Kleinere Verzögerung beim befüllen des Frischwassertanks
Es ist schon dunkel und wir wollen endlich auf die Bahn, aber soviel Zeit muss sein. Eigentlich ist ja alles noch bekannt vom Urlaub mit dem gemieteten Pössl. Der Schlauch hängt schnell im Einfüllstutzen. Elli wartet am Wasserhahn auf mein „Wasser marsch“ und dreht auf. Aber dann: „Stopp, stopp da plätschert was!“. Neben dem rechten Hinterrad, unterhalb des Einlassstutzen steh ich schon in der Pfütze. „Ach Mist! Der Tank hat ja auch eine Ablassschraube, die muss geschlossen werden.“ Der Tank ist unter dem Bett angebracht. Ich hebe die Matratze und den Sprungrahmen hoch und entdecke die Schraube oben am Tank. Dreimal drehen und das Plätschern hört auf. Schön den Sprungrahmen und die Matratze wieder in Position bringen und dann „Wasser marsch“.
Das Wasser läuft jetzt in den Tank. Das Geräusch höre ich mit Vergnügen. Aber: „Da läuft es schon wieder“. Jetzt ist es die anderen Seite an der Elli steht. Sie dreht den Wasserhahn ab und deutet auf die Pfütze am linken Hinterrad. Da wurde doch bei der kurzen Einweisung ein Boiler erwähnt… „Da ist noch ein Sicherheitsventil. Das muss auch geschlossen werden“. Jetzt rächt sich die männliche Unart auf das Lesen der Bedienungsanleitung zu verzichten. Heute in der Dunkelheit muss es dann doch sein. Das Ventil ist also im Kofferraum untergebracht. Leider liegen die Einkäufe davor…. Die müssen nun alle raus und werden auf dem Parkplatz verteilt. Ich muss auf dem Bauch in den Kofferraum kriechen und mit der Taschenlampe in die dunklen Ecken leuchten. Da hätte man sich bei Pössl auch ne bequemere Stelle einfallen lassen können. Den Hebel quer stellen und den Knopf darunter reindrücken. So steht es in der Bedienungsanleitung und so funktioniert es auch. Es tropft nichts mehr. Also dann „Wasser marsch“. Juhuu wir sind auf dem richtigen Weg. Der Tank ist fast voll. Jetzt nur noch die Wasserleitungen entlüften. In der Bedienungsanleitung wird geraten die Wasserhähne in Bad und an der Spüle zu öffnen damit die Luft aus dem Boiler entweichen kann. Es spuckt ein paar Sekunden aus den Hähnen bevor ein richtiger Wasserstrahl draus wird. Das sieht doch vielversprechend aus. Bis, ja bis es schon wieder anfängt zu plätschern. Dieses Mal kommt das Wasser aus dem Lüftungsgitter über dem Kühlschrank. Sowas wird in der Bedienungsanleitung natürlich nicht erwähnt. Ziemlich frustriert und ratlos stell ich den Wasserhahn in der Spüle ab. Jetzt läuft das Wasser wenigstens nicht mehr aus dem Gitter. Die Firma Winkler hat schon Feierabend, da kann keiner helfen. Na dann eben „Do it yourself“. Weg mit dem Gitter und rein ins Nass. Die Steckverbindung der Plastikrohre hat sich gelöst. Nachdem ich diese irgendwie zusammen gewerkelt habe versiegt auch das Rinnsal. Nächster Test: „Wasser marsch“. Elli meldet sich: „Im Bad läuft kein Wasser aus dem Hahn!“ Nicht schon wieder! Es reicht jetzt wirklich! Aber es ist nur der Umschalter am Duschkopf. Ein kurzer Druck, kurzes spucken und dann läuft das Wasser wie es soll. Schon wieder plätschert es unterm Auto, aber jetzt sind wir vorbereitet. Es ist der Abwassertank und den lassen wir noch offen.
