Tour zu Ostern vom 13. bis 17. April
Es klappt mal wieder mit dem Osterbesuch in Senftenberg. Donnerstag Nachmittag, nach der Arbeit, stellen wir uns mal wieder in den Stau. Dieses Mal nervt uns die Fahrt besonders. Bevor der Kragen platzt fahren wir auf einen Rastplatz und übernachten dort. Beim Frühstück lassen wir uns extra viel Zeit, denn ein Blick aus dem Schneckenhaus zeigt uns, dass immer noch sehr viele Autos unterwegs sind. Das bringt uns auch dazu einen weiteren Halt in Chemnitz einzulegen. Dann sind wir endlich da und können die kleinen, süßen Geschenke zum 51. Geburtstag überbringen. Danach dürfen wir uns in der Wellnessecke einrichten.
Am nahen Lausitzring finden Amateur- Meisterschaften der Tourenwagen statt. Dort schauen wir uns ein wenig um. Im Innenraum der Rennstrecke wird parallel ein Flohmarkt veranstaltet. Da wir im Osten sind werden natürlich viele Errungenschaften aus der DDR-Zeit zum Kauf angeboten. Auch hier ist es wieder eine glückliche Tatsache, dass wir im Wohnmobil unterwegs sind und einfach keinen Platz für außergewöhnliche Einkäufe haben. Ansonsten wird das Wochenende wetterbedingt eine Indoor Veranstaltung.
Auf dem Heimweg bekleidet uns die Sonne und wir nutzen das schöne Wetter aus um in Leipzig einen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Der Hauptbahnhof hat sich zu Ehren des Osterfestes besonders geschmückt. Der Augustusplatz mit dem City-Hochhaus (dem Panorama Tower), dem Gewandhaus, dem Opernhaus und der ultramodernen Fassade des Universitätsgebäudes ist ein Blickfang. Die Galerie ist ebenfalls ein imposanter Ort, leider haben wir keine Zeit das kulinarische Angebot des Auerbach Keller auszuprobieren. Wieder auf der Strecke macht sich das Aprilwetter immer wieder bemerkbar.








Tour zum Hochzeitstag vom 28. April bis 07. Mai
Wir feiern Hochzeitstag und Geburtstag am 02. Mai. Auch dieses Mal geht es wieder nach Bremen und Hamburg. Es ist ein Festival der Tickets. Drei Doppelpacks haben wir uns gegönnt. Wie gewohnt beginnen wir in Bremen. Auch dieses Mal wieder in der Wohnmobil-Oase des Hotel Kelber. Die ersten Tickets sind für das Bundesligaspiel Werder gegen Hertha. Vom Stellplatz aus erreichen wir das Weserstation bequem zu Fuß. Wir sitzen mitten in der Werder-Familie und die haben mächtig viel Spaß. Kein Wunder wenn der SV mit 2:0 gewinnt. Das Stadionerlebnis lenkt uns von der Kälte ab. Wir kommen ziemlich durchgefroren ins Schneckenhaus zurück. In den nächsten zwei Tagen wechseln sich schwitzen und frieren ab. Da müssen wir durch! Die Tickets für die beiden Musicals in Hamburg haben wir schließlich schon in der Tasche.
Tag der Arbeit, wir kommen einigermaßen erholt in Hamburg an. Wie beim letzten Besuch mieten wir uns für das Wochenende am Wohnmobilhafen ein. Der Platz gehört zum Areal der „roten Doppeldecker“. Von hier werden wohl die Hamburg Rundfahrten koordiniert sowie Parkplatz und Wartung für die Busse organisiert. Der nächste Morgen, Hochzeitstag und Geburtstag in Tateinheit, beginnt mit Glückwunschtelefonaten und Whatsapp-Nachrichten. Wir sind 4 Jahre verheiratet und einer von uns wird 57 Jahre alt…. Heute werden wieder zwei Tickets fällig: „Hinter dem Horizont“ – frei nach Udo Lindenberg. Aufgrund der Musik ist dieser Musical ein kompletter Nostalgietrip. Die Story um das Mädchen aus Ostberlin offenbart ein Geheimnis: Jan Delay ist der uneheliche Sohn von Udo Lindenberg…







Das Wetter wird nicht wirklich besser und unsere Erkältungen zeigen sich in ständigem Auf und Ab. Den Mittwoch nehmen wir wieder als Erholungstag. Typisches Hamburg Wetter. Ne steife Brise begleitet uns auf der Überfahrt zur „Musicalinsel“. Die Vorstellung ist ne Wucht. Man fühlt sich tatsächlich wie in Afrika. Gänsehautalarm schon zu Beginn als die Tierwelt Afrikas durch den Zuschauerraum an uns vorbei auf die Bühne zieht. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung und jeden Cent des Ticketpreises wert. Die Vorstellung war wohl überlang, denn wir sind spät dran und müssen deshalb überall auf die Öffentlichen warten. Das tut unserem körperlichen Wohlbefinden nicht wirklich gut. Die Nacht bringt keine Erleichterung. Wir entscheiden uns für die Heimreise obwohl wir bis Sonntag gebucht haben. Glück im Unglück. Wegen des anstehenden Festes zum Hafengeburtstag stehen die Camper vor der Einfahrt Schlange. Die Rezeption vermittelt uns einen „Nachmieter“.
Bodensee vom 14. bis 17. Juni
Das Dornier Museum macht Werbung für seine Star Trek Sonderausstellung. Natürlich eine Pflichtveranstaltung für den Trekki in the house… Unser Stammplatz Camping Iriswiese in Kressbronn ist leider belegt. Wir weichen auf den Wohnmobil-Stellplatz-Tunau aus. Eine Kombination aus Landgasthof und Dorfkrug mit Biergarten. Die Stellplätze werden wie bei einem Parkhaus verwaltet. An der Einfahrt Karte ziehen und vor der Ausfahrt am Automat bezahlen. Bei einer kleinen Runde im Ort entdecken wir ein interessantes Neubauprojekt. In den großen Werkhallen einer alten Werft sind Wohnhäuser eingebaut worden. Toller Blick auf den See und am direkten Zugang wird noch gebastelt.




Das Wetter nutzen wir aus und fahren am nächsten Tag mit den Rädern zum Museum. Es gibt wirklich viel zu sehen. Der Herr Dornier war ein heller Kopf. Gelernt hat er bei Graf Zeppelin hat sich dann aber von den Flugschiffen abgewandt und sich mit dem Bau von Flugzeugen selbstständig gemacht. Es ist wirklich beeindruckend zu lesen wo und wie sich Dornier in den letzten Jahren an Entwicklungen und Projekten beteiligt hat.




Die Ausstellung „50 Jahre Star Trek“ ist von der eigentlichen Ausstellungshalle abgetrennt. Es werden Gegenstände aus der Serie und deren Gegenstücke aus dem wirklichen Leben ausgestellt. Wirklich interessant wenn man Captain Kirks Communicator mit dem Klapphandy von Samsung vergleicht. Die Brücke des Raumschiff Enterprise ist nachgebaut und steht für entsprechende Aufnahmen zur Verfügung. Die beiden Jungs am Steuerpult konnten allerdings mit ihren neuen Namen „Sulu“ und „Checkov“ nicht wirklich was anfangen. In der großen Ausstellungshalle sind dann noch einige Anspielungen auf die Parallelveranstaltung zu finden. Im Restaurant sind wir begeistert von dem Layout der Speisekarte. Wegen der Sonderausstellung hat man eine witzige Beilage mit Speisen und Getränken aus dem restlichen Universum eingebaut. Besonders interessant ist die reguläre Speisekarte. Die ist ganz dem berühmten Flugschiff DO-X gewidmet. Wir erbetteln uns ein Exemplar um das Deckblatt in den Bericht einzubinden.






United Kingdom vom 24. August bis 15. September
Abfahrt ist am Donnerstag, 24.08.2017 gegen 10:00 Uhr. Die Fähre in Dünnkirchen ist für Freitag, um 08:00 Uhr gebucht. Das gibt uns Gelegenheit nach unserem Motto „Hetz mich nicht“ die knapp 700 km lange Strecke anzugehen. Es läuft gut bis Brüssel. Dort erwischen wir die Rushhour und stauen uns um die Stadt herum. Die getrübte Stimmung über den Zeitverlust wird aber bei der nächsten Pause durch richtig gute Pommes aufgehellt. Die Belgier halten sich nicht umsonst für die Erfinder der frittierten Kartoffeln….. Wir kommen gegen 22:00 Uhr am Hafen an eigentlich noch rechtzeitig für die letzte Fähre des Tages aber die Umbuchungsgebühr ist uns zu hoch. Wir nutzen lieber das Angebot der netten Mitarbeiterin zur kostenlosen Übernachtung auf dem Parkplatz vorm Check in. Gut ausgeschlafen und tatsächlich am Terminal ganz vorne können wir direkt nach den LKW auf die Fähre fahren. Laut Ticket legen wir um 08:00 Uhr los und kommen um 09:00 Uhr Greenwich-Time an. Die Überfahrt dauert somit doch 2 Stunden. Wegen dem Hang zur Seekrankheit bleiben wir die meiste Zeit auf dem Sonnendeck. Dover lassen wir links liegen, denn die Reiseroute geht vom Hafen aus nach rechts. Dover soll nämlich das Ende der Inselrunde werden. Wir nehmen die Straße entlang der Steilküste und machen gleich im ersten Ort einen Rundgang auf festem Boden. Deal ist eine kleine Stadt, ein Seebad, mit einer recht ansehnlichen Pier hinaus aufs Meer. Wegen der Überfahrt ist das Frühstück ausgefallen. Jetzt macht sich der Hunger bemerkbar. Was ist wohl der erste Gedanke? Natürlich „Fish and Chips“… Premierenfeeling! Wir können dem Koch bei der Zubereitung über die Schulter schauen. Die Chips sind eigenhändig geschält und geschnitten. Das Fischfilet wird vor unseren Augen im Bierteig gebadet und in die Fritteuse gelegt. Das Ergebnis lassen wir uns im Freien unter dem Sonnenschirm schmecken. Richtig lecker und bestimmt nicht die letzte Portion auf unserer Rundreise.
Unterwegs bekommen wir einen Eindruck was der Ausdruck „Bank Holiday“ bedeutet. Die Engländer nutzen auch ihre Brückentage und bevölkern die Küste. Eigentlich wollten wir uns in Clacton on sea übers Wochenende einbuchen, aber die Plätze hier sind „fully booked“. Colchester liegt zwar etwas im Hinterland bietet aber eine tolle Alternative. Zur Eingewöhnung ist dieser Platz ideal. Die beiden Damen an der Rezeption zeigen wie freundlich und hilfsbereit die Engländer sind. Außerdem können wir uns durch sie an die englische Sprache gewöhnen. Die Räder sind wieder im Sack auf dem Bett mitgefahren und hier in Colchester nutzen wir sie gleich für eine Stadtrundfahrt.










Wieder bemerken wir die Auswirkungen von „Bank Holiday“. Der Ort ist komplett überfüllt. Aber dieser Küstenstreifen ist wirklich sehenswert und wir wollen zwei Tage bleiben. Nach drei Absagen finden wir zwei Ortschaften weiter noch ein Schlupfloch im Woodhill Park. Der Platz ist auf der Klippe gelegen und bietet eine gute Rundumsicht. Einrichten auf der Klippe und dann mit den Rädern zurück nach Cromer. Beim Rundgang entdecken wir ein Fischrestaurant vor dessen „To go – Fenster“ jede Menge hungriger Leute warten. Zum Glück finden wir drinnen einen Platz und bestellen „Cod and chips“. Auch die zweite Mahlzeit „fish and chips“ ist gelungen. Am nächsten Tag genießen wir die Sonne beim Spaziergang über den Norfolk Coast Path.
Die Sonne verlässt uns dann am nächsten Tag. Zum Frühstück machen wir Halt in Hunstanton und entdecken beim Verdauungsspaziergang eine interessante Ferienwohnung. Wohnen in einem Turm der Küstenwache klingt gut und bei klarer Sicht bestimmt ein riesiges Erlebnis. Es geht weiter nach Kingston upon Hull. Zunächst passieren wir die Brücke über die Bucht des Humber. An die rechts Überholenden haben wir uns allerdings noch nicht wirklich gewöhnt. Bei der Stadtbesichtigung in Hull fühlen wir uns wie bei „singing in the rain“. Aus diesem Grund flüchten wir uns in das Wasserschloss, der großen Einkaufspassage. Gegen Abend, auf dem Weg nach Pocklington, bessert sich das Wetter. Wir sind einigermaßen beruhigt, denn die eingepackten Räder müssen ins Freie damit wir schlafen gehen können. Für den South Lea Caravan Park kann man nur Werbung machen. Trotz unseres späten Eintreffens werden wir sehr nett aufgenommen.




Der Weg ist das Ziel! Wir leben mal wieder diesen Spruch, denn die Suche nach einer Tankstelle führt uns über die Dörfer. Das NAVI zeigt eine Tankstelle in Rothbury an. Dort gibt es nur noch eine verlassene Werkstatt mit alten rostigen Zapfsäulen davor. Sowas kennt man eher von Filmen über die Route 66. Wir können zwar nicht tanken, aber dafür finden wir ein schnuckeliges Café. Der Raum ist mit Liebe zum Detail und viel Krimskrams eingerichtet. Die beiden netten Damen sind sehr an unserem Vorhaben interessiert und lachen als sie hören wo wir tanken wollten. Der Laden ist schon seit 5 Jahren geschlossen, aber die nächste Tankstelle ist nur 3 km entfernt. Ein zeitintensiver Umweg weil wir in den engen Landstraßen nur langsam voran kommen. Aber die beiden netten Damen in ihrem Wohnzimmer-Café waren diese Verzögerung allemal wert.
Wir geben dem NAVI eine weitere Chance und werden nicht enttäuscht. In Musselburgh, einem Vorort von Edinburgh, mieten wir uns beim „Drummohr Holiday Park“ ein. Der kleine Rundgang am Morgen zeigt, dass hier auch Reisende ohne Caravan oder Camper willkommen sind.






Wir fahren mit dem Doppeldecker Nr. 23 in die City von Edinburgh bis zur Haltestelle Princess Road. Das Edinburgh Castle thront über der Stadt und das wird unser erstes Ziel. Wir sind leider einen Tag zu spät. Gestern, am 31. August, hat die letzte Vorstellung stattgefunden. Ein Grund mehr noch einmal auf die Insel zu kommen! Heute wird schon aufgeräumt. Das bedeutet einige enge und auch unzugängliche Stellen. Wir verzichten auf die Schlossbesichtigung und investieren lieber in ein königliches Eis. Vom Castle aus geht es wieder bergab. Kreuz und quer durch die Stadt kommen wir nicht mehr aus dem Staunen raus. Edinburgh hat seit 1995 den Status UNESCO Welterbe. Die Häuser, erbaut im gregorianischen Baustil, machen echt was her. Offensichtlich gibt es für das Erdgeschoß keinerlei farblichen Vorschriften. Jeder Shop versucht mit entsprechender Farbgestaltung die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wir sind lange unterwegs, die Füße qualmen und wir brauchen eine Pause. Da nutzen wir die Gelegenheit zum „Hop on“ und nehmen an einer Stadtrundfahrt im zweiten Stock eines Cabrio-Doppeldeckers teil. Bei der Rundfahrt kommen wir am Hardrock Café Edinburgh vorbei und gehen nach dem Hop off zunächst dahin zurück. Die Linie 23 bringt uns nach Musselburgh zurück.















Für das gemütliche Frühstück in der Morgensonne haben wir uns besonders herausgeputzt. Die Errungenschaften von gestern sind dabei schon in Gebrauch. Nach der zweiten Tasse Kaffee geht es weiter nach Aberdeen. In der Vergangenheit hat man in den umliegenden Steinbrüchen der Stadt Granit abgebaut und offensichtlich gut davon gelebt. In der Innenstadt sind Prachtbauten mit diesem Material errichtet worden. Weil der Glimmeranteil des Granit in der Sonne glitzert nennt man Aberdeen auch „Silver City“. Der Hafen ist wohl ziemlich frequentiert. Wir beobachten die wartenden Kähne vom Strand aus.








Dann wird es Zeit das NAVI mal wieder nach einem Campingplatz Ausschau halten zu lassen. Das klappt bestens und beim West Beach Caravan Park in Hopeman hat man noch ne kleine Ecke für zwei Nächte frei. Der Platz ist ein Gedicht. Die Aussicht von hier verleitet uns zu einem Strandspaziergang. Der Hafen im Abendlicht ist ziemlich fotogen.
Der nächste Tag beginnt mit viel Genuss. Zunächst das Frühstück und der tolle Seeblick. Bei der Campingplatz-Besichtigung fallen uns natürlich die bereitgestellten Mietunterkünfte auf. Noch ein Spaziergang zum Hafen bevor wir dann auf die Räder steigen und die andere Richtung erkunden. Ziel ist der Aussichtspunkt von Burghead. Hier besteht offensichtlich die Möglichkeit Wale und Delphine zu beobachten. Im Inneren der Beobachtungsstation liegen Ferngläser und Notizbücher bereit. Da sind tatsächlich Notizen drin von Leuten die Wale gesehen haben. Wir haben kein Glück und vermutlich auch zu wenig Geduld…. Neben dem sehr gut ausgebauten Radweg gibt es sehr viel zu entdecken. Das Wetter wechselt mal wieder. In der Nacht regnet es und der morgendliche Blick aufs Meer lässt nicht auf Besserung hoffen.














Weiterfahrt im Regen und mit musikalischer Untermalung durch die verschlissenen Scheibenwischer. Im Industriegebiet der Stadt Inverness lassen wir uns in einer Werkstatt zwei neue Wischer montieren. Das Wetter hat dieses Mal zu unseren Gunsten umgeschlagen. Daher nehmen wir im Zentrum der Stadt ein drei Stunden Parkticket. Zunächst, wie immer am Reisetag, zwei Cappucino, zwei Mehrkorn-Scones und zweimal Pippibox. Dieses Mal leisten wir uns Tickets für die Besichtigung des Inverness Castle. Der Turm mit Aussichtsplattform bietet uns einen grandiosen Rundumblick. Die Ausstellung im Castle behandelt hauptsächlich Sagen oder auch sagenhafte Erscheinungen aus vergangenen Zeiten. Als Beispiel die wohl bekannteste Erscheinung der schottischen Geschichte. Natürlich liegt Loch Ness auf unserer Strecke, aber Nessi bleibt unsichtbar.







Der Glenn Nevis Caravan & Campingpark ist eine sehr gute Anlaufstelle. Wir befinden uns am Fuß des Ben Nevis, mit seinen 1340 Metern der höchste Berg auf der Insel. Am nächsten Tag sind wir wieder zu Fuß unterwegs. Die Neugier treibt uns auf den Ben Nevis. Eigentlich wollen wir uns unterwegs mit einem Snack im Ben Nevis Inn belohnen, aber da ist niemand… Dann eben entlang der Schafgatter zurück in den Ort. Noch während des Abendessens zieht ein Gewitter auf und wir trauen uns kaum die Schiebetür zu öffnen.









Glen Nevis verabschiedet sich mit Regen und begleitet uns auf der Fahrt quer durchs schottische Hochland. Den Halt in Glasgow verschieben wir auf das nächste Mal. Bei dem Wetter lassen wir die Stadtbesichtigung ausfallen und fahren weiter in Richtung Liverpool. Die Raststätte am Killington Lake bietet separate Wohnmobilplätze an und wir nutzen einen davon zur Übernachtung. Frühstück im McDonald der Raststätte und dann Abfahrt nach Liverpool.
Wir wollen wie die Beatles auf dem Zebrastreifen die Abbey Road überqueren und das Stadion des FC Liverpool an der Anfield Road sehen. Die Abbey Road finden wir, aber nicht den legendären Zebrastreifen… Dann eben weiter zur Anfield Road. Glücklicherweise können wir den Stadionparkplatz direkt vorm Stadion nutzen. Wir drehen eine Runde um das imposante Bauwerk und finden den Fan Shop. Eigentlich wollten wir ein Souvenir mitnehmen, aber selbst die Sonderangebote sind uns zu teuer. An der Gedenkstätte halten wir kurz inne und erinnern uns an die Bilder von damals.






Den Parkplatz vorm Stadion haben wir sicher. Grund genug das WoMo stehen zu lassen und den Weg in die Stadt zu Fuß anzugehen. Eigentlich sind es nur vier Kilometer bis zur Innenstadt, aber die obligatorischen Irrwege sind dabei nicht berücksichtigt. Wir finden die Innenstadt mit Einkaufszentrum, Fußgängerzone und Hafen. Unterwegs trifft man die Beatles und einige Anspielungen auf die berühmten Söhne der Stadt in künstlerischer Darstellung oder auch als Museum. Liverpool ist echt zu groß für Fußgänger… Für den Rückweg gönnen wir uns ein typisch englisches Taxi. Der Fahrer ist überaus freundlich und wir unterhalten uns angeregt über den FC und seinen Trainer „Kloppo“. Er setzt uns am Parkplatz ab, erlaubt Elli sich an das Steuer zu setzen und fotografiert sie sogar.










Wir sind fix und fertig von der langen Runde durch Liverpool. Der nette Taxifahrer hat uns einige Tipps für Wales gegeben und dabei von der kleinen Stadt Conwy geschwärmt. Das NAVI sagt uns, dass wir nur 60 Meilen davon entfernt sind. Das wird unser Ziel für heute Nachmittag. Dort finden wir einen großen Parkplatz mit Ticketautomaten. Guter Tipp des Taxifahrers. Conwy ist wirklich sehenswert. Wir gönnen uns einen Kaffee und einen big Cappuccino bei Costa. Gute Anlaufstelle, die merken wir uns für die nächsten Stadtbesichtigungen. Der Hafen ist klein aber fein und hat einen berühmten Blickfang: „The smallest house in Great Britain“











Die nächste Station heißt Aberystwyth. Das Wetter dreht Kapriolen wie im April und wir sind schon wieder im Regen unterwegs. Trotzdem gibt es entlang der Strecke einiges zu sehen wie zum Beispiel den Traws Lake. Bei unserer Ankunft am Campingplatz „Glan Y Mor Leisure Park“ ist es sonnig aber stürmisch.




Man weist uns einen Stellplatz auf der Klippe zu. Tagelanger Regen hat die Rasenflächen ziemlich durchgeweicht. Wir suchen uns die höchste Stelle der Klippe aus, denn dort läuft das Wasser ab und es ist sogar relativ trocken. Gute Wahl, wie uns ein Nachbar bestätigt. Der Rundumblick von unserem Platz aus ist der Hit. Wir sehen sogar bis zum Hafen von Aberystwyth. Die Entfernung zum Hafen sieht von hier oben eigentlich leicht machbar aus.




Die nächste Wetterberuhigung wird ausgenutzt. Laut Wegweiser ist der Fußweg bis zur Stadt nur eine Meile lang. Es geht steil bergauf. Ohne Netz und doppelten Boden trauen wir uns dann doch nicht über die letzte Etappe des ungesicherten Trampelpfades. Bevor uns eine Böe vom Hügel weht kehren wir um und schauen uns das kleine Zentrum des Wohnparks an. Am Morgen danach sind die Nachbarn schon zur Abfahrt bereit. Sie fahren früher als geplant nach Hause. Das Vorzelt ist zerrissen und sie haben keinen Bock mehr auf das Wetter. Wir halten es noch einen Tag länger aus in unserem Schneckenhaus. Zwischendrin finden wir auch noch die Gelegenheit für den einen oder anderen Spaziergang.







Dann starten wir in Richtung Portsmouth. Das Wetter hat weiterhin noch viel Luft nach oben und wir kommen nur langsam voran. Doch noch ein Zwischenstopp. Nach ein paar „fully booked“ – Auskünften finden wir in der Nähe von Bristol die „Brooke Lodge Farm“. Ein Familienbetrieb wie er im Buche steht. Die Besitzer wohnen in ihrem Farmhaus nebenan und haben einen Stall als Sanitärgebäude umgebaut. Alles ist mit Liebe zum Detail ausgestattet. Die bildliche Dokumentation fällt mal wieder ins Wasser….




In Portsmouth nutzt man noch immer ein Hovercraft als Fähre zur Isle of Wight. Das Spektakel wenn so ein Luftkissenboot vom Wasser aufs Land fährt wollen wir nicht verpassen. Der Spaziergang bis dahin offenbart auch andere Sehenswürdigkeiten.







Über das NAVI suchen wir einen Campingplatz so nah wie möglich an London. Lingfield bietet den „Long Acres Caravan and Camping Park“ und einen Bahnhof auf der direkten Strecke nach London. Auf der Autobahn noch noch ein Gruß der Stadt Portsmouth und kurze Zeit später ein paar Verhandlungen um einen passenden Stellplatz. Die erste Nacht verbringen wir auf der Wiese ohne Strom um dann am nächsten Tag direkt neben dem Sanitärgebäude einzuziehen.





Wir lassen uns den Fußweg zum Bahnhof erklären und setzen uns in den Zug nach London zur Victoria Station. Es soll nur eine kleine Runde werden, weil wir ja auch noch zu Fuß, im Hellen, den Campingplatz erreichen wollen. Abstecher zum Buckingham Palace, vorbei am Victoria Monument und durch den Park. Ganz zufällig finden wir das Hardrock Cafe London und kaufen die obligatorischen T-Shirts. Eine nette Londonerin hilft uns auf den richtigen Weg zum Piccadilly Circus. Einfach rumdrehen bis zur Piccadilly Street und auf dieser geht es direkt zum Platz.









Wir sind ziemlich enttäuscht, denn die riesige Leuchtreklame ist gerade durch ein Baugerüst verdeckt. Wir laufen dann doch in finsterer Nacht an der Hauptstraße entlang zum Campingplatz. Glücklicherweise können wir das Handy als Taschenlampe nutzen und dadurch den einen oder anderen Stolperer vermeiden. Auf jeden Fall nehmen wir morgen die Räder.




Das mit den Rädern ist eine riesige Erleichterung. Wir ketten sie vorm Bahnhof an und holen uns die Tickets. Zusammen mit den Fahrkarten bekommen wir auch noch ein Gutscheinheft für einige Sehenswürdigkeiten in London. Den ersten Gutschein wollen wir bei Madame Tussauds einlösen. Daher steigen wir an der Victoria Station um in die U-Bahn und fahren weiter zur Baker Street. Um die Ecke ist nicht nur der Eingang zum Wachsfigurenkabinett sondern auch der Aufgang zur Wohnung von Sherlock Holmes in der Baker Street 221b. An der Kasse wird tatsächlich unser erster Gutschein „Zwei für Eins“ eingelöst. 35 englische Pfund pro Person ist schon eine Ansage. Das Gebäude sieht von außen eher unscheinbar aus, hat aber unbeschreibliche Ausmaße und einige Stockwerke nach oben und unten.










Das Sherlock Holmes Museum in der Baker Street lassen wir wegen eines weiteren Gutscheines ausfallen.




Es geht zur Besichtigung der Tower Bridge. Es wird ein Rundgang durch die beiden Türme mit dem Übergang von einem zum anderen Ufer bzw. Turm in 40 Meter Höhe.










Wir belohnen uns mit einem Softeis und einem Einkauf fürs Abendessen im Schneckenhaus. Bis wir in Lingfield sind ist es wieder dunkel. Mit den Rädern fühlen wir uns aber erheblich sicherer und sind natürlich auch schneller zu Hause…
Wir satteln die Räder und frühstücken unterwegs. Die Victoria Station hat einige Restaurants zur Auswahl. Unsere Wahl, das Café Rouge, kann positiv punkten. Es wird der letzte Tag in London. Keine Planungen in Bezug auf Besichtigungen, wir lassen uns treiben…




Westminster, Big Ben, und Trafalgar Square….









Die Stadtteile Soho und Chinatown, sogar die Carnaby Street haben wir gefunden. Es läuft alles ganz prima, wir fühlen uns richtig wohl, dem sonnigen Wetter angepasst.












Dann noch das Kaufhaus Harrods. Der Laden überfordert uns mit seinen Auslagen, Dekorationen und Ausstellungen.








Wir kommen sogar heute noch im Hellen in Lingfield an.
Der Kreis schließt sich. Wir fahren heute nach Dover. Gebucht ist die letzte Überfahrt des Tages denn wir wollen uns noch in der Stadt umschauen. Elli programmiert das NAVI und sichtet die Fährunterlagen. Wer kennt die Zeile „dein Termin war gestern“ aus dem Schlager „Sieben Fässer Wein“ von Roland Kaiser? Unser Rückfahrticket ist für Donnerstag, den 14.09.2017, ausgestellt. Heute haben wir Freitag, den 15ten…
Kurzer Schock, aber dann die Erkenntnis, dass dies typisch für uns ist und als besonderes Highlight zu dieser außergewöhnlichen Inselrundreise passt. Dann eben doch direkt zum Fährhafen. Glück im Unglück, denn auf der gerade anlegenden Fähre ist noch Platz für uns.




Wir kommen pünktlich in Dünnkirchen an. Nach vier Wochen wieder auf der „richtigen“ Seite fahren benötigt eine kurze Phase der Eingewöhnung. Tanken und Übernachten in Luxemburg. Ende einer ereignisreichen Tour am Samstag, 16.09.2017 pünktlich zur Sportschau.
Bozen vom 28. Oktober bis 01. November
Wir fahren dieses mal nicht wenn alle unterwegs sind sondern packen Freitag nach der Arbeit. Samstags gehen wir einkaufen und danach zum Frühstück. Gute Idee, denn wir kommen ohne Probleme durch. Kurz vor Bozen erwischt es uns dann doch noch. Baustellenstau!! Leider kommen wir erst kurz vor Büroschluss am Campingplatz „Mosbauer“ an. „Haben sie gebucht?“ „Nein!“ „Dann tut es uns leid, ausgebucht“ Der nette Herr an der Rezeption macht uns wenig Hoffnung, denn der Brückentag wird erwartungsgemäß gut genutzt. Am Abend haben wir kein Glück und übernachten am Bahnhof des Städtchen Gargazon. Im Hellen starten wir die Suche in Nals mit dem Campingplatz „Zum guten Tropfen“, gestern war da schon alles dunkel. Wir bekommen einen tollen Stellplatz müssen aber leider am 01. November schon abreisen. Die Saison endet am 31. Oktober! Wir nutzen die tollen Wege an der Etsch entlang und stoppen in Bozen für eine ausgedehnte Runde durch die Stadt. Am nächsten Tag sind wir in Nals und um Nals herum sowie auf den Feldwegen darüber unterwegs. Richtig tolles Herbstwetter, das wir leider nur drei Tage genießen können.








Saisonende !
Abkürzungen zu den anderen Touren: …2013 … / …2014… / …2015… / …2016… / …… / …2018…

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