Corona lässt nicht los….
Den Jahreswechsel verbringen wir, wie schon letztes Jahr, wegen dem Virus zuhause… Allerdings ist bereits jetzt für den Juni eine Tour geplant. Wir sind zur Hochzeit in Italien eingeladen und werden dies mit einem Abstecher nach Rom kombinieren. Natürlich nur wenn es die Delta-, Omikron- oder welche Variante auch immer zulässt…
Saisonstart in Rosenheim vom 11. bis 13. Februar 2022
Die Rezeption ist zwar schon geschlossen, aber wir haben per Mail entsprechende Infos erhalten. Schnell einrichten und das Schneckenhaus aufheizen, denn ohne Sonne wird es empfindlich kalt… Kleiner Tipp am Rande! Vor der Tour genau die Gasflaschen prüfen!! Ich war mir so sicher, dass wir von der letzten Tour noch eine volle Flasche haben. Typischer Fall von Denkste. Wieder einmal! Beide Flaschen bringen beim Start der Heizung nur die blöde Fehlermeldung. Es folgt eine hektische Stunde. Im Nachbarort Kolbermoor bei einer Fritz Berger Filiale können wir noch kurz vor Feierabend die beiden leeren gegen volle Flaschen tauschen. Wieder zurück am Platz klappt es auch mit der Heizung… Der Campingplatz am Erlensee ist morgens steif gefroren aber nach dem Frühstück sieht es um einiges freundlicher aus.




Da steht einer Radtour nach Rosenheim nichts im Wege. Dort finden wir die Polizeiinspektion der „Rosenheim Cops“. Im richtigen Leben handelt es sich hierbei um das Rathaus von Rosenheim. Das Verkehrsschild gegenüber ist Teil der Vorankündigung einer Ausstellung und weist auf das Ende der Dinosaurier durch einen Asteroideneinschlag hin. Auf dem Rückweg noch ein paar Fotos von der Inn-Aue. Hier ist viel Platz geschaffen für den Fall dass der Fluss über die Ufer tritt.






Auf dem Rückweg merken wir schon die Wirkung der durchdringenden Rosenheimer Kälte und sind froh auf dem Campingplatz eine warme Dusche zu nehmen. Zugegeben der Ausflug mit dem Rad wirkt auch am Sonntag nach. Leichte Kopfschmerzen und körperliches Unwohlsein verhindern auch einen Zwischenstopp auf der Strecke. Die Sehnsucht nach der bequemen Couch zuhause ist größer…
Wochenende in Schwangau / Brunnen vom 03. bis 06. März 2022
Wir lassen uns gerne von den Internetauftritten des einen oder anderen Campingplatzbetreibers inspirieren. Für dieses Wochenende fällt die Wahl auf den Platz in Brunnen, einem Ortsteil von Schwangau. Ein Grund ist, dass bei den meisten Anbietern die Saison erst im April beginnt, der andere ist die Nähe zu den Schlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein…. Beim Rundgang entdecken wir die Ausmaße des Platzes und wie toll man alles angelegt hat.




Bei der Suche nach dem Forggensee werden wir durch eine Infotafel darauf hingewiesen, dass wir einfach zu früh dran sind um den See zu erleben… Der See wird in den Wintermonaten abgelassen und hat erst im Juni wieder seinen Höchststand. Die Hinweistafel für Badegäste kommt einem dabei recht seltsam vor…. Wie nahe Brunnen an Neuschwanstein liegt lässt ein Blick durch den Kamerasucher erahnen…




Wir lassen uns an der Rezeption noch den Radweg zu den Schlössern erklären und ziehen uns ins Schneckenhaus zurück. Sobald die Sonne weg ist wird es nämlich empfindlich kalt am verschwundenen Forggensee. Aus diesem Grund trauen wir uns auch erst nach einem ausgedehnten Frühstück gegen Mittag auf die Räder.




Vom Alpsee aus erklimmen wir den Anstieg zum Schloss Hohenschwangau. Von hier oben führt eine Treppe am Bauwerk entlang nach unten zum Parkplatz, dem Museum und dem Ticketverkauf.





Wir verzichten dann doch auf die Führung durch Neuschwanstein. Am Einlass werden wir darauf hingewiesen, dass derzeit eine Wartezeit bis mindestens 15:00 Uhr besteht. Das wird uns zu spät denn die Rückfahrt soll noch in der Nachmittagssonne erfolgen, damit wir uns nicht die Nasen abfrieren. Der Blick von unten macht aber neugierig und wir spazieren doch nach oben um alles aus der Nähe und von außen anzuschauen.





Wieder zurück am Ausgangsort entdecken wir ein witziges Motiv an der Haltestelle der Pferdefuhrwerke, die hier auf Fahrgäste zum Schloss warten. Noch ein Abstecher zum Albsee und ein letzter Blick auf die Schlösser bevor wir den kalten Rückweg in Angriff nehmen.





Tatsächlich sind wir froh auf die Führung verzichtet zu haben, denn schon jetzt wird es bitter kalt auf den Rädern. Pompui wird nach unserer Rückkehr auf Sauna umgestellt. Es dauert ewig bis die Gliedmaßen wieder auf normaler Körpertemperatur sind. Für den nächsten Tag sind wir uns einig: Die Räder bleiben stehen!
Allerdings bleibt es nicht beim Faulenzen. Die Sonne treibt uns raus und wir lassen uns zu einem kleinen Spaziergang am breiten Seeufer entlang animieren. Wie so oft bei uns ist dieser Begriff relativ dehnbar. Wir lassen die ersten Aufgänge links liegen und finden uns am Ufer eines breiten Flusses wieder. Umkehren ist keine Option. Weiter am Gewässer entlang kommen wir zum Wasserkraftwerk Horn und dann in die Altstadt von Füssen. Hier erfahren wir dann auch, dass wir die ganze Zeit am Lech entlang gelaufen sind. Kurzer Rundgang in der Altstadt und dann geht es auf sicheren Pfaden, nämlich dem Radweg, zurück.





Diese Strecke war eigentlich als zweite Radtour des Wochenendes vorgesehen. Na ja dann eben per Pedes…. Ziemlich geschafft klettern wir in unser Schneckenhaus und bewegen uns für den Rest des Tages nicht mehr vom Fleck. Die Aktivitäten des Wochenendes wirken auch in den nächsten Tagen noch nach….
Wochenende in Bad Dürkheim vom 25. bis 28. März
Aus dem Buch „Wann…. Wohin“ entnehmen wir den Tipp für die Mandelblütenzeit in Rheinland Pfalz. Dazu suchen wir uns den Knaus Campingpark in Bad Dürkheim aus. Die Hinfahrt führt über den Rhein und mitten durch Weingärten. Das Gasthaus Almensee liegt in direkter Nachbarschaft und links davon ist die Einfahrt des Campingparks. Die Anlage ist eine Art Lehrpfad für Weinsorten. Der Hauptweg zu den Stellplätzen ist wie ein Bogengang angelegt. An dessen Metallbögen ranken die Weinreben nach oben und teilweise auch darüber hinweg. Sieht ohne Blattwerk der Reben schon imposant aus. Die Einfahrten zu den Stellplätzen sind jeweils nach Rebsorten benannt. Links vom Bogengang sind die Dauercamper angesiedelt und der Kreis um die Statue bildet die Wendeplatte am Ende des Tunnels / der Straße / des Platzes.




Wir richten uns auf dem ersten Platz des Muskateller Weges ein. Von hier bekommen wir nach der Abreise des Nachbarn einen tollen Blick zum Almensee. Von nebenan können wir die Motorengeräusche der startenden Sportflieger hören und diese auch kurz nach dem Abheben von unserem Platz aus beobachten. Den See und auch den kleinen Flugplatz erkunden wir mehrfach. Dabei entdecken wir die schwarzen Schwäne, recht interessante Wohnmobile, können Flieger und sogar einen Fallschirmspringer beim Landen beobachten.






Bei der Radtour am nächsten Tag wollen wir den angepriesenen Mandelblütenpfad erkunden. Es werden knapp 40 Kilometer durch die verschiedenen Weinanlagen und Ortschaften der Weinstraße. Wir stellen uns blühende Bäume am Rande der Wege vor, finden aber nur das eine oder andere Exemplar in kleinen bunten Baumgruppen.
Die Erwartung vom Mandelblütenpfad wird dann erst auf der Fahrt nach Neustadt erfüllt. Tatsächlich stehen da rechts und links neben der Landstraße die blühenden Bäumen. In Neustadt machen wir Halt fürs Frühstück am Marktplatz und eine kleine Runde in der Altstadt….




Shopping in Oberhausen vom 06. bis 10. Mai 2022
Freitag, 06. Mai: Eigentlich ist heute die Tour nach Kranenburg zur Firma KleCamp geplant. Der Termin für das Upgrade von Pompui ist ausgemacht. Wir verbinden den Termin mit einem Kurzurlaub in der Nähe. Derzeit steht der Wohnmobilpark Kleve auf Nummer 1. Dann klingelt das Telefon und die Firma KleCamp wundert sich warum unser Wohnmobil nicht vor ihrer Werkstatt steht. Das Telefonat zieht sich in die Länge und am Ende ist der Termin auf Ende Juni verschoben. Die Prüfung unserer E-Mail Korrespondenz ergibt, dass die Firma den Termin falsch eingetragen hat. Irgendwie kommt mir dabei ein Titel von Roland Kaiser in den Sinn. Ein Satz darin heißt: „Dein Termin war gestern“. Na ja auch egal…
Die Tour wird kurzfristig geändert in ein Shopping-Wochenende im CentrO Oberhausen. Wir sind in Italien zur Hochzeit eingeladen und möchten uns dort angemessen einkleiden. Lassen wir den Anruf und die Terminänderung außen vor läuft alles wie geplant. Nach der Kaffeepause in Weiskirchen versaut uns dann aber ein zwölf Kilometer-Stau den Zeitplan. Für einen Stopp zur Übernachtung klingt die Ausfahrt Neuwied sehr sympathisch. Der Westerwaldpark, eine Art Rasthof am Ortsrand von Oberhonnefeld soll es werden. Um den großen Parkplatz mit etlichen Tesla-Ladestationen haben sich einige Läden angesiedelt. Die meisten davon sind allerdings geschlossen. Burger King hat keine große Anziehungskraft auf uns. Die Speisekarte mit georgischen Gerichten des Restaurant Batumi weckt unser Interesse.
Eine gute Wahl! Leider hat der Burger King mehr Anziehungskraft auf die Landjugend, die ihre Whopper auf dem Parkplatz verspeisen und uns bis etwa zwei Uhr immer wieder aus dem Schlaf reißen…




Samstag, 07. Mai: Nach relativ wenig Schlaf geht es weiter zur Marina Oberhausen. Der kleine Hafen hat direkten Zugang zum Rhein-Herne-Kanal. Von den Stellplätzen hat man auf der einen Seite den Blick zur Marina und auf der anderen Seite zum Kanal. Auch die Kuppel vom AQUApark ist zu sehen. An der Kasse des großen Schwimmbades sind die Zugangsberechtigungen für die Stellplätze erhältlich.




Das neue Kaffeegeschirr muss natürlich eingeweiht werden bevor es mit den Rädern nach Duisburg geht. Den direkten Einstieg zum Radweg am Kanal entlang verpassen wir natürlich und irren daher in den Randgebieten von Oberhausen herum. Nach der Überquerung der Schleuse geht es dann um einiges entspannter. Am Kanal entlang begegnet uns auch eines der Frachtschiffe aus der Schleuse wieder. Richtig gemütlich wird es bei der Einfahrt zum Industriehafen, denn die vierbeinigen Rasenmäher sind nach getaner Arbeit auf den Uferbefestigungen auf dem Heimweg…




In der Fußgängerzone gibt es die wohlverdiente Belohnung. Das obligatorische Gedeck ist leicht abgeändert. Das Spaghetti Eis wird auf Waffel serviert. Wir schauen voraus und essen Gehaltvolles wegen der langen Rückfahrt 😉 Noch ein paar Aufnahmen aus der Innenstadt und auf dem Rückweg noch ein kleiner, beabsichtigter, Umweg in den Innenhafen.




Montag, 09. Mai: Shopping Time im CentrO wir gehen auf Tour um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Der Vertreter des LEGO Star Wars Imperiums ist natürlich nicht gemeint. Der passt nur in ein Schaufenster… Nach dem Einkauf wollen wir unser Glück beim Gasometer versuchen. Beim ersten Versuch im Januar 2019 war wegen der Weihnachtsferien geschlossen. Derzeit wird die Ausstellung „zerbrechliches Paradies“ gezeigt. Schon beim Spaziergang dorthin hat mich eine Vorahnung beschlichen und die Bestätigung bekommen wir durch die geschlossene Kasse. Ein zufällig anwesender Mitarbeiter erklärt uns, dass der Gasometer, wie jedes Museum in Oberhausen, Montags geschlossen hat. Wir sollen doch morgen wieder kommen… Der hat gut reden… Dann rät er uns zu einem Spaziergang zum Kaisergarten. Dort umkreisen wir den kleinen Bruder und laufen auf der Metallspirale in Richtung anderes Ufer. Nach ein paar verwirrenden Windungen verzichten wir, bleiben auf der richtigen Seite für unseren Rückweg zur Marina.




Aus dem Kaisergarten heraus werden wir dann auch gleich von der Stadt eingefangen. Der alte Wasserturm, das Gebäude des Technologiezentrums Umweltschutz, der Gasometer und das Riesenrad vorm CentrO bilden den Abschluss unserer kleinen Wanderung.




Dienstag, 10. Mai: Rückreise nach Stuttgart…
Pfingsten in Italien vom 20. Mai bis 06. Juni 2022
Die Einladung zur Hochzeit bei der italienischen Verwandtschaft nutzen wir um einen „kleinen“ Abstecher nach Rom zu machen.
Freitag, 20. Juni: Die erste Etappe muss aufgrund zahlreicher Staumeldungen Richtung München kurzfristig geändert werden. Die Strecke über den Bodensee zeigt sich dabei als gute Wahl, denn wir kommen relativ störungsfrei vorwärts. Für das Abendessen und die Übernachtung suchen wir uns den schon mehrfach genutzten Rastplatz in Pettnau aus. Das Wetter ändert sich während dem Essen. Einer angenehmen kühlen Brise folgt ein Gewitter mit ordentlich Regen.
Samstag, 21. Juni: Beim Frühstück kommen nicht wirklich positive Urlaubsgefühle auf. Richtung Innsbruck lichten sich die Wolken etwas und Elli ist zuversichtlich: In Italien scheint die Sonne….





Tja was soll ich sagen…. Sie hat mal wieder Recht behalten! Der Platz Camping Verona Village liegt nahe an der Autobahnausfahrt Verona – Süd. Die Anlage macht einen sehr guten Eindruck und ist auf jeden Fall empfehlenswert. Für weitere Informationen hier lang…. Wir mieten uns für zwei Übernachtungen ein. Da es noch früh am Tag ist gehen wir auf kurze Erkundung mit den Rädern. Zunächst geht es in Richtung Centro und dann zur Arena. Dort ist die Hölle los. Es ist für uns nicht klar ersichtlich, aber der Platz rund um die Arena ist wohl wegen einer Laufveranstaltung abgesperrt. Zusätzlich wird auch noch die Arena selbst für zukünftige Veranstaltungen herausgeputzt. Dementsprechend eng geht es in der Innenstadt zu. Da hilft nur die Flucht. Auf dem Rückweg, kurz nach dem Einfahrtstor zur Innenstadt fällt uns eine nette kleine Pizzeria ins Auge.




Die herzförmig gebackenen Pizzen schmecken prima und zum Espresso bekommt jeder ein Extra serviert. Für mich eine zwei Liter Flasche Grappa und für Elli eine Schale mit Sahne. Das Mischverhältnis dürfen wir eigenhändig bestimmen. Na ja der Grappa bleibt unberührt und die Sahne löffeln wir lieber pur.
Sonntag, 22. Juni: Heute lassen wir die Räder dann doch am Platz, denn in der Stadt ist es durch die Veranstaltung einfach zu eng und zu voll. Laut Google sind es knapp fünf Kilometer Fußmarsch. Es geht an der Straße entlang bis zu einem neu angelegten Park ganz in der Nähe der Messe. Vorbei an den alten Messegebäuden kommen wir wieder in die Innenstadt. Ohne die Räder wagen wir uns auch durch die engeren Gassen. Sogar den legendären Balkon von Romeo und Julia schauen wir uns an. Der Ansturm auf den Innenhof ist uns aber zu heftig und wir bleiben in sicherer Entfernung.





Montag, 23. Juni: Reisetag nach Grosseto
Bis zum Campingplatz IL SOLE sind es knapp 360 Kilometer. Dort bleiben wir zwei Nächte. Ein Rundgang zeigt, dass der Platz in die Jahre gekommen ist und auch dass wir in der Vorsaison unterwegs sind. Die Dauercamper und Mitarbeiter fangen gerade erst an das Areal für die Saison vorzubereiten.





Mit den Rädern durchstreifen wir die Gegend, machen Halt am Meer und erkennen auch hier, an den leeren Feriendomizilen, dass noch keine Saison ist.
Mittwoch, 25. Juni: Weiterfahrt nach Rom…
Der Campingplatz ist eine Wucht. Den Namen „Village Flaminio“ sollte man sich merken und schon mal den Internetauftritt anschauen. Eine sehr gute Ausstattung und auch an die Kinder ist bei der Möblierung gedacht worden. Zunächst eine passende Lücke finden und den Stadtplan für morgen studieren. Zur Vorbereitung der Stadtbesichtigung erkunden wir nach dem Essen die Umgebung und fragen uns bis zum Bahnhof durch. Auf dem Weg fällt uns eine kleine Baumgruppe mit kuriosem Unterbau ins Auge.










Donnerstag, 26. Juni: Zum Glück ist der Start in die Stadtbesichtigung gut vorbereitet, was uns ein entspanntes Frühstück einbringt. Mit der Bahn fahren wir von Due Ponti aus zur Endstation am Piazzalle Flaminio und starten den Rundgang von hier über den Piazza del Popolo bis zur Piazza Venezia. Rund um die Piazza sind verschiedene Fundstellen von Überresten römischer Bauwerke ausgewiesen, abgesperrt und zur Besichtigung freigegeben. Im Stadtplan eingezeichnet als Foro Romano. Ein imposantes Sammelsurium von Ruinen, Grundmauern und einzelnen Steinresten. Beim Spaziergang um die Ruinen finden wir ein nettes, gut im Schatten liegendes Restaurant und lassen uns einen Teller Risotto schmecken. So gestärkt ist der Weg zum Colosseum nur ein Katzensprung. Leider ist der Besucherandrang so groß, dass für die nächsten beiden Tage alle Termine ausgebucht sind. Na dann eben nur von außen, dafür finden wir auf dem Rückweg den berühmten Trevi – Brunnen. Apropos Besucherandrang, diese Idee haben viele andere auch, wir belassen es bei einem Selfie und verzichten auf das Werfen der Münze.





Vom Nachbarn bekommen wir den Tipp den Radweg am Tiber entlang zu nutzen. Man kommt bequem nach Rom hinein und sogar bis zum Vatikan. Da müssen wir allerdings weg vom Tiber und in den Stadtverkehr. Diesen Hinweis befolgen wir gerne und laden die Räder vom Heckträger.
Freitag, 27. Juni: Nach dem Frühstück besteigen wir die Drahtesel und suchen uns den Weg zum Tiber. Die Räder stellen wir vor den Augen des Militärs an deren Check Point ab und gehen zu Fuß. Den Infos im Netz zu folge gibt es einen geschützten Gang vom Petersdom zur so genannten Engelsburg gibt. Im Falle eines Angriffes auf die Vatikanstadt hätte der Papst sicheren Schutz in der rund angelegten, mit Wassergraben umgebenen Burg gefunden.





Ach ja! Apropos Besucherandrang! Eventuell ist es aus der einen oder anderen Aufnahme in der Galerie zu erkennen. Die Schlange für den Ticketverkauf und natürlich auch am Haupteingang zur Besichtigung der Vatikanstadt ist riesig. Die Vatikanstadt wird auch ohne unseren Besuch weiter bestehen. Die Runde um die Stadtmauer endet am hinteren Einfahrtstor, dem Mitarbeiterzugang.





Dann lieber auf dem Weg zu den Rädern an der Prachtstraße „Via della Conciliazione“ entlang. Dabei bietet sich die Gelegenheit das obligatorische T-Shirt beim Hard Rock Café zu kaufen. Die Räder stehen unversehrt am Check Point, kein Wunder bei der Bewachung. Auf dem Rückweg noch einige Stopps um die tollen Hausboote genauer anzuschauen.





Unser Fazit: Rom ist auf jeden Fall noch einen zweiten Besuch wert. Dann aber außerhalb der Saison und ohne Termindruck. Vielleicht eine Woche im goldenen Oktober…
Samstag, 28. Juni: Der außerplanmäßiger Zwischenstopp in Ostia
Eine Info – Broschüre aus dem Info-Büro am Kolosseum weckt unsere Neugier. Den Strand von Rom und die Ruinenstadt Ostia Antica wollen wir uns unbedingt ansehen. Außerhalb der Stadt kehrt Ruhe ein. Was den Besucherandrang betrifft ist hier tote Hose. Wir haben das Areal fast für uns allein.








Der Rundgang dauert länger als erwartet und im Hinblick auf die harten Tage in Rom entscheiden wir uns für Erholung in der Nähe. Es bietet sich der Castelfusano an. Der Platz liegt direkt an der Küstenstraße die zunächst als Besucherparkplatz dient und je näher man Ostia kommt in eine schicke Promenade übergeht. Der Strand überrascht mit einem sehr dunklen Sand. Das liegt anscheinend am hohen Eisengehalt bzw. Lavaanteil, wenn man dem Internet glauben darf. Teilweise sollen die Sandkörner wie Diamanten glänzen. Das Meer ist etwas unruhig, aber wir trauen uns trotzdem ins Wasser. Nicht lange und wir werden durch einen Rettungsschwimmer mit energischem Trillerpfeifen-Ton rausbeordert. Tatsächlich wird das Raus schwerer als das Rein. Die Wellen reißen uns von den Füßen und wirbeln uns über den steinigen Untergrund. Die Narbe unter meinem Knie ist der Beweis dafür. Im Nachhinein herzlichen Dank dem jungen Mann der uns rechtzeitig zurück gepfiffen hat…. Am Abend sind wir zu faul in den Kühlschrank zu schauen und gehen lieber ins platzeigene Restaurant.
Der nächste Tag steht unter dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft. Dem ausgedehnten Frühstück lassen wir eine weitere Tasse Kaffee in der Internetecke an der Rezeption folgen. Von hier verschicken wir unsere Grußkarten über die App von Urlaubsgruß. Dann wird es sportlich. Mit den Rädern geht es an der Promenade entlang nach Ostia bis zur “Pontile di Ostia”, eine Aussichtsplattform, die ins Meer reicht.




Donnerstag, 30. Juni: Weiter nach Fano
Es wird Zeit die Küste zu wechseln. Es wird ein langer Ritt, unterbrochen von einer Pause zum Tanken und Einkaufen in L’Aquila, von fast 400 Kilometer zur Adria. Camping Fano ist dabei einer der wenigen Anbieter die schon vor dem ersten Juni geöffnet haben. Der Platz liegt direkt am Meer. Der Gartenzaun ist kein großes Hindernis, denn es gibt mehrere Tore durch man auf den Steinstrand gelangt. Wir staksen vorm Abendessen bis zu einem Sportzentrum in der Nachbarschaft und machen unterwegs ein paar Aufnahmen. Den Tennisball haben wir im Gebüsch neben dem Centercourt gefunden…





Freitag, 01. Juni: nächste Stationen Rimini und Zero Blanco
Durch den Zwischenstopp in Ostia drängt die Zeit, daher ist in Fano auch nur eine Übernachtung möglich. Schade, hier hätten wir es noch ein paar Tage ausgehalten. Es geht zunächst an der Küste entlang. Aus Neugier suchen wir uns Rimini für einen Zwischenstopp aus. Keine gute Idee, wir stehen im Stau stadteinwärts, die Promenade ist menschenleer und alle Geschäfte sind geschlossen. Die Kaffeepause fällt aus, denn auch hier steckt man noch voll in den Saisonvorbereitungen. Stadtauswärts kommt richtig Stress auf. Das Navi schickt uns nach rechts und wir stehen vor einer Bahnunterführung. Die Höhe wird mit 2,70 Meter angegeben. Auf unserem Armaturenbrett steht: Höhe: 2,75m! Elli steigt aus und dirigiert mich von der anderen Seite. Offensichtlich hat man hier eine gewisse Kulanz eingebaut, denn wir kommen ohne Dachberührung durch den kleinen Tunnel.




Nach diesem Erlebnis machen wir unsere Kaffeepause lieber in einer Raststätte auf der Autobahn. Die Festlichkeiten finden in der Gegend um Quarto d‘ Altino statt. Der Campingplatz unserer Wahl liegt im Städtchen Zero Branco und somit knapp 25 Kilometer entfernt. Von hier aus nehmen wir uns Zeit für Besuche bei der Verwandtschaft und natürlich die Hochzeitsfeier. Die Hochzeitsgäste treffen sich vorm Standesamt. Ein allgemeines Hallo und warten auf das Brautpaar. Es wird viel fotografiert und die meisten Aufnahmen gelingen besser als das u.a. Bild mit den Personen ohne Oberkörper….





Der Platz hat uns sehr gut gefallen. Die Ruhe hier ist eine Wohltat und es wird eine Wiederholung geben. Ach ja das Paar ohne Oberkörper sind natürlich wir…
Samstag, 03. Juni: Triest und Udine
Am Tag nach der Feier wird wieder Strecke gemacht. Zunächst nach Triest um eine Runde durch die Altstadt und den Hafen zu drehen. Die Anfahrt ist mal wieder ziemlich eng, aber wo die Busse aneinander vorbei kommen sollten wir auch genug Platz haben. Durch die engen Gassen kommen wir dann an den Hafen und finden dort völlig überraschend schnell einen Parkplatz. Zunächst ein kleiner Imbiss am Hafen, danach ein Rundgang durch die Altstadt und dann weiter nach Udine.





Elli sucht und findet über das Handy einen Wohnmobilstellplatz in Udine. Eine erstklassige Übernachtungsmöglichkeit. Ein großer Parkplatz mit Parkscheinautomat, der 6 € für 24 Stunden verlangt. Sogar eine Parkbucht ist als Entsorgungsstation für Abwasser und Toilette umfunktioniert. Ideale Voraussetzungen, die wir so nicht erwartet haben. Da die Innenstadt nicht weit entfernt ist lassen wir die Räder auf dem Heckträger und gehen zu Fuß. Ein kleiner Rundgang vor der Abfahrt nach Salzburg führt uns zum Piazza Liberta und von dort nach oben zum Udine Castle.





Sonntag, 04. Juni: letzte Station Salzburg
Im Mai 2015 haben wir hier am Salzburg Marathon teilgenommen und gute Erfahrung mit dem Panorama Camping Stadtblick gemacht. Da fahren wir heute auch wieder hin. Der Platz hat sich nicht verändert nur mehr Stellplätze sind belegt als das letzte Mal. Für heute steht nichts mehr auf dem Plan. Räder vom Heckträger, einrichten, grillen und es sich gemütlich machen.
Montag, 05. Juni: Nach dem Frühstück nutzen wir den Radweg vom Campingplatz zur Salzach. Von dort am Fluss entlang bis zur Innenstadt. In der Stadt ist sehr viel los. Es sind einige Besuchergruppen unterwegs, die von einer Person mit Fahne durch die Stadt getrieben werden… Dazu laufen die Salzburger Festspiele „Pfingsten Spezial“. Heute ist noch einmal Besichtigungstag. Wir kaufen uns die Basiskarte für die Festung und fahren als erstes mit der Festungsbahn nach oben. Wir nutzen einige Winkel und Schießscharten um den tollen Blick über Salzburg bildlich festzuhalten. Der Fußweg in die Stadt führt uns an der alten Versorgungsbahn und auch an den Schienen der Festungsbahn vorbei. Die Bahn ist dann doch zu schnell für eine gute Aufnahme… Unten angekommen suchen wir uns in den kleinen Gassen einen Eissalon und bestellen endlich mal wieder ein Gedeck. In Italien findet man einfach kein anständiges Spaghettieis!!!










Insgesamt ein krönender Abschluss unserer Tour. Das wird allerdings vom Gewitter in der Nacht getoppt. Dadurch kühlt es erfreulicherweise angenehm ab. Gute Voraussetzungen für die Heimfahrt, die nur durch ein Frühstück an der Raststätte Samerberg und der Kaffeepause am Autohof in Leipheim unterbrochen ist. Gegen 15:00 Uhr hat uns Stuttgart wieder. Pompui wird ausgeräumt und wir belohnen uns mit einem Abendessen vom Pizzaservice unseres Vertrauens. Laut Bordcomputer haben wir 3078 Kilometer hinter uns gebracht. Der Dicke hat den CW-Wert eines Backsteines. Da bin ich mit dem Durchschnittsverbrauch von 10,6 Liter Diesel eigentlich ganz zufrieden.
Solotour nach Kleve vom 21. bis 24. Juni 2022
Es ist soweit Pompui wird gepimpt. Der verschobene Termin bei der Firma KleCamp wird fällig. Meine Tagesfreizeit erlaubt es schon zwei Tage vorher anzureisen. Elli muss mit ihren Urlaubstagen haushalten und deshalb leider verzichten. Für die zwei Übernachtungen habe ich mir den Reisemobilpark in Kleve ausgesucht. Der WoMo-Veredler meines Vertrauens ist nur knapp 10 Kilometer davon entfernt.




Dienstag, 21. Juni: Eine Rezeption gibt es nicht. Das Anmeldeformular mit Umschlag und Verhaltensregeln liegt bereit. Die linke Seite parkt mit der Schnauze in Richtung Zaun, die rechte Seite in Richtung Ausfahrt. Das Formular wird ausgefüllt und im Umschlag, zusammen mit dem errechneten Platzgeld, in den am Allzweckhaus angebrachten Briefkasten geworfen. Dort sind auch Einzeldusche und Toilette untergebracht (beide gegen Gebühr). Neben dem Haus ist ein kleiner Minigolfplatz versteckt. Die Installationen für Frischwasser sowie Abwasser- und Toilettenentsorgung sind vorm Haus bzw. beim riesigen Hinweisschild im Einfahrtsbereich erreichbar.
Mit Absicht habe ich mich auf die Seite „Schnauze zur Einfahrt“ gestellt weil dort die Plätze ohne Strom angelegt sind. Es wird mal wieder die Photovoltaik-Anlage getestet. Kaffeewasser kochen über Gas und die 230 Volt für mein Apnoe-Schlafgerät über den Wechselrichter. Funktioniert prima. Der Platz ist der ideale Startpunkt für meine Tagestour mit dem roten Renner. Am Ende des Tages habe ich knapp 95 Kilometer, hinter mich gebracht und zahle sehr gerne den Euro für fünf Minuten duschen.
Der Nachmittag offenbart mir dann ein kleines Manko in der Ausrüstung. Wenn sich die Sonne unter die Schattenlinie der Markise senkt hält man es darunter nicht mehr aus. Zum Glück bietet mir die kleine Terrasse am Allzweckhaus den nötigen Schatten. Für die Zukunft werde ich mir eine Lösung mit einem zusätzlichen Sonnensegel überlegen.
Mittwoch, 22. Juni: Der Tag beginnt sehr früh, sogar bevor der Wecker klingelt. Die Abfahrt habe ich bereits gestern Abend vorbereitet. Jetzt ist nur noch das Abwasser und die Toilette dran. An der Entsorgung komm ich ja bei der Ausfahrt vorbei. Natürlich bin ich zu früh und das Tor zum Werkstattgelände ist noch zu. Dann bereite ich mal die heutige Radtour vor. Ein besorgter Mitarbeiter des Nachbarn weist mich darauf hin, dass ich vor seiner Ausfahrt parke. Nachdem er erfährt, dass ich in ein paar Minuten weg bin ist er beruhigt. Wir kommen ins Gespräch, denn er ist verwirrt wie ein Stuttgarter ausgerechnet nach Kranenburg kommt um sein WoMo aufrüsten zu lassen. Meine Erklärung nimmt er kopfschüttelnd zur Kenntnis…
Dann ist es soweit. Pompui steht in der Werkstatt und ich schwinge mich auf meinen roten Renner. Frühstück bei der Bäckerei Derks im Café am Markt. Schon bei der Einfahrt in die Fußgängerzone ist mir eine seltsame Skulptur aufgefallen. Das will ich natürlich genauer untersuchen. Gestärkt mit zwei Tassen Kaffee und zwei Brötchen komme ich der Sache auf die Spur. In Kranenburg sind einige Künstler mit dem Motto „ein Spaziergang durch Kranenburg entlang des Unerwarteten“ unterwegs. Ich bin mit der Kamera dabei.





Im Gegenteil zum letzten Besuch nehme ich mir heute Zeit für die Stadt und werde nicht enttäuscht. Dem Tipp meines Gesprächspartners folgend suche ich die Draisine. Nach drei Runden um die Stadt finde ich endlich die Tourist-Info im Gebäude des alten Bahnhofs. Danach wird es einfach, denn der alte Bahnhof ist auch der Startpunkt für die Grenzland-Draisine. Ich radele neben der Draisine her nach Groesbeek. Dort ist zwar Endstation für die Draisine, aber der Radweg geht über den Bahnhof hinaus. Ganz zufällig finde ich das Freiheitsmuseum, mache eine Pause und orientiere mich neu. Von hier finde ich den Weg durch die Felder zurück nach Groesbeek und damit auch den Radweg entlang der Draisine nach Kranenburg. Zurück bei KleCamp bekomme ich eine ausführliche Einweisung in die Neuerungen. Die Veränderungen an Pompui werde ich später dokumentieren und bei der Fahrzeugbeschreibung hier… einarbeiten. Jetzt geht es auf die erste Testfahrt. Es sind zwei kurze Stopps, die quasi auf dem Weg liegen, eingeplant. Ich schaffe es noch bis zur Raststätte Fernthal dann ist schlafen angesagt.
Donnerstag, 23. Juni: Das Frühstück wird verschoben, denn ich werde den Kaffee in Höchst bei der herzallerliebsten Tante trinken. Die Überraschung ist mehr als gelungen. Es wird ein langes und wortreiches Frühstück… Dann ist Zeit für den nächsten Besuch. Mein Chef aus LKA-Zeiten ist ebenfalls freudig überrascht und wir gönnen uns zwei Gläser Sprudel auf der Terrasse. Mehr geht nicht. Ich will ja heute noch mit Elli nach Rothenburg und er muss nach seiner Mittagspause im Home Office wieder ans Telefon. Der Zeitplan haut einigermaßen hin, ich bin früh genug zu Hause und es geht pünktlich wieder auf die Bahn.
Rothenburg ob der Tauber, vom 23. bis 26. Juni 2022
Wir haben vorgesorgt und eine spätere Ankunft eingeplant. Über E-Mail haben wir alle notwendigen Infos für die erste Nacht bekommen. Die Schranke öffnet automatisch und den zugewiesenen Stellplatz 34 finden wir problemlos. Die Anlage hat eine angenehme Größe und die Anmeldung über Internet ist mehr als berechtigt. Das ist hier wohl ein Geheimtipp, vor allem bei den Nachbarn aus den Niederlanden. Die gelben Kennzeichen sind ziemlich dominant. Das ist für uns ein gutes Zeichen. Tatsächlich wird unser gutes Gefühl in den nächsten Tagen bestätigt. Der Campingplatz „Tauber – Idyll“ ist zu empfehlen.




Donnerstag, 23. Juni: Rothenburg liegt einige Meter über dem Campingplatz. Es ist nicht weit in die Stadt, aber die Höhenmeter haben es in sich. Die Räder bleiben auf dem Heckträger. Die Stadt lässt sich einfacher zu Fuß erkunden. Nach dem mühsamen Aufstieg kühlen wir uns im mittelalterlichen Kriminalmuseum ab. Der am Galgen hängende Käfig hat unsere Neugier geweckt. Das Museum ist sein Geld wert. Sehr ausführliche Darstellung der Begebenheiten in Bezug auf die Gesetzgebung und Strafverfolgung im Mittelalter. Alles untermauert, dokumentiert durch originales Folterwerkzeug und Waffen.
Sonntag, 26. Juni: Die Strecke nach Hause führt an Dinkelsbühl vorbei. Der letzte Besuch ist buchstäblich ins Wasser gefallen und wir wollen es heute bei Sonnenschein nochmal versuchen. An der Hauptstraße werden wir auf den P 5 geleitet, der als Wohnmobilstellplatz ausgewiesen ist. Richtig gute Anlage. Stromsäulen, große Parkflächen und sogar ein Platz zur Entsorgung. Auch Trinkwasser kann man gegen eine geringe Gebühr zapfen. Wir zahlen für drei Stunden drei Euro. 24 Stunden kosten nur sechs Euro.




Der Rundgang in der Innenstadt wird durch einen Spaziergang an der Stadtmauer erweitert. Wir sind begeistert von den gut erhaltenen bzw. restaurierten Fachwerkhäuser und von den Baukünsten der hier nistenden Störche.
Oettingen in Bayern vom 07. Juli bis 10. Juli 2022
Wir ziehen es durch. Anstelle einer großen Sommertour sollen mehrere Wochenendtouren treten. Dabei sind natürlich die Entfernungen für die Auswahl der Ziele ausschlaggebend. Nach Oettingen sind es knapp 150 Kilometer. Die Stadt liegt an der Wörnitz und bietet uns etwas besonderes. Das Wörnitz – Flussfreibad übt eine gewisse Anziehung auf uns aus. Die Entscheidung ist gefallen. Elli macht Freitag frei und wir starten Donnerstag nach der Arbeit.

Der Wohnmobilstellplatz direkt am Ufer der Wörnitz gelegen bietet außer Dusche und Toilette alles was das Camper-Herz begehrt. Den Check In erledigen wir mit der Handy-App „EasyPark“. Strom gibt es über schaltbare Verteiler und eine Frischwasserstation gegen Gebühr ist ebenfalls vorhanden. Die Anleitung ist nicht mehr lesbar weil ein Vollpfosten seine Zigarette auf der Infotafel ausgedrückt hat. Ein anderer Ignorant hat die bereitgestellte braune Tonne für Kompostmüll genutzt um seinen Alu- und Folienabfall loszuwerden. Da kann man nur den Kopf schütteln, da ist jedes Wort zu viel.




Oettingen begeistert uns. Die Flussinsel ist wirklich gut für Freizeitaktivitäten hergerichtet. Das so genannte Flussfreibad bietet ein natürliches Wasserbecken, auf beiden Ufern riesige Liegewiesen und ein neues gut ausgestattetes Verwaltungsgebäude mit Duschen und Toiletten. Ein kleines Kiosk bietet Sitzmöglichkeiten innerhalb und auch außerhalb des Bades an. Zum Kaffee gibt es sogar Käsesahnetorte… Die 18 Bahnen der Minigolfanlage zeigen durch ihr Design an durch welchen ortsansässigen Sponsor sie finanziert worden sind. Dadurch sind interessante Hindernisse entstanden. Den Ball durch die Bahnen des Sparkassen Logos zu spielen ist ganz bestimmt nicht mit einem Versuch zu schaffen. In meiner Spielkarte steht die Zahl „7“ 😦 Vom Minigolf aus kann man in das daneben angelegte Wildgehege schauen und Rehe beobachten, wenn sie sich denn überhaupt zeigen. Wir haben keine gesehen… Im Rathaus finden wir eine Menge Informationen zu den Radwegen in der Umgebung. Die erste Tour brechen wir aber frühzeitig ab, es ist nicht unser Tag was radeln angeht. Irgendwie ist uns das ganze Wochenende nicht nach radeln…




Im kleinen Stadtzentrum sind wir gut aufgehoben. Wir bekommen am ersten Tag in Oettingen unser obligatorisches Gedeck in der Gelateria und am Tag der Abfahrt eine sehr gute Pizza im Ristorante Verdi.
Lindau am Bodensee vom 29. Juli bis 07. August 2022
Das wird in jeder Hinsicht eine etwas andere Tour. Zunächst einmal sind wir wider besseren Wissens in der Ferienzeit unterwegs. Deshalb bekommen wir auch mehrere Absagen auf unsere Reservierungsanfragen. Mit viel Glück mieten wir uns dann in Lindau am Bodensee beim Campingpark Gitzweiler Hof (genannt GITZ) ein. Elli kann Freitag früher Feierabend machen und wir kommen dadurch vor der Rush Hour aus Stuttgart raus. Gut gelaunt geraten wir dann aber vorm Tunnel Widerstall in einen insgesamt 15 Kilometer langes Stopp and Go Desaster. Die Ankunftszeit wird vom NAVI auf 19:30 Uhr geändert und Elli kündigt die verspätete Ankunft per Telefon an. Da die Rezeption bereits um 18:00 Uhr geschlossen wird bereitet man uns eine Willkommenstüte mit allen notwendigen Informationen vor. Der Gitzweiler Hof hat einen zentralen Anlaufpunkt neben der Rezeption, den Elefantenplatz. Der Mittelpunkt des Platzes wurde von einem Stammgast und gutem Freund der Besitzerfamilie entworfen, gegossen und gespendet. Eine gute Stelle für Selfies. Das Maskottchen Fani ist vom Bronzeelefanten abgeleitet und ist jeden Tag in der Animationsshow oder auch im Kinderbad zu bewundern.



Samstag, 30.07.2022: Nach dem Frühstück setzen wir uns auf die Räder und erkunden Lindau. Die erste Infotafel nennt uns das Ziel „Lindau-Insel“ in sechs Kilometer. Tatsächlich fahren wir neben den Autos über die Brücke in die Altstadt Lindaus. Die Räder parken wir vorm Fußgängerbereich und schlendern bis zum Hafen. Der Ausblick erinnert uns an frühere Besuche, aber erst jetzt wird uns bewusst, dass wir auf einer Insel sind.




Sonntag, 31.07.2022: Die Tour wird anders. Das Neun-Euro-Ticket muss genutzt werden. Elli fährt heute wieder nach Stuttgart, denn morgen ist wieder arbeiten angesagt…. Der Pensionär darf bleiben und hat sich drei Radtouren am und um den See vorgenommen. Heute testen wir die Busverbindung nach Lindau und das klappt prima. Die Linie 4 bringt mich pünktlich zur Haltestelle „GITZ“. Das Endspiel bei der Frauen EM 2022 kann ich daher in voller Länge genießen. Während der Übertragung England – Deutschland bereite ich die morgige Radtour vor. Die nächsten Tage mit den einzelnen Radtouren werden auf der „sportlichen Seite“ näher beschrieben.
Freitag, 05.08.2022: Die falsche Verwendung meiner Fahrradschuhe macht sich schmerzhaft bemerkbar. Der Ruhetag am Mittwoch hat zwar geholfen, aber der Donnerstag hat sich wieder negativ auf den Fuß ausgewirkt. Heute bleibt das Rad stehen und nach dem langen Frühstück fahre ich mit dem Bus zum Lindau Center. Einkaufen fürs Wochenende und Elli vom Bahnhof abholen. Heute ist der Zug nur drei Minuten zu spät. Elli ist erkältet und wir ändern den Plan fürs Abendessen. Es gibt vegetarische Pizza Calzone, die kann ich beim Italiener „Pinocchio“ gegenüber der Rezeption abholen. Für den Rest des Abends ist entspannen von der Zugfahrt angesagt.
Samstag, 05.08.2022: Elli soll sich schonen, daher sind die Räder schon auf dem Heckträger. Es geht mit dem Bus bis zur Grenzsiedlung Zech und von dort laufen wir am See entlang nach Österreich, genauer nach Lochau. Im Yachthafen überrascht uns die Alte Fähre mit ihrem außergewöhnlichen Ankerplatz.








Zur Belohnung gönnen wir uns eine Fischplatte für zwei auf der Terrasse der Alten Fähre. Sehr schmackhaft, sehr viel und beim Rückweg viel Strecke um gleich etwas für die Verdauung zu tun. Es gelingt uns rechtzeitig bei Pompui anzukommen um Fernseher sowie SAT-Ei für die Sportschau warmlaufen zu lassen. Elli ist völlig fertig, die Erkältung hat wohl nur für die Dauer unseres Spazierganges Pause gemacht. Die Sportschau sehe ich alleine während Elli gut eingepackt im Bett schläft.
Sonntag, 06.08.2022: In aller Ruhe einpacken und ein Schwatz mit den Nachbarn über Pompui. Die beiden stehen mit ihrem Kastenwagen von Weinsberg zwei Plätze weiter. Sie wollen sich verändern und denken dabei auch an einen Teilintegrierten. Pompui punktet mit seinem Grundriss und dem relativ großen Stauraum im Bettkasten. Während der Heimfahrt meldet sich sich immer wieder mein rechter Fuß. Zwischendrin brauche ich eine Pause um das Blut wieder in Bewegung zu bringen. Zu Hause schnell ausladen und auf die Couch. Elli unter die Decke und ich um die Füße hochzulegen.
Roncade vom 29. September bis 03. Oktober 2022
Donnerstag, 29. September: Nach der Arbeit geht es los und wir schaffen es bis zur Raststätte Edenbergen kurz vor Augsburg. Die Raststätte weckt Erinnerungen aus dem Jahr 2016. Wir stehen sogar auf dem gleichen Parkplatz wie damals. Neugierig? Zur Beschreibung von damals geht es hier lang…. Wir übernachten dieses Mal ohne böse Überraschung und fahren nach dem Frühstück trotz starkem Nebel gut gelaunt weiter. Wie gewohnt bessert sich das Wetter je weiter wir nach Süden kommen. In Roncade werden wir von herrlichem Wetter begrüßt und Dania hat einen tollen Stellplatz für uns.





Auf einer kleinen Radtour kommen wir auch am Castello di Roncade vorbei. Der Garten bzw. der Park überrascht mit einem sehr alten Baumbestand. Wir haben bisher weder die Arten der Bäume noch die Namen der Früchte herausfinden können… Die Nachforschungen haben uns aber auch zum Internetauftritt des Castello di Roncade geführt….





Sonntag, 02. Oktober: Als Abschluss der Verwandtschaftsbesuche wollen wir uns heute mal wieder mit eine Fährfahrt nach Venedig gönnen. Aber es scheint als ob ganz Italien unterwegs ist. Diesen Plan geben wir aber sehr schnell auf weil wir einfach keinen Parkplatz für unseren Dicken finden. Daher fahren wir ohne Zwischenstopp direkt zum Reschensee. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn die Fahrt gestaltet sich zäh und wir kommen ganz knapp vor Büroschluss bei Camping Thöni an. Die Belohnung des Tages holen wir uns bei einem tollen Abendessen in der Pizzeria „bei Katrin“ und dem Verdauungsspaziergang um den Haidersee.




Die nächste Etappe der Heimfahrt soll gemütlicher werden, dazu gehört auch ein Frühstück im Cafe Claudia und ein kurzer Blick auf den Reschensee. Danach den Reschenpass hinunter in Richtung Innsbruck. Eine Verkehrsbehinderung veranlasst unser NAVI die Strecke anzupassen und uns über den Fernpass zu schicken. Das wird wieder ein anstrengendes Besteigen der Serpentinen. Teilweise muss ich das Automatikgetriebe beim Schalten manuell unterstützen. Aber egal wie anstrengend die Fahrt ist die Ausblicke sind eine Wucht…




Während des Aufenthaltes in Merklingen zum Diesel und Essen tanken spüre ich dann die Auswirkungen der „Gipfelbesteigung“. Die Diagnose der Ärztin lautet: „Da hat sich am Rücken was eingeklemmt, aber geht nach ein paar Tagen freiwillig weg“. Tatsächlich ist nach drei Tagen alles wieder in Ordnung.
Wochenende in Wien vom 27. Oktober bis 02. November 2022
Donnerstag kommen wir noch vor dem Feierabendstau raus aus Stuttgart. Das staufreie Glück dauert aber nicht lange und nach knapp 240 Kilometer ist genug. Nach der Abfahrt in Berg bei Neumarkt lassen wir uns zunächst bei Subway einen Teriyaki Chicken Sub schmecken und übernachten auf dem Parkplatz des 24 Fresh – Restaurant. Nach dem Frühstück setzen wir die Fahrt in Richtung Österreich fort. Dabei häufen sich die Staus. Die rechte Spur ist kilometerlang mit LKW zugestellt. Vor den Baustellen ist jedes mal Chaos. Über einen österreichischen Radiosender erfahren wir dann, dass gestern in Österreich wegen eines Feiertages ein LKW-Fahrverbot herrschte. Heute drängeln wohl alle LKW nach Austria rein….
Bei Wohnmobilen über 3,5 Tonnen ist in Österreich eine Mautbox vorgeschrieben. Wegen der Auflastung von Pompui auf 3,85 Tonnen habe ich mir dann die Mautbox von DKV bestellt. Die Mautbox bereitet uns dann auch den einzigen Lichtblick der Fahrt. Sobald wir einige Meter in Österreich fahren wandelt sich das gelbe Blinken in ein grünes Dauerlicht. Laut Bedienungsanleitung sind wir jetzt mit dem österreichischen Abrechnungssystem verbunden. Wir sind erleichtert, denn auf den Kauf der Vignette hatten wir ja verzichtet.




Wie befürchtet ist die Rezeption nicht mehr besetzt. Aber wir können uns einen Stellplatz aussuchen und die Anmeldung auf morgen früh verschieben. Für heute ist eh genug! Schnell noch den Strom anschließen und das SAT-Ei aufs Dach. Zum Abendessen gibt es nicht nur Trauben und Käse sondern auch die erste Folge der neuen Serie „Soko Linz“. Passt irgendwie!
Samstag, 29.10.2022: Vorm Frühstück erfolgt die Anmeldung. Dabei erfahren wir von der Wien-Card und Elli bucht das allumfassende 72 Stunden – Ticket für Busse und Bahnen Wiens. Die 72 Stunden gelten ab 12:00 Uhr und wir stehen ziemlich pünktlich an der Bushaltestelle „Camping Wien West“. Umsteigebahnhof Hüttendorf in die U 4 bis zum Schwedenplatz. Über den Donaukanal und durch den Prater geht es zur Donau, denn dort wollen wir uns die Drehorte der „Soko Wien“ anschauen.




Am Handelskai kommen wir zum Gebäude der Wasserschutzpolizei in dessen Verlängerung auch die Dreharbeiten stattfinden sollen. Tatsächlich kommen uns einige Stellen bekannt vor „Da sitzen sie doch wenn sie an der frischen Luft über den Fall oder Gott und die Welt diskutieren“ Die Hofeinfahrt und den Eingang zum TV-Revier können wir leider nicht identifizieren.




Nur halb zufrieden überqueren wir das Handelskai auf der Reichsbrücke, gehen vorbei an der Franz von Assisi – Kirche und fahren mit der U 1 zum Stephansplatz. In der Innenstadt finden wir nicht nur das Hardrock Cafe sondern auch das erste Bio-Döner-Restaurant Wiens. Nach dem Essen gehen wir shoppen und vorbei an dem einen oder anderen interessanten Motiv wieder zum Campingplatz.




Sonntag, 30.10.2022: Heute Abend haben wir ein Date! Bis dahin wollen wir uns Schönbrunn anschauen. Es ist Sonntag und wir sind Teil einer Völkerwanderung von der U 4 bis zum Haupteingang. Danach verteilt sich die Menschenmenge auf dem weitläufigen Areal. Eigentlich eine gute Voraussetzung für einen gemütlichen Spaziergang. Eigentlich, wenn da nicht die Stiefeletten von Elli wären. Dünne Sohlen und Absätze eignen sich eben nicht zum Schlendern über Schotterwege. Dann eben Planänderung. Zurück zur U-Bahn und durch den Stadtpark in die Innenstadt. Hier können wir die Füße besser schonen….




Vor der Veranstaltung in der Marx Halle belohnen wir uns mit einem sehr schmackhaften Veggie Burger im Irish Pub „The Oak and The Wild Geese Bar“. Nicht nur deswegen wird die Veranstaltung ein voller Erfolg….




Wir dachten am Ende der Veranstaltung würden jede Menge Taxis vor der Halle warten. Weit gefehlt die Füße müssen uns noch bis zur nächsten Bushaltestelle tragen. Das Taxi nehmen wir dann am Bahnhof Hütteldorf, denn der Bus zum Campingplatz fährt um diese Zeit auch nicht mehr.
Montag, 31. Oktober: Heute versuchen wir es nochmal in Schönbrunn. Leider spielt das Wetter schon wieder nicht mit. Das hindert uns aber nicht daran einige vernebelte Aufnahmen zu machen… Zwischendrin lüftet sich auch das Geheimnis der akkurat gepflegten Alleenbäume. Mit einer Vorrichtung der besonderen Art legen die Gärtner auf mehreren Stockwerken Hand an….








Plötzlich stehen wir vorm Tiergarten. Heute ist der letzte Tag für den Zoo und auch für unseren Aufenthalt. Somit gönnen wir uns auch noch diesen Teil von Schönbrunn. Nachfolgend ein paar Aufnahmen vom Außenbereich, von ein paar passenden Zitaten im Affenhaus und im Aquarium laufen wir durch den „gläsernen Tunnel“:










Am Ausgang werden ziemlich große Brezeln mit speziellen Füllungen angeboten. Zum Abendessen probieren wir die Pizza-Variante als Hauptspeise und die mit der Apfelfüllung als Nachspeise. Wir haben zwar Süßes oder Saures besorgt, aber Halloween geht komplett an uns vorbei.
Montag, 01.11.2022: Wir starten ohne Frühstück in Richtung Berchtesgaden. Dort wird die ARD-Reihe „Watzmann ermittelt“ gedreht und wir wollen uns das TV-Revier anschauen. Wir starten ohne Frühstück und holen das unterwegs in Altlengbach im Autobahnrestaurant Landzeit nach. Nicht ganz billig der Laden, aber richtig gut. In Berchtesgaden werden wir sofort fündig. Die Folgen zu „Watzmann“ werden tatsächlich im Polizeirevier Berchtesgaden gedreht. Die Villa Bayer war früher ein so genanntes großbürgerliches Wohnhaus und beherbergt jetzt die Polizeiinspektion.




Als nächstes kümmern wir uns um einen Stellplatz für die Nacht. So nahe wie möglich am Königssee soll es sein und so kommen wir zum Campingplatz Grafenlehen in Schönau. Ganz schnell einrichten und eine Aufnahme von der umliegenden Bergwelt machen bevor wir die erste Erkundung starten. In zwei – drei Minuten sind wir in Schönau und laufen die kleine „Shopping Meile“ zum Anleger der Ausflugsschiffe.




Die Holzbauwerke entlang des Ufers dienen als „Garage“ für die elektrischen Ausflugsschiffe. Wir spazieren am Ufer lang zum Stauwehr der Königsseer Ache und laufen auf der anderen Seite weiter bis zur Seeklause. Da uns die Speisekarte nicht zusagt machen wir kehrt. In der Nachbarschaft steht auch die berühmte Eisarena. Bereits auf dem Hinweg ist uns ein besonderes Restaurant aufgefallen. Die komplette Speisekarte gibt es auch „To Go“. Wir legen uns ganz schnell fest, heute Abend gibt es für jeden Kässpätzle und zum Nachtisch Kaiserschmarrn.




Es ist wirklich ein Fehler mit Hunger einkaufen zu gehen. Die Augen waren wieder einmal größer als der Magen. Wir liegen „babbsatt“ mit dicken Bäuchen im Schneckenhaus.
Dienstag, 02.11.2022: Die bestellten Brötchen holen an der Rezeption aber das Frühstück entfällt weil wir noch satt sind vom „To Go – Abendessen“. Danach folgt die Mutprobe, die Fahrt mit dem E-Schiff zur St. Bartholmä Kapelle. Alles halb so schlimm, der See liegt bewegungslos vor uns und die Schiffsführer haben es nicht eilig. Sie machen sogar eine Pause um mit einem Trompetenspiel das Echo an der gegenüberliegenden Felswand zu demonstrieren. Ohne negative gesundheitliche Auswirkung legen wir an. Die lange Heimfahrt im Hinterkopf wird es nur eine kleine Runde auf der Halbinsel. Es wird dunkel auf der Fahrt und die Sonne verabschiedet sich überaus sehenswert….








Wuppertal und Bochum vom 28. Dezember bis 01. Januar 2023
Mittwoch, 28. Dezember: Wir haben Tickets zur Silvester-Vorstellung des Starlight Express zu Weihnachten geschenkt. Das schreit natürlich nach einer Jahreswechsel – Tour. Nach Weihnachten und drei Tagen Homeoffice gehen wir auf Tour.
Der Glücksbringer vom Weihnachtsmann wird uns ab jetzt auf den Fahrten im Schneckenhaus begleiten und der Schildkröte unterm Dach Gesellschaft leisten…. Der „Tour Plan“ beinhaltet einen Abstecher nach Wuppertal. Eine Fahrt mit der Schwebebahn ist dabei Pflicht! Die erste Etappe endet allerdings bereits nach knapp 280 Kilometer auf der Raststätte Montabaur. Der harte Homeoffice-Tag fordert seinen Tribut und eine frühe Übernachtung.
Donnerstag, 29. Dezember: So gut wie hier haben wir noch nie auf einer Raststätte geschlafen. Das Gebäude schluckt einen großen Teil des Verkehrslärm und aufgrund des etwas abgesetzten Parkplatzes sind die LKW ebenfalls ungewöhnlich leise. Dafür gehen wir auch zum Frühstück in die Raststätte. Bis Wuppertal ist es jetzt nicht mehr weit. Als Ziel wird zunächst die WohnmobilOase angefahren. Grundsätzlich eine gute Möglichkeit für eine Nacht, aber drei Nächte ohne Sanitäre Anlagen wollen wir uns nicht antun. Der Versuch bei Alpaca Camping in der Nähe bringt das gleiche Ergebnis. Also dann doch ein paar Kilometer aus der Stadt raus zum Ennepetal Camping.
Mit dem Wetter werden wir das ganze Wochenende nicht einig. Trübe, regnerisch und starke Windböen machen das Verweilen in beheizten Räumen erstrebenswert. Aber wir finden immer mal ne Lücke um uns ein wenig umzusehen. Zunächst eine Runde um den Campingplatz. Der Glücksbringer ist zwar dabei, aber den richtigen Weg zur Heilenbecker Talsperre haben wir trotzdem nicht gefunden. Liegt vermutlich am Wetter. Ab sofort bleibt das Schweinderl im Schneckenhaus…. Der Wind arbeitet sich ziemlich an Pompui ab. Das WoMo bleibt zwar standhaft aber das mit dem Sat-Ei auf dem Dach lassen wir lieber sein. Kleiner Nachteil der mobilen Ausrichtung.






Freitag, 30. Dezember: Entgegen unserer Gewohnheiten wird Pompui als Transportmittel genutzt. Die Klappräder stehen zwar auf dem Heckträger bereit, aber für die knapp 18 Kilometer einfache Strecke ist heute kein Wetter. An der Rezeption liegt eine Beschreibung wie man zur Endstation der Schwebebahn in Oberbarmen gelangt. Im nahe gelegenen Industriegebiet finden wir eine große kostenlose Parkfläche und verstecken Pompui zwischen zwei Brummis. Kurze Orientierung, am Automaten gibt es die 24-Stunden-Fahrkarte und zwei, drei Stockwerke darüber fährt die Bahn ab…. Im Erdgeschoß der Station stärken wir uns mit Cappuccino und Bagel und werden sehr gut bedient. Von der netten Dame lernen wir auch, dass man hier nicht „ein gutes neues Jahr“ sondern „einen guten Übergang“ wünscht. Zusätzlich haben wir auch eine tolle Sicht auf die über uns ein- und ausfahrenden Schwebebahnen.








Da wir ja das 24 Stunden Ticket haben fahren zunächst von Endstation zu Endstation. In Vohwinkel steigen wir aus, schauen uns an wie unsere leere Bahn den Kreisverkehr nutzt und dann gegenüber die Fahrgäste für die Rückfahrt einsteigen. Auf der Rückfahrt wird am Hauptbahnhof ausgestiegen. Vorm Gebäude fällt uns sofort das Ortsschild auf und die Loriot kommt in den Sinn. Der Ortsteil heißt nämlich: Wuppertal – Elberfeld. Hier hätte es tatsächlich Möglichkeiten gegeben eine Herren-Butike zu eröffnen…




Dann reicht es mit dem Bummel durch die verregnete Stadt. Die beste Entscheidung des Tages: Die Räder auf dem Heckträger zu lassen.
Samstag, 31. Dezember: Man kann es nicht glauben, aber der Campingplatz ist laut Aussage der Betreiberin für den Jahreswechsel ausgebucht. Ohne trödeln und schuldhafter Verzögerung sind wir dann auch relativ früh unterwegs und haben uns bereist um 12:00 Uhr am Parkplatz eingebucht. Mit der Easypark-App und den darin gespeicherten Daten öffnet die Schranke beim Anblick des Kennzeichens automatisch. Die App meldet den Standort weiter und die Abbuchung der Parkgebühren wird angekündigt. Ein riesiger, leerer Parkplatz ist immer ein Problem. Wo stellen wir uns hin? Nach zwei Fehlversuchen steht Pompui quer zur Schräge und benötigt daher keinen Auffahrkeil…
Die Vorstellung beginnt um 17:00 Uhr da bleibt genug Zeit für einen Rundgang. Es sind nur 3 Minuten Fußweg bis zum Eingangsbereich der Starlight Halle.




Vorbei am Ruhrstadion und dem Planetarium kommen wir in die Innenstadt. Beim Rückweg variieren wir die Strecke bis wir wieder zum Ruhrstadion kommen und fünf Minuten später beginnen die Vorbereitungen für einen tollen Abend.








Die menschlichen Personen -und Güterzüge sind schon seit 1988 in Bochum unterwegs zeigen aber keinerlei Abnutzungserscheinungen. Die Atmosphäre im Theater, das Tempo der Vorstellung und die Leistung der Künstler auf den Rollschuhbahnen ist atemberaubend. Das kann man nicht beschreiben da muss dabei sein. Es gilt das Motto: Mittendrin statt nur dabei.




Das Dinner zu Silvester muss ausfallen. Alle Restaurants in der Nähe sind heute geschlossen. Unser Mini – Geschirr fürs Käsefondue und Raclette zaubert mit der Hitze von Teelichtern eine gemütliche, schmackhafte Alternative. Den Böllerwahnsinn hört man sehr gedämpft aus der Ferne. Da sind wir ganz froh drum.
Happy New Year
Sonntag, 01. Januar 2023: Unser digitales Parkticket gilt bis 12:00 Uhr, aber das nutzen wir nicht aus. Es liegen ja noch knapp 450 Kilometer vor uns und man weiß ja nie wer da noch unterwegs ist an Neujahr… Die Rückfahrt wird entgegen der bisherigen Erfahrungen richtig entspannt und verläuft ohne Störungen.
Elli muss morgen wieder ins Büro und dadurch sind wir wohl etwas außerhalb des Reiseverkehrs unterwegs.

Saisonende

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