negativer auswirken. Bei unseren Irrwegen durch die Stadt entdecken wir auch den Grund für diese große Anzahl von Baustellen. Göteborg wird für die 400 Jahr Feier im Jahr 2021 aufgehübscht. Die Ansicht bringt uns auf eine Idee. Wir feiern einfach mit und dann können wir auch Göteborg ohne Schutzplanen und Baustellenschilder bewundern.






Den ersten Stopp zur Kaffeepause mit einem tollen Softeis legen wir in Bastad ein. Zunächst schauen wir uns am Strand die mutigen Camper auf dem Sand an. Nach zwei Fahrzeuglängen verlässt mich der Mut, wir drehen und suchen uns lieber einen Parkplatz auf asphaltiertem Untergrund. Ein kleiner Strandspaziergang vorm Eis und danach noch eine Runde im Ort. In Lerbergets finden wir eine gute Bleibe für die Nacht.











Nach dem Frühstück in der Sonne von Lerbergets erkunden wir noch ein wenig die Gegend. Der Leuchtturm am Kullaberg ist die erste Anlaufstelle. Auf dem Weg dorthin sehen wir die Werbung für ein Keramik Outlet im Ort Höganäs. Das war allerdings eher für die moderne Innenausstattung gedacht und vom Preisangebot her nicht unsere Kragenweite. Witzig sind aber die beiden Hunde, die uns ganz aufmerksam von den Fahrersitzen eines Wohnmobils beobachtet haben. Auf der weiteren Strecke Richtung Malmö werden wir in einer Scheune mit handgemachter Keramikkunst fündig. Der dort eingekaufte Keramiktopf trägt die Aufschrift „Peppar Kakor“ schwedisch für Lebkuchen. Allerdings hat er sich auch nicht gegen Vanillekipferl gewehrt.




Nächster Halt ist Helsingborg. Vom Hafen aus kann man Dänemark mit bloßem Auge sehen. Die Überfahrt dauert lediglich 20 Minuten. Das nutzen die Schweden für Versorgungsfahrten nach Helsingör, den in Dänemark werden weniger Steuern auf beliebte Getränke erhoben. Wir parken am Fährhafen, laufen in die Stadt und besorgen uns einen Nachmittags-Snack. Lomma Beach ist kurz vor Malmö und wir übernachten hier um dann am nächsten Morgen das Frühstück in Malmö einzunehmen. Die Rast nutzen wir auch zur Reparatur. Kurz nach Helsingborg verabschiedet sich das Blinkermodul aus dem rechten Aussenspiegel. Vermutlich ist auf dem Parkplatz jemand dran hängengeblieben und hat das Teil wieder zurückgeschoben. Ich krame einen Kabelbinder aus der Werkzeugkiste und fixiere alles wie es sein soll. Das Provisorium hält tatsächlich bis Stuttgart. Vom Lomma Beach aus können wir auch schon die Öresundbrücke bewundern und morgen werden wir drüberfahren.









Der Lomma Camping hat uns am wenigsten gefallen auf unserer Rundreise. Die Lage ist eine Klasse für sich aber die Anordnung der Wirtschaftsgebäude und deren Pflegezustand macht mit Abstand den schlechtesten Eindruck. Wir bleiben zwar zur Übernachtung aber mehr nicht… Wie geplant parken wir in Malmös Stadtmitte, finden ein nettes Café für das Frühstück und schauen uns noch ein paar Stunden in der Stadt um.








Am späten Nachmittag kommen wir in Kolding an. Die letzte Übernachtung auf der Rundreise. Wir finden im Dancamp Kolding City einen sehr gut ausgestatteten Campingplatz. Die haben sogar Toiletten für die ganz kleinen Camper. Zur Feier des letzten Tages wollen wir in der Stadt ein passendes Abendessen zu uns nehmen. Überall sind Vorbereitungen für das nächste Wochenende im Gange. Das ist leider zu spät für uns. Die Neugier treibt uns aber trotzdem zum Koldinghaus, denn das ist auch irgendwie einbezogen. Plötzlich kommt Leben in den Innenhof. Komische tierische Laute aus Richtung der fürs Festival benötigten Container erregen unsere Aufmerksamkeit. Dann kommt eine Herde riesiger schwarzer Stelzenvögel um die Ecke. Die Schreie ähneln derer von Jungtieren die gehörigen Hunger haben. Ein Hüter auf Stelzen treibt die kleine Herde in Richtung Innenstadt. Ein wirklich effektvoller Schlusspunkt unserer Rundreise.










Bielefeld und Umgebung vom 03. bis 07. Oktober
Wir fahren am 03. Oktober nach Bielefeld und checken im Campingpark Bielefeld & Lemgo ein. Das ist ein richtiges Naherholungsgebiet. Alles ist ziemlich weitläufig angelegt mit Streichelzoo, großem Spielplatz und in der Hauptsaison sogar mit Kinderbetreuung. In Bezug auf Wohnmobile ist das Wochenende in und um Bielefeld ein Reinfall. Dieses Thema wird dann doch in Stuttgart abgehandelt. Dies war ja nur ein Teil unserer Tour. Zunächst einmal haben wir die folgende Verschwörungstheorie widerlegt:
Zitat aus Wikipedia – Die Verschwörungstheorie behauptet, dass die Stadt Bielefeld nicht existiere, sondern sämtliche Hinweise auf ihre Existenz nur Teil und Werk der groß angelegten Bielefeldverschwörung seien. Die Existenz der Stadt Bielefeld werde der Bevölkerung vorgetäuscht, um an dieser Stelle etwas ganz anderes zu verbergen. Die unbekannten Drahtzieher der Verschwörung werden meist nur geheimnisvoll als „SIE“ bezeichnet. Hinter „IHNEN“ werden beispielsweise die CIA der Mossad oder Außerirdische vermutet, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben. Eine Version vermutet an der Stelle der vorgetäuschten Stadt gar den Eingang nach Atlantis. Sämtliche Fotos aus Bielefeld seien tatsächlich in anderen Städten aufgenommen und teilweise zu einem fiktiven Stadtbild montiert worden. Auch Fahrzeiten von Zügen, die zum Halt auf dem angeblichen Bielefelder Bahnhof erstaunlich wenig Zeit benötigen, werden als Beleg angeführt. Autos mit der Ortskennzeichnung BI auf dem Nummernschild würden auch nur zu Tarnungszwecken auf die Reise durch Deutschland geschickt.
Allen Unkenrufen zum Trotz, wir haben Bielefeld gefunden. 🙂 In der Innenstadt gibt es viel zu sehen und das Eis ist auch nicht schlecht.




Auch für einen Abstecher zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica haben wir Zeit. Die Art wie der Kaiser die Besucher begrüßt ist wirklich negativ besetzt. Aber die Lösung mit dem JoJo-Spiel am Finger lockert das Ganze auf.
Abschied vom Wohnmobil – Nummer 1
Abkürzungen zu den anderen Touren: …2013 … / …2014… / …2015… / …2016… / …2017… / ……

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