Unser Schneckenhaus

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Pompui – 5

Shopping in Wertheim vom 10. bis 12. Februar 2023

Wertheim City ist nicht allzu weit und der Stellplatz an der linken Tauber Straße ist in den Wintermonaten kostenlos. Freitag nach der Arbeit geht es los. Zur Ankunft in Wertheim ist es bereits stockdunkel und das unterstützt nicht wirklich bei der Stellplatzsuche. Wir stellen uns einfach in die Nähe der wenigen Pkw. Für das Abendessen ist nichts vorbereitet, denn es ist ein kleiner Spaziergang und ein Essen in der Altstadt eingeplant. Ein Hinweis in einer Seitengasse führt uns zur „Burgermeisterei“. Die Speisekarte ist wie ein Wahlschein gestaltet. Die Burger und Zutaten dazu sind in einer Liste untereinander aufgeführt und können im Kästchen davor gewählt werden. Die Wahl ist natürlich nicht geheim, denn der Koch muss ja wissen was gekocht werden soll. Das Wählen macht Spaß und wir erfahren sehr schnell welche Wirkung unsere Kreuze auf den Gaumen haben. Lustige Idee und unsere Jamaica-Koalition schmeckt prima. Das gute Essen und der Spaziergang zurück zum Stellplatz ergeben einen gelungenen Abschluss des Tages.

Samstag, 11. Februar: Bei Tageslicht nochmal ein Spaziergang durch die Altstadt. Wir finden die „Burgermeisterei“ wieder und dokumentieren auch die große Freiheit auf dem Stellplatz bevor es dann zum Einkauf geht.



Wertheim City ist ein als Dorf angelegtes Outlet und hat viel zu bieten. Das wollen sich auch andere Paare und Familien nicht entgehen lassen. Voller Tatendrang gestartet lässt die Motivation ziemlich schnell nach. Nach einer Enttäuschung über den mageren Service in der L’Osteria gehen wir tatsächlich nochmal in das „Kunstdorf“ zurück und bestellen uns im „La Piazza“ eine Pizza und Gnocchi. Auf der Rückfahrt besorgen wir uns im Kaufland noch drei fünf-Liter Kanister Trinkwasser, denn heute früh hat der klägliche Rest gerade noch fürs Zähne putzen gereicht. Dazu noch ein paar Lebensmittel, denn heute Abend bleiben wir im gut gewärmten Schneckenhaus.

Sonntag, 12. Februar: Heute werden wir nochmals aktiv, schlendern durch die Altstadt und erklimmen die Treppen zur Burg. Die Räder sind auf dem Träger geblieben. Das Wetter hat einfach nicht gepasst. Aber wir kommen wieder und testen den Stellplatz auf der anderen Mainseite in Kreuzwertheim. Der ist neu angelegt und hat sogar ein kleines Service-Häuschen.



Kirchzarten vom 16. bis 19. Februar 2023



Elli kann den Freitag frei schaufeln und wir machen uns Donnerstag nach der Arbeit auf den Weg. Wegen dem Erlebnis mit dem Frostschutzventil in Wertheim bleibt der Tank während der Fahrt nach Kirchzarten leer. Für die erste Nacht haben wir noch zwei fünf Liter Kanister ins Bad gestellt. Dieses Mal tanken wir erst auf dem Campingplatz wenn Pompui aufgeheizt ist. Der Platz beim Camping Kirchzarten ist reserviert und die Anreise kann bis 22:30 Uhr erfolgen. Daher gibt es genug Zeit unterwegs noch einen Stopp für Besorgungen einzuplanen. Das NAVI lotst uns zum Scheck-In Center in Achern. Es wird zwar ziemlich spät, aber das ist kein Problem, bevor die Schranke schließt steht Pompui auf dem Platz mit der Nummer 151.

Freitag, 17. Februar: Da unsere Daten bereits per Mail übermittelt wurden und die Rechnung bereits mit VISA bezahlt war ging die Anmeldung schnell. Dafür haben wir jetzt die Gästekarte und den Hinweis auf eine Zapfstelle fürs Trinkwasser. Noch vorm Frühstück sind vier Kannen Wasser im Tank und das ganz ohne Probleme mit dem Frostschutzventil….



Heute werden die Räder endlich mal wieder benutzt. Es wird eine gemütliche Tour nach Freiburg. Am Münster ist Markt und der Münsterplatz ist ziemlich bevölkert. Wir stellen die Räder ab und schlendern auf bekannten Pfaden durch die Altstadt. Dabei fällt die Schaufenster-Deko eines Barbershops ganz besonders aus. Es gibt noch einige alt bekannte Örtlichkeiten so zum Beispiel die Kneipe „Schlappen“. Dort habe ich bereits 1984 während einer Fortbildung mit den Kollegen Kaffee getrunken. Wir essen in Marias Bar. Verzichten aber auf ein Gedeck als Nachtisch, denn der Eissalon unseres Vertrauens hat nur noch Sitzplätze draußen frei. Das ist uns dann doch zu kalt. Wir wärmen uns lieber mit einer Tasse Kaffee auf und setzen uns für den Rückweg wieder auf die Räder.



Der Spaziergang durch Freiburg und die damit verbundene Radtour zur Hin- und Rückfahrt zeigen Wirkung. Erholung im Schneckenhaus ist angesagt. Wir überwinden den Schweinehund aber doch noch für einen Spaziergang zur Erkundung des Campingplatzes und der näheren Umgebung.

Samstag, 18. Februar: Gestern hat der kurze Spaziergang die Neugierde auf mehr von Kirchzarten gemacht. Überall sieht man, dass die Vorbereitungen für den Narrenumzug in den letzten Zügen liegen. Sogar ein riesiger LKW zwängt sich in die Enge Fußgängerzone. Eigentlich sieht er wie ein Milchtransporter mit auffälliger Airbrush-Lackierung aus. Dann wird aber die Seitenwand hochgeklappt und es entsteht eine Art Western Saloon.



Für den Nachmittags Kaffee besorgen wir uns was Süßes und setzen uns in die Sonne neben Pompui. Der Cobb Grill steht schon bereit, denn heute Abend wird die Grillsaison eröffnet. Das grüne Ding auf dem Tisch ist unsere neueste Erwerbung. Eine Kaffeemaschine mit Akku-Betrieb. Wir testen den kleinen Dauerfilter mit Kaffeepulver und sind nicht begeistert. Die Entscheidung fällt auf Kaffeepads. Die Bedienung ist einfacher und sauberer. Der erfolgreichen Kaffeezeit folgt die schmackhafte Grillzeit und danach eine Fresskoma – Zeit im Schneckenhaus.


Sonntag, 18. Februar: Nach dem Frühstück ist Abfahrt. Wie es meine Art ist meide ich die gleiche Strecke auf der Rückfahrt zu nehmen. Daher fahren wir über Villingen Schwenningen. In Weilimdorf ist es dann endlich soweit. Elli will auch mal den Dicken fahren. Der Metro-Parkplatz wäre ideal zum Üben, ist aber abgesperrt. Nach einer Runde im Industriegebiet probieren wir es nochmal mit dem Parkplatz beim Lidl in Zuffenhausen und trainieren einparken. Das klappt gut, der Anfang ist gemacht!



Ostern in Bad Dürkheim vom 31. März bis 10. April 2023:



Freitag, 31. März: Wir kommen wider Erwarten früh weg und haben dadurch eine angenehme Fahrt zum Knaus Campingpark in Bad Dürkheim. Das Wetter ist wechselhaft. Sonne, Wolken und der eine oder andere kurze Regenschauer irgendwie normal für den Monat April. Am Campingplatz werden wir mit der Frage: „Hoffentlich haben sie ihre Tauchausrüstung dabei?“ empfangen. Offensichtlich hat es die letzten Tage wirklich andauernd geregnet und manche Stellplätze sind überflutet. Etwas irritiert fahren wir zu unserem Platz. Na ja es ist eher eine Platzsuche. Unsere Nummer steht tatsächlich komplett unter Wasser. Wir können dann zum Glück noch einen anderen Platz wählen. Der ist zwar etwas teurer aber dafür steht weniger Wasser drauf. Trotzdem bekomme ich beim Einrichten und Wasser holen nasse Füße.



Samstag, 01. April: Das Wetter ist nicht wirklich auf unserer Seite. Für die Räder ist es uns zu kalt und regnerisch. Wir packen uns warm ein und spazieren die wenigen Kilometer nach Bad Dürkheim. Bei unserem letzten Besuch haben wir wohl nicht richtig hingeschaut, denn die Innenstadt ist uns damals komplett entgangen. Lediglich die Saline ist uns bekannt, da uns die damalige Radtour daran vorbei führte. Heute lassen wir uns mehr Zeit und erkunden die Stadt.



Sonntag, 02. April: Elli fährt heute wieder nach Stuttgart zurück, eine muss ja das Geld verdienen. Ich verprasse es dann lieber bei den geplanten Solo – Radtouren in den nächsten Tagen. Wir fahren mit dem Expresszug nach Mannheim und wollen uns ein Gedeck beim Erfinder des Spaghetti Eis gönnen. Es regnet, nein es schüttet, mal wieder! Das zwingt uns einige Runden im Bahnhofsgebäude zu drehen. Das machen etliche andere Reisende auch. Die Läden im Bahnhof sind überfüllt, keine Möglichkeit sich zu setzen und bei einem Kaffee gemütlich den Regen abzuwarten. Es klappt dann aber doch mit dem Spaziergang in die Innenstadt und der Suche nach dem Eissalon Fontanella. Die Adresse „O 4,5“ klingt zwar komisch ist aber nach kurzer Eingewöhnung recht einfach zu finden. Aber dann! Der Laden hat zu! Dann hat er halt Pech der Herr Fontanella, wir kriegen auch woanders ein Gedeck. Soweit kommen wir nicht, mir wird plötzlich schwindlig, fange an zu schwitzen und fühle mich richtig schwach. Hungerast beim Spaziergang! Das ist ja sowas von peinlich…. Wir ändern den Plan und gehen zu Pizza Hut. Das hilft wirklich und nach dem Essen ist auch das Wetter besser.



Es geht zurück zum Bahnhof und da trennen sich unsere Wege. Elli geht in den Bahnhof und wartet auf ihren ICE nach Stuttgart. Ich warte noch knapp fünf Minuten vorm Bahnhof auf meinen Expresszug nach Bad Dürkheim. Es klappt alles prima, so macht Zug fahren Spaß…. Die nächsten Tage stehen im Zeichen des Radtrainings und werden auf der „sportlichen Seite“ beschrieben.

Donnerstag, 06. April: Heute ist Pause angesagt. Es gibt wieder Brötchen vom Lieferdienst. Elli kommt gegen 15:00 Uhr in Bad Dürkheim an. Ich mache vorher noch ein paar Besorgungen und gehe gegen 12:30 Uhr los. Das klappt alles prima und trotz einer kleinen Verspätung des ICE, der Lokführer wurde vermisst, hat Elli den Expresszug nach Bad Dürkheim erreicht. Wir treffen uns an der Haltestelle Bad Dürkheim – Ost. Heute Abend bleibt die Küche kalt, wir probieren das Gasthaus Almensee in der Nachbarschaft. Kurz die Sachen in Pompui verstauen und dann sind es nur ein paar Meter von der Rezeption des Platzes zum Eingang des Gasthauses. Es gibt gerollte Pizza und einen Salat als Vorspeise. Gute Wahl! Den Abend verbringen wir wieder in Schneckenhaus, sobald die Sonne weg ist wird es draußen ungemütlich.

Karfreitag, 07. April: Ostern beginnt kalt und grau. Der Lieferservice funktioniert trotzdem und wie gehabt gibt es ein ausgedehntes Frühstück. Wir trauen uns aber dann doch mal raus und inspizieren den Campingplatz von innen und außen. Die Dauercamper haben ihren eigenen Bereich. Rechts des Fahrweges sind die Stellplätze für die Kurzurlauber und links des Weges sind die Dauercamper untergebracht. Vorbei am See und der Erlebnis-Container-Ecke gehen wir zur Old-River-Ranch. Die Tiere sind fotogen, genauso wie die abgestellten Fahrzeuge. Von hier kommen wir über einen Schleichweg ans Ende der Start-/Landebahn des Flugplatzes. Dadurch glückt auch ein schöner Schnappschuss eines gelandeten Sportfliegers. Der Kreis schließt sich an der Zufahrt zum Campingplatz auf der die Neuankömmlinge auf den Check Inn warten. Ostern eben!



Samstag, 08. April: Den Versuch am Sonntag wollen wir noch einmal wagen. Heute ist Samstag da sollte Eis Fontanella eigentlich geöffnet sein. Dieses Mal nehmen wir die Räder. Von Sonntag wissen wir ja noch wo wir hin müssen, die komischen Straßennamen sind kein Rätsel mehr. Die Hinfahrt ist ganz angenehm, sogar die Sonne zeigt sich dauerhaft. Wir haben Glück, der Laden ist offen und gut besucht. Ein gutes Zeichen für die Qualität der angebotenen Eiskreationen. Unser Gedeck, also das Original-Spaghetti-Eis mit Latte Macchiato, schmeckt wirklich gut, aber ich denke die Nachahmer haben es inzwischen genauso drauf. Lange halten wir uns nicht auf, denn es wird schon wieder kühl. Der Heimweg führt über die gleichen Pfade. Die Fotos sind eher zufällig entstanden. Wir haben ja am verregneten Sonntag schon genug fotografiert. Nur einmal das Rad vorm Schloss und zweimal den Osterhasen auf dem Motorrad. Wieder zurück in Bad Dürkheim besorgen wir uns noch Grillgut für heute und morgen, denn wir wollen unserer Mini-Grill von WMF endlich mal wieder nutzen.



Komoot meldet uns, dass wir immerhin 53 Kilometer gefahren sind. Da schmeckt der gegrillte Lachs doch doppelt gut. Abends während der Sportschau bekomme ich ganz plötzlich Rücken und kann mich kaum noch bewegen. Wärmepflaster und Sportsalbe lindern ein wenig, aber die Nacht wird nicht angenehm.

Ostersonntag, 09. April: Der Rücken schmerzt immer noch. Da lassen wir die Räder lieber stehen und spazieren nach dem Frühstück ganz gemütlich in Richtung römische Villa. Die Hinweisschilder rund um den Campingplatz haben uns neugierig gemacht und wir wurden nicht enttäuscht. Endlich können wir unseren Nachmittags Kaffee vor Pompui einnehmen. Das aufblasbare Sofa ist richtig gut angekommen bei den Camper-Nachbarn.



Ostermontag, 10. April: Reisetag! Das letzte Mal nutzen wir den Lieferservice für das Frühstück in der Sonne und auf der Couch. Dann die Räder auf den Heckträger, Luft raus aus dem Sofa, Teppich in die Kiste packen und zusammen mit den restlichen Möbeln unterm Bettkasten verstauen.



Tour zum Hochzeitstags vom 27. April bis 03. Mai 2023



Donnerstag, 27. April: Es geht gleich nach der Arbeit los. Die Vorbereitungen den Tag über halten sich in Grenzen. Auch das Wasser wird nur für die erste Übernachtung eingefüllt. Ansonsten liegt alles bereit und muss nur in den Oberschränken verstaut werden. Wir schaffen es bis zur Raststätte Rhön und übernachten dort. Premiere! Zum ersten Mal nutzen wir nicht das Angebot vor Ort sondern bleiben für Abendessen und Frühstück im Schneckenhaus. Danach geht es weiter bis Göttingen. Wir müssen tanken und finden direkt an der Autobahn den Kauf Park. Tanken, zweites Frühstück und Tchibo-Prozente halten uns ein wenig länger auf als geplant.

Nicht schlimm, denn die Einfahrt zum Campingplatz ist eh erst ab 15.00 Uhr möglich. Leichte Probleme mit der Orientierung, denn der Platz liegt versteckt am hinteren Ende des Parkplatzes eines großen schwedischen ….. also hinter der IKEA eben. Das große Einrichten entfällt zunächst. Es ist mal wieder typisches Hamburg-Wetter.

Wie schon mehrfach bemerkt werden wir vom Knaus Campingpark nicht enttäuscht. Zwei zentrale Gebäude mit allem was der Camper so benötigt. Bei der Einfahrt können wir uns mit Wasser versorgen und der Stromkasten ist auch gut erreichbar. Die Reservierung per E-Mail hat funktioniert. Nur das Kennzeichen im Computer eingeben, damit uns die Kamera an der Einfahrt erkennt und die Schranke öffnet.

Ach ja 24 Stunden Hotspot-Nutzung kostet vier Euro.

Samstag, 29. April: In der Nacht hat es wieder kräftig aufs Dach getrommelt und der Platz ist voller Pfützen. Die Nähe an IKEA hat natürlich auch was positives, denn dort können wir in den Bus zur U-Bahn-Station Niendorf einsteigen. Die U 2 bringt uns zum Jungfernstieg. Treppe hoch und wir sind mitten im Leben an der Binnenalster. Hier klappt es dann auch mit der Sonne. Einige Ecken weiter kommen wir in die Hohe Bleiche und lassen uns von der Farbenpracht anlocken. Es wird teuer, denn die Bäume spenden Schatten für eine dreigeteilte Boutique und Elli wird tatsächlich fündig….



Die Einkaufstüten deponieren wir im Laden und gehen auf die Suche nach einer Eisdiele. Dort serviert man uns das erste Gedeck der Tour. Den etwas besonderen Coffee – Shop entdecken wir in einer Einkaufspassage, fragt aber nicht wo…



Der Campingplatz hat auch viel Sonne abbekommen, aber der Untergrund ist immer noch feucht und die Pfützen sind auch noch nicht alle weg. Sobald die Sonne hinter den Bäumen verschwindet wird es auch empfindlich kühl und wir ziehen uns lieber ins beheizte Schneckenhaus zurück…

Sonntag, 30. April: Die Nacht ist ruhig und wird länger als gewohnt. Kein Trommler auf dem Dach bedeutet, es ist kein Wasser hinzu gekommen und die Pfützen sind auch fast weg. Pompui steht voll in der Morgensonne und das gibt uns die Gelegenheit zum Frühstück im Freien. Zeit die Matte auszulegen, den Tisch aufzustellen und das Sofa aufzupumpen. Das Frühstück macht durch das Sofa doppelt Spaß. Zum einen wegen der bequemen Sitzposition und zum Zweiten wegen der verwirrten Blicke der anderen Camper… Das Wetter macht richtig Laune und wir holen die Räder vom Heckträger. Es schließt sich eine Tour bis nach Blankenese an. Zur Belohnung gönnen wir uns auf der Terrasse des „Strandhof“ ein sehr gutes Mittagsmahl mit schmackhaftem Fisch.



Montag, 01. Mai: -Tag der Arbeit- Reisetag nach Bremen. Wir testen den nächsten Knaus Campingpark am Oyter See. Zunächst noch ein gemütliches Frühstück und ein Sonnenbad auf dem Sofa. Es sind nur knapp 100 Kilometer, da können wir uns wirklich Zeit lassen. Das NAVI wird durch Baustellenumleitungen und Sperrung von Autobahnauffahrten stark gefordert. Ganz zu schweigen von meiner Geduld… Ich beruhige mich aber mit der Erkenntnis, dass wir eh erst um 15:00 Uhr auf den Platz dürfen. Während wir warten erkunden wir die Gegend. Der Platz liegt direkt am Oyter See und ist sehr offen angelegt. Wir laufen am Ufer entlang und kommen zum „WakeGarden“ mit seiner Wakeboard und Wasserski-Anlage. Dort kann man sich schön bei einem Kaffee auf die Terrasse setzen und den Aktivitäten zuschauen.



Pünktlich 15:00 Uhr öffnet die Rezeption. Sehr netter Empfang und sogar die ACSI-Clubkarte wird anerkannt… Freie Platzwahl und „Kaiserwetter“ was will man mehr? Das Sofa vorm WoMo kommt wieder sehr gut an. Ein Nachbar lässt sich nicht zweimal bitten und macht eine Sitzprobe. Auf Fritz Berger online will er sich mal schlau machen… Vorm Essen schauen wir uns Oyten an. Eigentlich suchen wir eine Eisdiele finden aber nur Wohnhäuser. Oyten ist wohl eine reine Schlafstadt. Endlich können wir mal wieder unseren Cobb Grill auspacken und das Abendessen findet tatsächlich unter der Markise statt. Am Stellplatz herrscht freier Blick gen Süden und so können wir das SAT-Ei aktivieren. Abends wird es kühl und in der Nacht brummt sogar die Heizung. Aus Vorsicht haben wir diese auf 13 Grad Innenraumtemperatur eingestellt.

Dienstag, 02. Mai: -unser eigener Feiertag- Vor zehn Jahre haben wir in Bremen geheiratet und nebenbei ist da auch noch mein 63ter Geburtstag. Nach der Geburtstagsüberraschung gehen wir auf Nostalgietour. In Oyten steigen wir in den Bus zum Bremer Hauptbahnhof. Wie vor zehn Jahren spazieren wir ins Schnoor Viertel. Wie vor zehn Jahren gibt es immer noch das Restaurant „Beck´s in´n Schnoor“. Der Gastraum hat sich nicht verändert und die Hochzeitssuppe steht immer noch auf der Speisekarte. Suppe, Fisch und Espresso passen perfekt zum Tag und wir schlendern, wie vor zehn Jahren, durch die Stadt. Ein Selfie mit den modernen Stadtmusikanten, bei den Originalen ist zu viel Andrang…. Zum Abschluss tatsächlich etwas Neues! Wir finden einen richtig tollen Eissalon… Hier gibt es das beste Spaghetti-Eis seit Jahren. Dann wieder zum Bus und zurück nach Oyten.



Insgesamt ein wirklich gelungener Tag. Wir freuen uns auf eine Wiederholung in zehn Jahren.


Mittwoch, 03. Mai: -Reisetag- Frühstück am Platz fällt aus, denn wir haben noch knapp 700 Kilometer vor uns. Erster Halt zum Frühstück bei Hannover. Zweiter Halt in Fulda zum Tanken. Wir kommen sehr gut voran. Kein Stau, keinerlei Stress auf der Autobahn. Allerdings haben wir nicht an den Schichtwechsel bei Porsche, an das Frühlingsfest und den DFB-Pokal gedacht. Offensichtlich treffen sich alle Interessierten in Zuffenhausen…. Irgendwie bin ich heute nicht gut auf Porsche zu sprechen….

Sobald wir den Kreisverkehr vorm Porsche – Museum hinter uns haben geht es wieder „normal“ weiter. Kurz nach 18:00 Uhr steht Pompui wieder auf seinem Platz vorm Küchenfenster.

Für die Fußballer im wilden Süden sind die letzten Tage nicht erfolgreich gelaufen. Gestern hat Freiburg sein Heimspiel gegen Leipzig und heute der VFB sein Heimspiel gegen Frankfurt in den Sand gesetzt….



Überraschung auf dem Campingplatz – vom 17. bis 21. Mai 2023



Es kommt zu einem „Familientreffen“ mit Jennifer und ihren Freunden. Erik hatte Geburtstag und als Geschenk wird er von der Mannschaft zu einem verlängerten Wochenende ins Leintal eingeladen. Hier treffen wir uns tatsächlich das erste Mal mit unseren Wohnmobilen. Erik hat sich mit mir im Jahr 2018 durch die Hallen des Düsseldorfer Caravan Salon gekämpft und ist nach reiflicher Überlegung jetzt auch ein Womosapien. Jennifer hat vermutlich von mir das Reisefieber geerbt und sich zusammen mit Tim auch einen Teilintegrierten zugelegt. Später kommen dann noch Daniel und Tim hinzu, die sehr routiniert, gelassen und ohne Streit das große Zelt aufstellen. Das habe ich schon ganz anders erlebt….



Zunächst ist natürlich die Besichtigung der jeweiligen fahrbaren Unterkünfte angesagt. Jeder hat für sich das Optimale versucht und es scheint auch tatsächlich gelungen zu sein. Von Jennifer lernen wir wie man mit dem Magnet-System Silwy umgehen kann. Das Wochenende besteht in der Hauptsache aus „grillen, schwätzen, lachen und spielen“.

Zwischendrin sind wir auch mit dem Rad unterwegs. Zunächst eine ziemlich anspruchsvolle Tour mit dem Zwischenziel „Schloss Stocksberg“. Das hatten wir auf der Herfahrt gesehen und wollen es uns genauer anschauen. Die Anstrengung wird leider nicht wirklich belohnt. Das Anwesen ist komplett abgeriegelt. Es gibt nur wenige Einblicke durch den Zaun. Man will wohl nicht gestört werden. Später erfahren wir, dass man sich Tickets online bestellen muss. Vom 23. – 25. Juni kann man dann „stilvoll shoppen und entspannt flanieren“ klingt für mich irgendwie nach Gesichtskontrolle und „Du darfst hier net rein“. Etwas enttäuscht machen wir uns dann auf den Rückweg.



Nach der Dusche wird wieder gegrillt und gespielt. Nach den etwas frustrierenden Runden „RummyCup“ vom ersten Spieleabend hat mich das nächste Spiel wirklich überzeugt. „Hitster“ ein Musikquiz mit Karten und Hörbeispielen, die über eine App aus Spotify geladen werden. Dieses Spiel hat allen Spaß gemacht und am nächsten Abend gibt es die Wiederholung. Zuvor starten wir eine Radtour in die andere Richtung. Wir fahren zu den Seen in der Umgebung. Zunächst der Katzenbachsee See und danach zur Ehmetsklinge. Die Tour wird gemütlicher und positiver, denn die Ziele sind frei zugänglich und es gibt sogar ein Eis zur Belohnung…



Vor der Abfahrt noch eine Runde auf dem Platz drehen und einige der tollen Behausungen fotografieren. Bei der Verabschiedung sind wir einer Meinung, dass kann man ruhig nochmal machen. Damit ist das gemeinsame Wochenende gemeint und auch ein weiterer Aufenthalt auf diesem tollen Campingplatz ist nicht auszuschließen.





Schwedentour vom 07. Juni bis 15. Juli 2023



Es hat tatsächlich geklappt. Elli hat fünf Wochen Urlaub am Stück und zusätzlich den anschließenden Brückentag genehmigt bekommen. Das wird ein richtig langes Unternehmen….

Mittwoch, 07. Juli: Während Elli noch bei der Arbeit ist wird gepackt. Für den Heckträger sind zwei flache Unterbettboxen umfunktioniert worden. Darin ist jetzt der größte Teil unserer Outdoor Ausrüstung verstaut. Als Hülle habe ich die Dachgepäckträger – Tasche, ein Überbleibsel der Ära Pössl, umfunktioniert. Wir erwarten wechselhaftes Wetter und daher sind auch die Räder eingehüllt. Abfahrt ist dann gegen 17:00 Uhr. Passt mal wieder wie Faust aufs Auge, denn rund um Stuttgart ist Stau. Insgesamt ist ordentlich Betrieb auf der Straße und es geht recht langsam voran. Die Wirkung von Mittagsschlaf und der Zwischenstopp zum Abendessen am Gramschatzer Wald halten nicht lange an. Wir müssen an der Raststätte Großenmoor übernachten.

Donnerstag, 08. Juni: Ohne Frühstück geht es weiter. Die Fahrerei wird nicht besser. Weiterhin Staus vor engen Baustellen-Durchfahrten, weil eine Spur wegfällt. Ein richtig zähes Unternehmen und die Verkleidung überm Fahrersitz muss einen Wutausbruch abfangen. Aber eigentlich hatte ich mich gut im Griff, sagt Elli 😉 Den Stopp zum Tanken nutzen wir für einen „Coffee to go“. Die Tagesverpflegung nehmen wir aus unserem Kühlschrank.



Kurz vor Hamburg noch einmal eine Geduldsprobe bis wir endlich durch den Elbtunnel kommen. Danach sind es etwa 70 Kilometer die ich mit normaler Geschwindigkeit abfahren kann. In der Nachbarschaft des Scandinavian Park wird zunächst getankt, dann schauen wir uns beim ansässigen WoMo-Händler die neuesten Entwicklungen von Bürstner & Co an. Im Einkaufszentrum decken wir uns nochmals mit XXL-Portionen verschiedener Lebensmittel (und Süßigkeiten) ein. Zur Feier des Tages gönnen wir uns ein Abendessen bei „Steak´n more“. Der Scandinavian Park bietet einen kostenlosen Stellplatz zur Übernachtung. Für die Toilettennutzung möchte der Automat 50 Cent. Dieses Angebot nutzen mit uns noch einige andere WomoSapiens.

Freitag, 09. Juni: Wir frühstücken im Cafe des Scandinavian Park. Abfahrt ist gegen 10:00 Uhr und es geht ohne Störung in Richtung Malmö. Vorbei an Kolding zur Storebelt Brücke. Dort öffnet sich die Schranke an der Mautstelle wie von Geisterhand. Die DKV Maut-Box funktioniert perfekt. Die Freigabe für die Brücken in Dänemark ist gerade rechtzeitig für unsere Tour erteilt worden. In Kopenhagen geht es durch den Tunnel auf die Öresund Brücke.



Es ist bereits unsere dritte Überfahrt, aber spektakulär bleibt dieses Bauwerk trotzdem. An der Mautstelle auf der schwedischen Seite fahre ich auf die Pkw-Spur und die Schranke öffnet sich nicht. Ich halte die Maut-Box in Richtung des Schalters und dort ist man wohl zufrieden und erlaubt die Durchfahrt. Warum hat es hier nicht geklappt? Unsere Erklärung ist, dass wir die Pkw-Spur benutzt haben, aber mit der Maut-Box als Lkw unterwegs sind. Kurz nach 14:00 Uhr sind wir am Check Inn des First Camp Sibbarp-Malmö. Wir „beziehen“ unseren Stellplatz, holen die Räder vom Träger und erkunden die Umgebung. Vom Campingplatz geht ein Radweg direkt zur Ostsee. Von hier hat man einen guten Blick zur Öresundbrücke und nach Malmö. Elli testet die Wassertemperatur und beschließt, dass wir morgen vorm Frühstück schwimmen gehen…



Samstag, 10. Juni: Wir gehen tatsächlich vorm Frühstück schwimmen! Allerdings nur ganz kurz, denn das kalte Wasser des Öresund nimmt uns den Atem. Kurze Orientierung mit der Kamera in Richtung Malmö. Dort weckt ein besonderes Bauwerk unser Interesse. Das wird unsere Navigationshilfe für die Radtour in die Innenstadt. Glaubt es oder auch nicht, wir finden das Bauwerk ohne Probleme. Vor lauter Staunen kommen wir kaum weg vom „Turning Torso„. Eine der Brücken führt uns über den Kanal in die City. Die Räder stellen wir in der Nähe des Rathauses ab und schauen uns um.



Sonntag, 11. Juni: – Reisetag nach Göteborg – Bei der Internetrecherche habe ich von Schwedens größtem Einkaufszentrum „Gekas Ullared“ gelesen. Das liegt (fast) auf dem Weg… Das Areal von Gekas ist innen wie außen riesig. Hier gibt es nichts was es nicht gibt… Wir sind zwar irgendwie überfordert aber trotzdem verirren sich ein paar Artikel in den Einkaufskorb. Unser Tagesziel heißt Göteborg. Deshalb halten wir uns nicht weiter mit den umliegenden Outlets auf. Den Campingplatz Lisebergsbyn kennen wir noch vom Aufenthalt im Jahr 2018. Dort bucht man uns gerne für vier Nächte ein. Die Anlage hat nichts von seinem hohen Standard verloren.



Drei Tage Göteborg vom 12. Juni bis 14. Juni: Unsere drei Tage in Göteborg sind gut ausgefüllt. Jeden morgen nach dem Aufstehen geht es vorbei an einer Kleingartenanlage zum nahegelegenen See. Eine Runde im kühlen Nass und wieder zurück zum Stellplatz für ein ausgedehntes Frühstück.

Montag, 12. Juni: Mit den Rädern in die City. Wir nehmen die Empfehlung aus der Stadtinfo. Der Stadtteil Haga ist die älteste, weil erste Vorstadt von Göteborg. Man empfiehlt die „Haga Nygata“ als malerische Einkaufsstraße mit reichhaltigem und exklusivem Angebot in den alten Gemäuern. Wir probieren Lakritz-Eis (na ja) und kaufen zwei riesige Zimtschnecken, so genannte „Hagabullen“. Der Mann hinter der Theke verabschiedet uns mit dem Satz: „Zwei Kilo Zimtschnecken für sie…“ Etwas zu viel Zimt, aber auf jeden Fall lecker. Danach ein Abstecher zur Markthalle Göteborgs.
Ach ja am Hard Rock Cafe sind wir auch vorbeigekommen. Dabei konnten die Basecaps vom Einkaufszentrum Gekas mehr als adäquat ersetzt werden…



Die erste Zimtschnecke hält bis zum Nachmittagskaffee. Den Rest davon haben wir zusammen mit den Nachbarn beim Kaffeeklatsch vertilgt. Die haben uns auf das Thema des nächsten Tages gebracht.


Dienstag, 13. Juni: Wir nutzen das Tagesticket der Göteborger Verkehrsbetriebe. Das gilt nicht nur für Busse und Bahnen sondern auch für den Fährbetrieb zu den Schären. Den Fehler beim Umsteigen und den damit verbundenen überlangen Fußmarsch lasse ich einfach mal unkommentiert. Auf jeden Fall bekommen wir nochmals den Grund unserer Anwesenheit dargestellt. Die 400 Jahre der Stadt sind auch Geburtstag des Hafens von Göteborg. Danach finden wir die Linie 11 als direkte Verbindung zum Fährhafen Saltholmen. Allerdings mit dreistündiger Verspätung… Es bleibt nicht mehr viel Auswahl. Für das volle Programm „Inselhopping“ sind wir leider zu spät. Es bleibt uns nur noch die Überfahrt zur Insel Knarrholmen. Es handelt sich hierbei wohl um eine Art Naherholungsgebiet für die Städter, die entweder mit der Fähre oder dem eigenen Boot herüber kommen um die Sportanlagen, Liegewiesen und die Ferienhäuser zu nutzen. Das Knarrholmen Restaurant entschädigt uns mit der schwedischen Variante von Fish & Chips für all den Unbill des Tages.



Mittwoch, 14. Juni: Der letzte Tag ist für den Besuch der Shopping – Tempel vorgesehen. Den kurzfristigen Gedanken beim Lyseberg Vergnügungspark auszusteigen haben wir nach Ansicht der Kassensituation gleich wieder gestrichen. Wir nutzen lieber das Tagesticket weiter und steigen an der Haltestelle „Brunnsparken“ aus. Damit stehen wir direkt vorm Nordstan – Einkaufszentrum. Es soll eines der größten in Skandinavien sein… Drinnen wird auf die 400 jährige Geschichte der Stadt eingegangen. Etliche Infotafeln mit Geschichten und Bildern aus dieser Zeitspanne sind in der großen Halle aufgestellt. Sehr interessant aber auch sehr, sehr umfangreich. Wir haben uns dann doch lieber um die ansässigen Läden gekümmert.



Donnerstag, 15. Juni: – Reisetag nach Sjötorp – Es geht Richtung Göta Kanal. Der Gedanke hierzu ist bereits 2020 während unserer Dänemarktour entstanden. Im Legoland Billund sind Attraktionen aus verschiedenen Ländern nachgebaut. Für Schweden ist dort u.a. ein kleiner Teil des Kanals mit drei Schleusenstufen entstanden. Wenn das als Lego – Miniatur schon so fasziniert wie muss das alles in echt wirken. Ohne Frühstück geht es los und es findet sich unterwegs ein kleiner Rastplatz für die Pause. Für die Kaffeezubereitung haben wir uns kürzlich eine Akku-Pad-Maschine zugelegt. Die Reste aus der Zimtschnecken – Tüte machen erstmal satt.



Der WoMo Stellplatz Askevik in der Nähe von Sjötorp ist die Basisstation für unsere erste Radetappe am Kanal entlang nach Tåtorp und zurück. Wir stehen auf der zweiten Terrasse und haben fast alle Camper unter uns…. Der unverstellte Blick aufs Meer ist aber auch nicht zu verachten.



Mit den Rädern entlang des Göta Kanal: Die Rad-Etappen zwischen dem 16. und 22. Juni sind aus Platzgründen und eventuellen Interessenkonflikten auf „unsere sportliche Seite“ ausgelagert.

Freitag, 16. Juni: Die erste Etappe nach Tåtorp und zurück. Mehr lesen….

Samstag, 17. Juni: Der Göta Kanal ist ab Tåtorp mit der Einmündung in den Viken See unterbrochen und wird ab Motala für Radtouren wieder interessant. Die Umfahrung der beiden Seen Viken und Vänern mit den Rädern ist zu zeitaufwändig. Daher haben wir als nächste Basisstation den Strandbadet Camping in Borensberg auserkoren.



Sonntag, 18. Juni: Ungeplanter Ruhetage! Eigentlich ist heute die Radtour nach Motala eingeplant, aber schon in der Nacht hat das Trommeln auf das Dach unseres Schneckenhauses begonnen. Das ändert sich den ganzen Tag nicht. Die heutige Tour fällt somit flach. Wir nutzen die Zeit um die Wäscheschränke wieder zu füllen. Auf der Tour 2018 sind wir bereits in Motala gewesen und können die Planänderung einigermaßen verschmerzen.

Montag, 19. Juni: Wie in der Wetter-App versprochen hört der Regen in der Nacht auf und sogar die Pfützen vom Vortag sind zum größten Teil verschwunden. Wir können wieder auf die Räder. Mehr lesen….

Dienstag, 20. Juni: Reisetag! Pompui wird wieder bewegt. Nächster Halt und damit auch die letzte Station der Göta Kanal Erkundung ist Norsholm. Der Stellplatz wird vom Personal des Cafe Kapten Billés verwaltet. Wir entscheiden uns für den Platz beim Hauptgebäude. Der Zugang zu Duschen und Toiletten ist dadurch näher. Es gibt da zwar keinen Strom, aber die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat bereits bewährt. Wegen der zwei geplanten Rad-Touren buchen wir uns für drei Übernachtungen ein.



Die Erkundung der Umgebung beginnt natürlich mit einem Spaziergang am Kanal entlang. Hier bietet sich uns eine weitere Besonderheit. Eine Eisenbahnbrücke muss gehoben werden um die Schiffe auf dem Kanal passieren zu lassen. Mit den u.a. Aufnahmen in zeitlicher Abfolge wird versucht die knifflige Lösung zu kommentieren.



Mittwoch, 21. Juni: Auf zur nächsten Kanal – Etappe nach Mem. Mehr lesen….

Donnerstag, 22. Juni: In der Nacht wird es richtig ungemütlich. Markise und Campingmöbel müssen vor dem Wind in Sicherheit gebracht werden. Bis zum Frühstück tritt keine Änderung ein. Sightseeing in Norrköping fällt aus. Wir haben keine Lust durch die starken Böen vom Rad geweht zu werden. Die nächste ungeplante Pause nutzen wir zur körperlichen Rekonvaleszenz und der Zusammenfassung unserer Göta Kanal Unternehmung. Mehr lesen….

Unser Fazit: Die Touren entlang des Kanals haben sich auf jeden Fall gelohnt. Ein bemerkenswertes Bauwerk mit erstaunlichen Problemlösungen. Der Göta Kanal ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Immer noch Donnerstag, 22. Juni: -vorgezogener Reisetag nach Stockholm- Da Pompui weiterhin stark durchgeschüttelt wird kommt es nochmals zur Planänderung. Um dem Wind zu entgehen lassen wir die Platzmiete verfallen und fahren schon heute nach Stockholm.

Das Glück ist uns hold. Der Bredang Camping hat tatsächlich eine vorläufige Lösung für die Nacht. Morgen ziehen wir auf den bereits reservierten Platz um. Platz einrichten entfällt heute. Die gewonnene Zeit nutzen wir für einen ausgedehnten Spaziergang. In der Nähe unseres Stellplatzes geht es in den Wald auf einen Weg der zum öffentlichen Badestrand führt.



Freitag, 23. Juni: Der Umzug auf den reservierten Platz geht fix über die Bühne. Der Schlüssel für den Stromkasten ist bereits mit einem Notizzettel und der Aufschrift „Hamm“ gekennzeichnet. Jetzt den Stellplatz einrichten und Fahrräder für die erste Erkundung der Stadt vorbereiten. Den Streckenplan habe ich von der Rezeption. Zunächst ein kurzer Abstecher in den Passagierschiff- und Fährhafen. Der dort vor Anker liegende schwimmende Touristentempel wird auch noch von anderer Stelle ein Blickfang sein…. Im Hafen der Sightseeing-Boote ketten wir die Räder an und erkunden die Gegend zu Fuß. Stockholm ist wirklich beeindruckend. Im Gegensatz zu den anderen Großstädten wirkt hier alles entspannt und stressbefreit. Vielleicht liegt es daran, dass die Königsfamilie hier wohnt… Göteborg als Beispiel nehmend erkundigen wir uns am Touristenschalter im Bahnhof nach Tageskarten für den ÖPNV. Wir erstehen zwei 24-Stundentickets für Hop on – Hop off Busse und Schiffe. In der Drottinggardan, der riesigen Einkaufs- und Fressmeile, und den schnuckeligen Nebengassen laufen wir uns die Füße platt. Aber es lohnt sich.



Es gibt einen Nachteil an der Erkundung von Städten mit dem Rad. Die Räder stehen jetzt am Hafen und wir in der Drottingsgardan. Bevor wir die Räder nutzen können müssen wir den langen Weg zurück zum Hafen…
Zwei, drei Irritationen auf dem Rückweg lösen wir mit Google Maps und kommen dadurch zufällig am Bahnhof Bredäng vorbei. Der ist nur 10 Minuten Fußweg vom Campingplatz weg. Das wird morgen die Alternative zu den Rädern sein…

Samstag, 24. Juni: Der Infoflyer der Hop On Hop Off Busse zeigt, dass die Route direkt am Hard Rock Café vorbeiführt. Daher gibt es kein Frühstück im Schneckenhaus sondern im Hard Rock Café. Mit der S-Bahn in die Stadt und dann ne Runde mit dem Bus. Einmal Hop Off wegen Frühstück und Einkauf im Hard Rock Café. Danach wieder Hop On und mit dem Doppeldeckerbus durch die Stadt. Während der Fahrt bekommen wir viel von der Stadt zu sehen und über Kopfhörer auch zu hören. Allerdings macht der Mix aus zuhören, umschauen, fotografieren und dem Straßenlärm im Cabrio-Abteil gehörige Kopfschmerzen. Unser Sitzplatz ist zudem auch nicht wirklich gut zum fotografieren geeignet. Dann lieber Hop Off Bus und wegen der frischen Luft Hop On Boat.



Während der Bootsfahrt sehen wir einige der Sehenswürdigkeiten die wir bereits mit dem Bus abgefahren sind. Eben nur aus der anderen Perspektive. Von hier aus haben wir zum Beispiel den freien Blick auf das Vasa-Museum. Überschwänglich über Kopfhörer beschrieben haben wir von der Straße aus keinen Blick darauf gehabt. Von der Wasserseite aus ist das riesige dunkle Gebäude mit den drei aus dem Dach ragenden roten Masten ein klarer Blickfang. Die besondere Architektur, das Ausmaß des Gebäudes und die Info aus dem Kopfhörer, dass hier ein fast 400 Jahre altes Kriegsschiff im Originalzustand ausgestellt ist macht uns neugierig. Unser nächstes Ziel steht fest! Das Innere des Museums ist genauso monströs und düster wie das Äußere. Aber dem besonderen Eindruck des Ausstellungsstücks tut das keinen Abbruch.
Ihr wollt mehr Infos zum Schiff? Bevor ich Unsinn erzähle, hier geht es zur Internetseite…



Sonntag, 25. Juni: Heute wollen wir uns das ABBA-Museum anschauen. Der Weg dorthin wird durch einige Polizeisperren verlängert. Anstelle der Straßenbahn ist heute ein Bus unterwegs. Der muss dann auch noch außerplanmäßig an einer Kreuzung drehen und die Passagiere lange vor der geplanten Haltestelle aussteigen. Ist aber halb so schlimm weil uns der Spaziergang einige schöne Ansichten beschert. Der Besuch im Museum ist bunt, informativ und manchmal laut. Teilweise kommt natürlich die eigene Vergangenheit wieder zum Vorschein. Infos wie es zu ABBA gekommen ist und was die vier vor dieser Zeit gemacht haben. Die Geschichte von ABBA beginnend mit Waterloo bis zur Trennung, weiter mit den jeweiligen Solo Projekten der Vier. Alles untermauert mit den Original Outfits und den goldenen Schallplatten. Weiter geht es mit den Musicals „Chess“ und „Mamma Mia“. Zur Krönung wird gehörig die Werbetrommel für das digitale Konzert in der ABBA Arena London gerührt. Elli hat sich sogar auf die Bühne getraut und mit den Avataren zu „Mamma Mia“ getanzt.



Direkt neben dem Museum geht es zum Vergnügungspark „Gröna Lund“ von Stockholm. Es ist verdächtig ruhig hier, keine Musik, die Achterbahnen stehen und kein Mensch auf dem Gelände. Des Rätsels Lösung finden wir um die Ecke. Absperrbänder und Fahrzeuge der Polizei, Absperrung des Straßen- und Schienenverkehrs. Deshalb musste der Bus umdrehen. Laut den Informationen aus Google hat sich bei bei Achterbahn ein Wagen gelöst und ist offensichtlich abgestürzt. Man beklagt einen Toten und zwanzig Verletzte. Der Park ist sofort geräumt und bis auf weiteres still gelegt worden.

Dann eben doch ein weiterer Spaziergang zur S-Bahn in der „Gamle Stan“, der Altstadt von Stockholm.


Montag, 26. Juni: Heute klappt es auch mit dem Umsteigen auf die Tram. Wir erreichen die Endstation beim ABBA-Museum ohne Probleme. Der Vergnügungspark ist weiterhin gesperrt. Die Polizei scheint immer noch bei der Spurensicherung zu sein. Für uns sind wieder Besichtigungen angesagt.

VRACK – das Wrack Museum – So wird es in Stockholm genannt.
Das ist auf eine andere Art spektakulär. Interaktiv mit 3 D-Projektionen und Hologrammen. Interessante Filme von den langwierigen Arbeiten der Archäologen, auch in Verbindung mit dem VASA – Museum nebenan.

Nächste Station ist dann Skansen. Vergleichbar mit Gamle Linköping sind hier Bauwerke der letzten Jahrhunderte gesammelt und wieder aufgebaut worden. Darunter auch alte Bauernhöfe und deshalb ist zusätzlich ein Zoo mit den einheimischen Tieren angelegt. Wir sind einige Stunden darin unterwegs und bekommenen endlich auch einen Elch vor die Kamera. Eigentlich sind wir enttäuscht, dass uns keiner in freier Wildbahn über den Weg gelaufen ist. Im Nachhinein kann man froh sein keinem dieser Kolosse begegnet zu sein. Besondere Aufnahmen entstehen am höchsten Punkt des Parkes. Wir kommen gerade zur rechten Zeit um am Ufer gegenüber den Amphibien-Bus zu beobachten wie er seine Sightseeing Tour im Wasser fortsetzt.



Dann geht es wieder zum S-Bahn-Halt Gamle Stan und zurück nach Bredäng. Ein durch und durch gelungener Abschluss unserer Zeit in Stockholm.

Dienstag, 27. Juni: -Reisetag nach Kapellskärs- Wir verzichten auf das Frühstück, denn wir wollen zur „Kungens Kurva“. Dort steht die älteste IKEA bzw. das erste IKEA-Möbelhaus aus dem Jahre 1965. Ein Frühstück wie in jeder IKEA und dann schlendern wir durch den Laden. Dort erfahren wir am Zeitstrahl der IKEA – Geschichte wie es zum Namen „Kungens Kurva“ gekommen ist: „König Gustav V wird in seinem Cadillac V 8 in dieser Kurve in den Graben chauffiert. Grund genug dieses Ereignis zur Namensgebung „die königliche Kurve“ auszuschlachten…“

Wie üblich gelingt es uns nicht ohne einen Einkauf die IKEA zu verlassen. Kungens Kurva hat sich seit dieser Zeit zu einem großen Industriegebiet entwickelt. Wir nutzen noch den Supermarkt für weitere Einkäufe und die Tankstelle bevor es auf die Strecke geht. Um Stockholm herum zunächst etwas zäh kommen wir dann gut voran.

In Kapellskär buchen wir uns für drei Nächte ein. Der Platz liegt mitten im Naturreservat und das schauen wir uns zunächst zu Fuß an. Dabei werden wir tatsächlich das erste Mal so richtig von den berüchtigten Mücken drangsaliert. Ich hoffe das Bild von Elli, die von einem Schwarm verfolgt wird bringt das gut sichtbar rüber.



Mittwoch, 28. Juni: Erkundung des Naturreservates mit den Rädern. Wir kommen an einigen richtig tollen Flecken vorbei. Endlich finden wir auch einige Stege die ins Meer gebaut sind. Die laden wirklich zum Baden ein, aber… Das sind alles private Anlagen. Wir durchfahren mehrere Ferienhausgebiete, da kommt man eben nur als Mieter bzw. Besitzer bis an das Meer ran. Es dauert einige Zeit bis wir an der Räsnäs Brücke an den Hafen kommen. Dort gibt es am Kiosk Eis und Kaffee.



Auf dem Rückweg finden wir dann doch noch eine Lücke zum Meer. Eine Art Picknickstelle in der Nähe des Camping und direkt neben dem Hafen. Die Stelle lädt nicht unbedingt zum Baden ein, ist aber auch nicht dafür gemacht. Es handelt sich um ein Mahnmal für die Opfer des Estonia-Unglückes. Damals war Kappelskär der Zielhafen… Unser Campingplatz ist offensichtlich sehr beliebt als Zwischenstation von und nach Finnland. Morgens sind die meisten Ankömmlinge vom Vorabend schon wieder weg, denn die Fähre legt relativ früh ab. Abends stehen sie nach der Ankunft der Fähre vor der Rezeption Schlange um sich bei der Übernachtung die acht Stunden Überfahrt aus den Knochen zu schlafen.

Donnerstag, 29. Juni: Heute machen wir uns auf die Suche nach dem Studenten aus Uppsala. Die Stadt hat einiges zu bieten, leider auch Regen. Durch das Parkticket sind wir auf vier Stunden Sightseeing beschränkt. Pünktlich geht es dann weiter zum Freilichtmuseum „Gamla Uppsala“. Ein historischer Ort mit Begräbnishügeln aus der Wikingerzeit. Die drei aufgeschütteten Hügel sind weithin sichtbar. Aus Dänemark kennen wir die Hünengräber. Die sind, im Gegensatz zu den Hügeln hier, offen zur Besichtigung. Auf eine Runde über dieses Parkähnlich angelegte Gelände verzichten wir. Lieber einen zeitgenössischen Kaffee mit Kuchen im historischen „Odinsborg Restaurant“.



Freitag, 30. Juni: -Reisetag nach Västeras- Beim Einräumen kommen wir mit den Nachbarn ins Gespräch. Sie wollen eventuell auch weiterziehen denn der Wetterdienst meldet Regen für das südliche Schweden. Sie überlegen wieder nach Hause zufahren, denn sie kommen aus dem Norden. Mit unserem nächsten Ziel, dem First Camp in Västeras bleiben wir etwa auf gleicher Höhe, allerdings im Landesinneren. Wird bestimmt nicht so schlimm wie angekündigt. Während der Fahrt tritt die Vorhersage mehr und mehr ein. Sonne, Wolken und Regenschauer wechseln sich ab.
Während des Check Inn kommt es dann richtig Dicke. Der Starkregen hält uns zunächst im Büro und dann für einige Staffel-Folgen im Schneckenhaus fest. Die kurze Regenpausen reicht gerade zum Strom anschließen und einen schnellen Rundgang am Platz.




Ach ja das SAT-Ei muss dann unbedingt aufs Dach sonst ist am Ende der Staffeln zu viel Urlaub übrig…

Samstag, 01. und Sonntag. 02. Juli: -Västeras- Den Samstag verbringen wir wieder auf den Rädern und natürlich beim Spaziergang durch die Stadt. Wir fangen mit dem Schloss an, bestaunen die Bauwerke in der Altstadt und das Volksfest mitten in der City. Die haben einfach eine große Kreuzung und die Zufahrtsstraßen gesperrt um ein Riesenrad und andere Fährgeschäfte aufbauen zu können. Sieht wirklich gefährlich aus wie diese Wagen so knapp an den Gebäuden vorbei geschleudert werden. Uns wird richtig komisch beim zusehen, zumal wir auch an den Unfall in Stockholm erinnert werden. Schnell raus aus dem Getümmel und zum Hafen. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum See.



Das Wetter bleibt wechselhaft und wir verbringen den kompletten Sonntag im Schneckenhaus. Aber auch schlechtes Wetter hat seine Vorteile. Das gibt uns nämlich die Gelegenheit für administrative Arbeiten. Zwei Ladungen für Waschmaschine und Trockner sowie die Gestaltung und Versendung von Postkarten über Urlaubsgruß .
Der Regen ist teilweise so stark, dass unser SAT-Ei den freien Blick auf den Satelliten verliert. Mit Wetter-App und Google Maps suchen wir uns das nächste Ziel. Wir finden Kalmar. Das schlechte Wetter soll dort besser sein…

Montag, 03. Juli: -Reisetag nach Kalmar- Wie befürchtet! Es regnet! Wir wollen heute einige Kilometer abspulen und verlegen das Frühstück auf unterwegs. Auf der Strecke wechseln sich Licht und Schatten, also Sonne, Wolken und Regen ab. Bis zur Ankunft in Kalmar hat sich aber doch die Sonne wieder durchgekämpft.



Dienstag, 04. Juli: Wir radeln nach Kalmar. Der Stadtrand überrascht mit einem ganz besonderen Bauwerk. Sieht nach einem Landeplatz von Außerirdischen aus. In der City findet die dreitägige schwedische Meisterschaft in Boule statt. Die Sandbahnen sind in der Fußgängerzone verteilt und auf dem Marktplatz ist der Centercourt aufgebaut. Man muss aufpassen nicht in die Wurfbahn zu geraten ober über eine Kugel zu stolpern. Ein Regenschauer und die Werbeaufschrift „Life is to short to drink bad coffee“ treibt uns in ein Café. Kaffee mit Kuchen und ein Sitzplatz im Schaufenster… Cool…



Wieder zurück auf dem Campingplatz trauen wir uns sogar in die Ostsee. Zur Belohnung gibt es Abendessen beim hauseigenen Bistro und die Verlängerung um eine Nacht.

Mittwoch, 05. Juli: Eigentlich wollen wir heute von Kalmar über die Brücke zur Insel Öland radeln, aber das Wetter… Die App meldet wieder wechselhaftes Wetter mit Regenschauern. Somit wird die Runde verkürzt und wir schauen uns die Halbinsel Skägenas an. Es werden knapp 40 Kilometer mit einem kleinen Stopp am Hafen von Revsudden und einem Rundgang um die alte Mühle in Ryssby. Gute Entscheidung, denn die Brücke nach Öland darf nicht mit Rädern befahren werden. Es gibt nur die Möglichkeit mit einer Fähre überzusetzen. Bei dem Wind und dem Seegang nicht mein Ding…



Donnerstag, 06. Juli: – Reisetag nach Nogersund – Bei der Ankunft habe ich mir die Nachbarn als Beispiel genommen und die Markise zusätzlich mit Spannseilen und Bodennägeln vor den Windböen gesichert. Bei einem Nagel ist mit das besonders gut gelungen. Der steckt in einer Wurzel und ich bekomm das Ding nicht raus. Einfach stecken lassen geht nicht da der Markisenfuß damit gehalten wird. Die Nachbarn helfen mit Rat und einem kleinen Beil. Damit klappt es dann auch mit der Wurzel. Der Nagel und mein neuer Zimmermannshammer wandern in den Müll.



Der Wohnmobilstellplatz in der Marina Nogersund liegt herrlich, aber auch voll im Wetter. Das bekommen wir bei der Ankunft zu spüren. Es ist empfindlich kühl und nass hier. Dazu gibt es Probleme mit dem Ticketautomaten. Unsere Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Wir erwischen den Platzwart auf seiner Runde und geben ihm unser letztes Bargeld für die Übernachtung. Hoffentlich sind unsere Karten wegen der Fehlversuche nicht gesperrt… Noch ein kleiner Rundgang und dann kuscheln wir uns im Schneckenhaus ein.

Freitag, 07. Juli: – Reisetag nach Ystad – Zum Frühstück unterstreicht die Sonne den genialen Ausblick.



Da der Platz für 24 Stunden bezahlt ist nehmen wir uns die Zeit für einen ausgedehnten Verdauungsspaziergang. Dabei entdecken wir besondere Fahrzeuge auf ihren besonderen Parkplätzen. Wir entdecken die Anlegestelle für die Fähre nach Hanö. Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel wie die Infotafel erklärt und die große Gruppe von wartenden Personen, teilweise mit Rädern, bestätigt. Dazu fehlt uns dann doch die Zeit und wir sammeln noch ein paar architektonische und botanische Impressionen… Vor der Abfahrt muss die Kreditkarte getestet werden. Das Ergebnis an der Eisdiele ist nicht nur positiv sondern auch durchaus schmackhaft. Jetzt können wir beruhigt die Etappe nach Ystad angehen…



Löderup bei Ystad: Die Ankunft gestaltet sich wie bei der Schwedentour 2018. Damals sind wir mit dem Pössl unterwegs gewesen und haben ebenfalls zuerst den Strandcamping Löderup angefahren. Wie damals ist der Platz ausgebucht. Wie damals finden wir nicht weit entfernt, auf der Wiese hinter der Tankstelle, einen Stellplatz. Der Platz hat sich weiter entwickelt. Die gelben Kabeltrommeln sind durch feste Stromboxen ersetzt worden und das etwas heruntergekommene Tankstellengebäude hat sich zu einem kleinen sauberen Imbiss gemausert. Der Betreiber ist älter geworden aber immer noch so gesprächig wie damals… Nach dem Einrichten nutzen wir die Couch und chillen. Heute können wir endlich mal wieder das Entertainment-Paket voll nutzen und das Sat-Ei auf dem Dach platzieren… Doch zunächst fahren wir mit den Rädern über den Hügel zum Strand von Löderup und beschließen den Nachmittag mit einer Partie Minigolf.



Samstag, 08.07.2023: – Tag der Wiederholungen – Der Aufenthalt weckt Erinnerungen aus dem Jahre 2018. Daher auch wieder die Radtour nach Kaeseberga. Erste Station ist „Ale Stenar„ sowas wie das schwedische Stonehenge.
Fast alles beim Alten. Na ja die Wiese ist wohl zur Kuhweide umgewidmet. Es sind sogar recht frische Fladen innerhalb der Steinformation zu finden… Eine spektakuläre Änderung ist der abgesperrte Bereich für die Paraglider. Dort können die Damen und Herren ungestört starten und landen. Ein farbenfrohes Spektakel wenn sie hintereinander auf uns zu kommen.
Mittagessen und Nachtisch gibt es unten im Fischerdorf. Zur Unterstützung der Verdauung folgt eine Radrunde im Hinterland.



Zurück am Platz wird die Überfahrt nach Bornholm geplant. Die erste Überfahrt ist uns zu früh. Die zwei danach sind ausgebucht. Die Fähre um 14:30 Uhr passt gut!

Sonntag, 09.07.2023: – Reisetag nach Bornholm – Gegen 12:00 Uhr parken wir vorm Terminal der Bornholmfähre. Eigentlich früh genug für die Fähre um 14:30 Uhr aber dennoch zu spät. Laut Internet sind die Fähren zwar nicht ausgebucht, aber für Pompui, unseren Dicken, ist dennoch kein Platz! Das bedeutet: Letzte Fähre des Tages um 20:30 Uhr. Von unserem Parkplatz hat man einen tollen Blick auf die Hafeneinfahrt und leider auch auf die abfahrenden Fähren nach Bornholm. Wir nutzen die Zeit zur Sightseeing vor und nach dem Mittagsschlaf. So ein Schneckenhaus hat doch auch Vorteile… Dann geht es endlich auf die Fähre. Die zweistündige Überfahrt verbringen wir am Heck und beobachten den Sonnenuntergang.



In Allinge werden wir trotz der späten Stunde noch erwartet. Unsere Bornholmer Freunde, Marianne und Soeren, haben extra die Parkfläche vor ihrem Haus für uns frei gehalten.


Bornholm: – Montag, 10. und Dienstag, 11. Juli – Der erste Tag ist verregnet. Es gelingt noch ein gemütliches Frühstück mit viel Palaver und sonnigem Blick auf die Ostsee. Auch Soeren hat noch Glück und bleibt trocken während er die eigenhändig gefangenen Makrelen in den Räucherofen schiebt. Dann wird es nass und es lohnt nicht die Räder vom Träger zu nehmen. Für eventuelle Unternehmungen stellt uns Marianne ihr Auto zur Verfügung. Unser Tagesziel ist die Burgruine Hammershus. Abends gibt es köstlichen Räucherfisch und ein kleiner Spaziergang in den Ort.



Der nächste Tag beginnt wieder mit einem sonnigen Frühstück. Danach ein Spaziergang durch den Wald zum „Ekkedalen“ (Echotal). Zur Belohnung ein schmackhaftes Mittagessen im historischen Restaurant „Fru Petersens Cafe“ . Zum Abschluss der Bornholm Rundfahrt schauen wir uns die Sandskulpturen in Nexxö an.



Die Krönung des Tages , ein delikates Softeis, holen wir uns im Hafen von Allinge. Dabei sind wir uns einig, dass die neue Eisdiele da nicht mithalten kann… Zwischendrin hat uns Marianne, als „native speaker“, für morgen früh Plätze auf der Fähre gebucht.

Mittwoch, 12.07.2023: – Reisetag nach Rostock – Weil die Fähre nach Sassnitz für die nächsten Tage ausgebucht ist hat uns Marianne die Strecke über Trelleborg rausgesucht. Wir starten in Allinge bei Regen zum Fährhafen in Rönne. Mit der Buchungsbestätigung in der Hand klappt der Check Inn ohne Probleme. Die Überfahrt nach Ystad verbringen wir wegen dem ungemütlichen Wetter lieber mit dem zweiten Frühstück im Restaurant. Auch während der Autofahrt bis Trelleborg wird das Wetter nicht besser. Die ersten Aufnahmen des Tages machen wir im Fährhafen Trelleborg. Ein so genanntes „Dickschiff“ fällt nicht durch seine Ausmaße sondern durch seine umgestaltete Heckklappe auf. Den Wartebereich kann man leider nicht mehr verlassen. Das merken wir uns für den nächsten Besuch. Lieber nochmal vor dem Terminal einen Parkplatz suchen und die Stadt erkunden. Kaum auf See wird das Wetter besser und wir haben gute Fernsicht. Die Einfahrt zum Hafen Rostock beeindruckt durch moderne Gebäude rechts und links von der Fahrrinne. Insgesamt eine „saubere“ Anlage. Raus aus Rostock und noch ein paar Kilometer in Richtung Magdeburg machen.



Nach zwei Stunden ist dann Zeit für die Übernachtung. Frau Google nennt uns den Wohnmobilstellplatz in Wittstock / Dosse als Möglichkeit in der Nähe. Der Platz selbst ist voll, aber wir nutzen den Parkplatz einer Bowlinghalle in der Nachbarschaft.

Donnerstag, 13. Juli: Die Bowlinghalle hatte wohl Ruhetag, denn die Nacht war vollkommen störungsfrei. Vor der Abfahrt noch ein paar Aufnahmen vom ausgebuchten Stellplatz und unserer kostenfreien Alternative. Der Stellplatz ist wirklich gut ausgestattet mit Frisch- und Grauwasserstation. Eine sehr gute Adresse für Durchreisende….



Wir starten ohne Frühstück und sind relativ früh in Magdeburg. Der Wohnmobil-Stellplatz am Winterhafen liegt direkt an der Elbe und die erste Reihe ist jeweils mit einer kleinen Terrasse ausgestattet. Check Inn erfolgt am Automaten und ist, wie man so schön sagt, selbsterklärend. Kurze Kaffeepause und dann geht es in die Innenstadt. Erstes Ziel ist der Domplatz. Am Landtag Sachsen-Anhalt gehen wir links um die Ecke und stehen vor Hundertwassers Grüner Zitadelle… Ein wirklich sehenswertes Gebäude. Wir drehen einige Runden und entdecken dabei auch eine Eisdiele. Nach fünf Wochen Abstinenz gibt es hier endlich wieder ein Spaghetti-Eis. Die Tourist-Info ist in der Nähe und mit Hilfe des dort erhaltenen Stadtplans drehen wir noch eine Runde. Die schwarzen Wolken treiben uns wieder zum Stellplatz. Gerade rechtzeitig um die „Balkonmöbel“ in Sicherheit zu bringen. Vorm zu Bett gehen noch ein Blick auf die nächtliche Skyline.



Freitag, 14.07.2023: Ein gemütliches Frühstück auf dem Balkon mit Blick auf die Stadt. Der Stellplatz ist wirklich empfehlenswert. Die automatisierte Abrechnung mit Rücküberweisung klappt prima. Es geht übers Land nach Erfurt. Elli sucht auf dem Weg den Wohnmobilpark Trautmann als Übernachtungsstation aus. Der Betreiber ist sehr mitteilsam. Also beim Rein und Raus etwas Zeit für einen Plausch einplanen. Er rät uns die nahegelegene Haltestelle für die Straßenbahn in die Stadt zu nutzen. Den Rat nehmen wir gerne an und fahren mit der Bahn bis zur Haltestelle Rathaus. Von dort zur Krämerbrücke und zum Dom. Auf der anderen Straßenseite geht es steil nach oben zur Zitadelle Petersberg.



Samstag, 15.07.2023: Die letzte Etappe!

Frühstück gibt es unterwegs. Wir haben viel Zeit für Pausen auf der Strecke und einen Großeinkauf, bevor Pompui vorm Küchenfenster eingeparkt wird.

Ab 15:00 Uhr beginnt wieder das normale Leben.



Bundesgartenschau in Mannheim – BUGA 2023




Das Land Baden Württemberg wirbt derzeit mit dem o.a. Kürzel. Offenbar der Versuch modern zu wirken. Der Satz „Wir können alles außer hochdeutsch“ gefällt uns besser.


Diesen Namen der Stadt hat Bülent Ceylan inzwischen bundesweit bekannt gemacht. Die Buchstaben O und A sollen übereinander gelegt die heimische Aussprache darstellen.


Die beiden Freiflächen, Spinelli- und Luisenpark sind durch eine eigens dafür aufgestellte Seilbahnstrecke verbunden. Die Fahrtzeit von etwa 10 Minuten wirkt ein wenig in der Magengegend.

Ganz in der Nähe der SAP-Arena ist ein BUGA-Parkplatz ausgewiesen. Der gefällt uns wegen der starken Schräglage nicht. Weil der Wohnmobil-Stellplatz ausgebucht ist stellen wir uns dann doch auf den Parkplatz BUGA 23. Hier zeigt sich ein Vorteil der neuen Luftdruckfederung, denn mit vollem Druck kann die Schräge ausgeglichen werden. Die Bushaltestelle liegt direkt an der SAP Arena. Wir beginnen im Luisenpark und nutzen die kostenlose Fahrt mit der Seilbahn zum Spinelli Areal. Der ehrwürdige Luisenpark wurde zur BUGA etwas gepimpt während das Spinelli Areal, ein ehemaliger Standort der US Army, komplett neu gestaltet werden musste. Aus unserer Sicht ein gelungenes Projekt.



Campingplatz Maaraue in Mainz – Kostheim




vom 18. bis zum 27. August:

Mainz-Kostheim ist ein Stadtteil von Wiesbaden. Klingt komisch ist aber so… Vom Platz aus sieht man das „richtige Mainz“ am anderen Rheinufer.


Ein Spaziergang am Rhein entlang führt uns zu einem weiteren Stadtteil von Wiesbaden. Mainz-Kastel bietet nicht nur die Reduitkaserne sondern auch das Restaurant Bastion von Schönborn. Dort gönnen wir uns ein prima Abendessen.


Danach sehen wir „Mainz bei Nacht“ aus einer speziellen Perspektive. Den Tag drauf radeln wir über die Theodor-Heuß-Brücke und schauen uns die Stadt bei Sonnenschein an.

Elli fährt Sonntag nach Hause und kommt am nächsten Wochenende wieder. Der Pensionär macht Solo-Touren auf seinem roten Renner. Geboren in Ingelheim am Rhein werden diese zur Reise in die Vergangenheit. Eventuell werden diese in „unserer sportlichen Seite“ näher beschrieben. Mehr lesen….



Nibelungen Camping in Fürth im Odenwald




vom 02. bis 05. September:

Die Anlage überzeugt. Durch Baum-bestand, Hecken und geschickter Wegeführung wirkt das Areal kleiner als es tatsächlich ist.


Die erste Radtour führt uns, für den Odenwald üblich, nach oben. Auf der Fahrt zur Burgruine Lindenfels werden wir durch interessante Ausstellungsstücke am Wegrand richtiggehend zur Pause aufgefordert.


Die Belohnung für die anstrengenden Unternehmungen holen wir uns am kleinen Marktplatz in der dortigen Eisdiele. Beim letzten Besuch pimpen wir das Gedeck mit einer schmackhaften Waffel….



Camping du Staedly – in Roeschwoog/Elsass




vom 15. bis 17. September:

Unsere Kollegen haben im Vorfeld schon für einen tollen Stellplatz mit Seeblick gesorgt. Die Beiden haben vor einigen Jahren einen Dauercamping-platz übernommen und fühlen sich pudelwohl hier. Wir lösen mit dem Besuch endlich ein altes Versprechen ein.


Natürlich wird viel von alten Zeiten geredet. Trotzdem finden wir Gelegenheit zur Erkundung der Gegend mit den Rädern. Die Fahrt führt über Port Louis zum Rhein. Dort erregt eine Völkerwanderung unser Interesse. Obwohl es keine Wanderung ist sondern eher eine Hausbesetzung. Das hohle Geländer dient wohl als stabile Behausung.


Es geht einige Kilometer am Rheindamm entlang bis nach Sessenheim. Dort muss der Autoliebhaber und Fotograf eine lange Pause einlegen. Die Sammlung von den Citroen Wellblechtransportern lässt mein Herz höher schlagen. Der etwas heruntergekommene Zustand stört überhaupt nicht….

Natürlich ist das Wochenende zu kurz, aber der Platz hat uns überzeugt. Der See ist ganz besonders sauber und das Serviceangebot lässt keine Wünsche offen. Wenn es gut läuft kann man in knapp zwei Stunden hier sein. Das ist ein Grund für ein weiteres Wochenende im Elsass.



Camping Willam am Bodensee




vom 22. bis 28. September:

Der Campingplatz liegt unweit von Markelfingen in der Nähe von Radolfszell. Schöne Anlage mit sehr modernen Servicegebäuden. Durchaus zu empfehlen.


Die Radtouren überraschen immer wieder mit tollen Ausblicken. Dabei begegnen uns auch immer wieder kuriose Gebilde. Hier scheint es als ob Salatpflanzen geschützt werden indem man ihnen einen Hut aufsetzt.


Hier das Beispiel. Während des steilen Anstieges zum Rheinfall hat man einen imposanten Blick auf Schaffhausen.

Auch hier am Bodensee wollen wir das Programm von Mainz wiederholen. Der Stellplatz ist vom 22.09. bis 08.10.2023 gebucht. Elli kommt mich am Wochenende besuchen und ich habe einige Solo-Touren für die Tage dazwischen geplant. Leider ist für mich nach der langen Tour zum Rheinfall schon wieder Schluss. Der rote Renner ist wohl in der letzten Zeit etwas hart rangenommen worden und braucht eine Reparaturpause. Im Tretlager macht sich ein beängstigendes Knacken bemerkbar…. Während ich mich nach Fahrradwerkstätten in der Nähe erkundige erreicht uns eine Hiobsbotschaft aus Italien. Zio Toni ist verstorben! Elli möchte natürlich zur Beerdigung ihres Onkels, die am Samstag stattfindet. Ich storniere den Aufenthalt am Bodensee und hole Elli in Stuttgart ab. Dieses Ereignis hat einen Lerneffekt. Buche nie zu lange im Voraus, denke an die Stornogebühren!



Italien – vom 29. September bis 08. Oktober



Aus Italien ein weiterer Lerneffekt mit Beweisfoto. Hier stehen wir im Wasser in der Lagune vor Venedig. Was man nicht sieht ist der Autoschlüssel in meiner Hosentasche… Wir erleben einen grandiosen Tag im Boot, beim Essen in Murano und beim Krebse sammeln.


Bis hierhin alles prima. Der Lerneffekt stellt sich am nächsten Tag bei der Abfahrt ein. Nach dem Frühstück das große Arrivederci und dann bleibt Pompui stumm. Ein befreundeter Automechaniker kann auch nicht helfen. Er ist der Meinung, dass der Chip im Schlüssel nicht erkannt wird. Der Sprung ins Wasser! Den Ersatzschlüssel bekommen wir per Express aus Stuttgart zugeschickt. Wir stehen noch einen Tag länger im Hof und erwarten die Lieferung. Die Post ist pünktlich und dann klappt es auch mit der Zündung. Wir können die Reise fortsetzen. Den defekten Schlüssel legen wir in ein Kilo Reis.

In Bibione finden wir im „Villaggio Turistico Internationale“ einen Stellplatz in Strandnähe. Die Anlage imponiert mit Sauberkeit, modernen Servicegebäuden, Einkaufsmöglichkeit und einem eigenen Restaurant. Der Durchgang zum Strand ist tagsüber bewacht und ab 18:00 Uhr geschlossen. Wir können mit unserer Chipkarte den Türmechanismus bedienen. Die Radtouren beginnen von dort auf dem Küstenradweg nach rechts bzw. nach links. Das nahe Saisonende hat einen großen Vorteil. Der Strand und die Radwege sind fast leer. Allerdings sind auch etliche Läden bereits für den Winter dicht gemacht. Für das letzte Abendessen in Bibione finden wir noch eine Pizzeria mit besonders netter Bedienung. Ein gelungener Abschluss…

Der Heimweg führt zum Brennerpass und dort zum so genannten „Brenner Outlett“ Die Pause haben wir bitter nötig, auch wenn sie den einen oder anderen Euro für neue Sportklamotten kostet. Für die Übernachtung suchen wir uns den Wohnmobilstellplatz „Camper´s Stop“ in Füssen aus. Gute Wahl und auch das kleine Restaurant „Am Platzerl“ ist eine Wucht.

Die Galerie…. geht leider nicht 😦 Wir könnten viele Aufnahmen einbinden, wenn wir sie nur finden würden. Alles weg und keiner weiß wohin. Das ist echt peinlich!

Ach ja, der nasse Autoschlüssel! Nach gut zwei Wochen und einem weiteren Kilo Reis setze ich eine neue Batterie ein. Was soll ich sagen, es funktioniert als ob nichts gewesen wär!!!



Der Jahreswechsel vom 22. Dezember 2023 bis 09. Januar 2024



Zur Vorbereitung der Tour müssen wir hochoffiziell für Pompui eine Umweltplakette beantragen. Das französische Verkehrsministerium bietet dazu ein Onlineformular an. Die wollen alle Daten aus dem Fahrzeugschein wissen und übersenden ein paar Wochen später die Plakette mit der Ziffer 2. Die prangt jetzt über der grünen Plakette in der rechten unteren Ecke der Windschutzscheibe. Durch die Auflastung auf 3850 kg ist aus Pompui plötzlich ein Laster geworden und in Frankreich besteht Kennzeichnungspflicht. Kurz vor der Abfahrt beklebe ich daher kopfschüttelnd das Schneckenhaus mit den Warntafeln „Toter Winkel“, die Amazon im Dreierpack anbietet.

Freitag, 22. Dezember: Die Fahrt beginnt gegen 23:00 Uhr. Die Absicht dem Ferienverkehr auszuweichen geht auf, wir kommen gut voran. Leider hat der Mittagsschlaf nicht geholfen. Wir fahren zur Übernachtung auf die Raststätte Mahlberg.

Samstag, 23. Dezember: Es ist Urlaub und das macht sich sofort bemerkbar. Wir schlafen etwas länger und trödeln beim Frühstück. Dann geht es auf direktem Weg nach Lyon, denn dort sind bereits zwei Übernachtungen im „Camping de Lyon“ gebucht. Wie bereits angedeutet ist Pompui jetzt ein LKW und daher sind wir nun stolze Besitzer einer so genannten DKV – Mautbox. Die prangt in der Windschutzscheibe und leuchtet grün sobald wir die Grenze nach Frankreich passiert haben. Dadurch dauert es an den Mautstellen nur wenige Sekunden bis die Box einen Laut von sich gibt und sich die Schranke wie von Geisterhand öffnet sich. Eigentlich eine gute Sache, allerdings werden die Gebühren dann als Komplettrechnung von der DKV abgebucht….



Das NAVI erledigt seine Arbeit zufriedenstellend und findet den Campingplatz ohne Probleme. Eine richtig schöne Anlage mit nagelneuem Rezeptionsgebäude. Das Büro und ein Restaurant sind im ersten Stock, die Toiletten, Duschen etc. ebenerdig untergebracht. Wirklich empfehlenswert, denn für den Weg in die Stadt ist auch gesorgt. Vor der Einfahrt befindet sich eine Bushaltestelle…

Sonntag, 24. Dezember: Wir wollen uns heute Lyon anschauen. Es ist Sonntag und Heiligabend, kein Wunder, dass der Bus heute nur stündlich abfährt. Der Bäcker liefert uns die vorbestellten Croissants zur Rezeption und wir lassen uns eben mehr Zeit fürs Frühstück. Vom Bus steigen wir um in die Metro und die bringt uns zum Zentrum (1). Wir bewegen uns mehr oder weniger im Bereich der oben dargestellt ist. Zunächst in und um die Kathedrale (2), zum Gerichtsgebäude (3) und über die Fußgängerbrücke (4) zum anderen Ufer der Saône.



Von dort geht es wieder zurück. Über der Innenstadt thront ein imposantes Gebäude und wir erklimmen die engen steilen Treppen um alles von der Nähe zu bestaunen. Der Blick von einem der Türme muss grandios sein. Der erste Anstieg, raus aus der Innenstadt schafft uns. Corona haben wir seit knapp einer Woche überwunden, aber die Nachwirkungen werden uns auf den Treppen so richtig bewusst. Deshalb verzichten wir auf die letzten Serpentinen hinauf zur Basilika Notre-Dame de Fourvière, nutzen den Überblick von der Straße aus (5) und suchen uns einen bequemeren Rückweg. Durch die Fußgängerzone mit einer Vielzahl von Restaurants kommen wir zur Kathedrale und mit der Metro wieder zum Busbahnhof. Der Tag hat uns geschafft, aber es ist noch genug Energie für eine kleine Bescherung übrig.



Montag, 25. Dezember – Reisetag –

Wir gönnen uns wieder Croissants zum Frühstück und sind wirklich begeistert davon. Ist es das Urlaubsgefühl oder sind die Hörnchen tatsächlich hier nicht so fettig? Die Zwischenmahlzeiten werden ab sofort von Croissants begleitet! Das nächste Ziel heißt Marseille oder auch als Alternative Toulon. Elli ist fleißig am recherchieren. Die Angebote aus dem Internet werden geprüft und sind entweder geschlossen oder aus unserer Sicht ungeeignet… Dann fahren wir eben weiter bis zur Küste. Das Glück ist uns Hold und wir finden, pünktlich zum Sonnenuntergang, ein tolles Quartier in La Ciotat.



Die Rezeption des „Camping Santa Gusta“ gönnt sich einen Ruhetag, aber die Einfahrt ist offen. Wir schauen uns um und sind begeistert von der Anlage. Pompui steht nun auf einer Art Terrasse mit gigantischem Blick aufs Meer. Ein kleiner Spaziergang am Meer entlang zeigt uns, dass einige Unerschrockene sogar über den steinigen Strand klettern und schwimmen gehen. Zum Glück habe ich die Schwimmsachen nicht eingepackt 😉 Der Plan für morgen ist auch schon gefasst. Von der Terrasse aus ist ein Hafen am anderen Ende der Bucht zu sehen, dort radeln wir hin…

Dienstag, 26.12.2023 vorm Frühstück buche ich uns für drei Nächte ein. Danach geht es mit den Rädern von der Einfahrt nach links weg. Das Vorhaben für morgen ist damit auch besprochen, es geht von der Einfahrt nach rechts… Am Yachthafen finden wir noch ganz „normale“ Segelschiffe und kleinere Motoryachten. In der Nachbarschaft, etwas abgesetzt vom städtischen Leben ist eine Reederei angesiedelt. Dort warten ganz andere Pötte auf Wartung oder Reparatur. Am Hafen spielt sich das Leben ab. Auch hier steht die Weihnachts-Deko noch und die hölzerne Grippe schwimmt gut gesichert zwischen den alten Fischerbooten. Es ist ein Vergnügen sich bei Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen auf die Räder zu setzen bzw. einen Rundgang durch die kleine Stadt etwas Abseits vom Hafen zu machen. Ein richtig guter Start in die Cote d´ Azur – Erkundung.



Mittwoch, 27.12.2023 heute fahren wir rechts rum! Zunächst an der Hauptstraße entlang in Richtung Toulon. Das hätte auch das heutige Ziel werden können, aber die einfache Strecke von knapp 38 Kilometer hat uns dann doch abgeschreckt. Wir entscheiden uns dazu die Strecke zu halbieren und sind froh drüber nachdem wir den Anstieg vor Saint-Cyr-sur-Mer hinter uns gebracht haben. Eigentlich sind wir ein wenig frustriert weil Corona nachwirkt und zu einigen Pausen zwingt. Gleichzeitig begeistern aber die tollen Ausblicke die sich dadurch offenbaren.



Bei der Runde am kleinen Hafen entdecken wir Schäden an Felswänden und fragen uns ob die Häuser darüber, offensichtlich bewohnt, tatsächlich noch sicher sind. Auf dem Rückweg noch ein paar Besorgungen für das Abendessen.

Donnerstag, 28. Dezember: -Reisetag- Entlang der Cote d´Azur gibt es für uns Ziele die wir unbedingt anfahren möchten. Die Filmstadt ist somit die erste Pflichtstation. Aber vorher noch ein Schlenker nach St.Tropez. Dort werden wir Teil des bunten Treibens im Hafen. Im Gegensatz zu Stuttgart wird der Weihnachtsmarkt nicht am 23.12. geschlossen und abgebaut. Hier ist noch alles in vollem Gange und auch gut besucht. Die Stadt verdient eigentlich einen längeren Aufenthalt, aber das passt heute nicht in unseren Zeitplan und sie wird daher eine Pflichtstation für die nächste Cote d´Azur – Tour.



Nach einem Snack an der original belgischen Pommesbude geht es zum nächsten Halt: Cannes

Leider ist die Stadt nicht wirklich Wohnmobil tauglich. Wir finden keine offiziellen Stellplätze. Die Einfahrten zu Parkplätzen ohne Dach sind für Fahrzeuge über zwei Meter gesperrt. Ziemlich entnervt und schon auf dem Weg in die nächste Stadt finden wir den Parkplatz „Palm Beach“. Weil hier die Fahrzeuge der benachbarten Baustellen abgestellt werden ist die Durchfahrtsbrücke beiseite geschoben. Glück gehabt, wir bekommen sogar einen Platz mit Meerblick. Vorm Abendessen noch ein abendlicher Spaziergang zur Erkundung der Wege in die Innenstadt. Der Palm Beach – Parkplatz ist echt ne Wucht, gute Lage für den Fußweg in die City, die tolle Aussicht und ausnahmsweise viel Raum drum rum. Allerdings ist das auch der örtlichen Jugend bekannt. Kurz gesagt: Die Nacht verläuft nicht ganz störungsfrei…

Freitag, 29.12.2024, die Belohnung für eine unruhige Nacht folgt mit einem prächtigen farbenfrohen Sonnenaufgang zum Frühstück. Es werden derzeit keine Parkgebühren erhoben was für uns bedeutet, dass die Stadtbesichtigung ohne Zeitdruck läuft. Der Weg zur Promenade führt vorbei an an richtig guten Anlagen zum spielen, skaten und chillen. Von der Promenade geht es dann zum Filmpalast. Das Gebäude ist erschreckend unspektakulär und passt so gar nicht zum Brimborium der Filmfestspiele Cannes.



Gleich daneben liegt der Startpunkt einer Stadtrundfahrt. Wir setzen uns in einen der Wagen und schauen uns die Sehenswürdigkeiten vom Touristenzug aus an. Die Fahrt führt auch am Weihnachtsmarkt vorbei. Wir merken uns den Weg und besorgen uns vor der Abfahrt noch eine Stärkung. Es gibt zwei senegalesische vegetarische Bowls. Eine etwas trocken, die andere etwas scharf. Aber zusammen als „Mix-Bowl“ überaus schmackhaft. Eigentlich könnten wir ja noch eine Nacht auf Palm Beach stehen bleiben, aber wir wollen einfach ruhiger schlafen.



Am späten Nachmittag finden wir in Villeneuve – Loubet den Campingplatz „L´Hippodrome„. Die haben gerade noch einen Platz für eine Nacht. Überraschend viel los auf den Campingplätzen dieser Gegend. Die Anlage ist auf zwei Straßenseiten angelegt. Um zur Rezeption und dem Sanitärgebäude zu gelangen müssen wir von unserem Areal aus über einen Zebrastreifen laufen. Aber alles easy! Wir lassen das W-Lan glühen und erstellen eine Liste von möglichen Stellplätzen die wir morgen anfahren wollen. Bis Nizza oder in der näheren Umgebung sollte doch etwas zu finden sein….

Samstag, 30. Dezember: Typischer Fall von Denkste! Das Internet ist offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand! Wir arbeiten die Liste ab und bekommen entweder „completly full“ oder „closed“ zu hören bzw. zu sehen.

Nizza:

Für den Wohnmobilisten eine Enttäuschung. Jede Menge Parkhäuser und einige „oben ohne“ Parkplätze , aber alles auf zwei Meter Durchfahrtshöhe beschränkt. Die Parkmöglichkeiten an der Straße sind zu schmal, zu kurz und zu voll. Aber schon diese ärgerliche erfolglose Durchfahrt weckt das Interesse des Stadttouristen. Die Promenade auf der einen und die Prachtbauten auf der anderen Seite machen echt was her…

Monte Carlo:

Gleiches Ergebnis was den WoMoSapiens betrifft! Aber auch hier ist der Tourist fasziniert. Die Stadt ist regelrecht in den Berg gemeiselt. Riesiege Leistung wie hier trotzdem beeindruckende Gebäude entstanden sind. Parkhäuser im Berg! Krass!!

In beiden Städten beschleicht uns das Gefühl das einzige Wohnmobil weit und breit zu sein. Unser Fazit dazu lautet daher:

WoMos müssen hier draußen bleiben!

Das heißt für uns: Neu orientieren! Wir schauen auf der Strecke nach Sanremo. Der Frust sitzt tief, dann verzichten wir eben auf Sightseeing in Nizza und Monte Carlo. Kurz nach der italienischen Grenze werden wir fündig. Im „Camping por la mer“ setzt man alle Hebel in Bewegung und findet ein kleines Plätzchen für unseren Pompui. An der Rezeption bessert sich die Laune schlagartig. Man bietet einen Fahrservice zum Bahnhof und von dort können wir sowohl Nizza und Monte Carlo als auch Sanremo mit dem Zug erreichen.



Juhuuuu die Stadtbesichtigungen sind gerettet. Schnell sind vier Übernachtungen gebucht und der Frust der letzten Stunden ist verflogen. Gut gelaunt wird Pompui eingeparkt und der abendliche Spaziergang zum Meer setzt noch einmal ein positives Highlight. Die Fahrerei hat Stunden gedauert, vor allem die Stadt-Durchfahrten haben viel Zeit gekostet.

Sonntag, 31. Dezember: Wie gewonnen so zerronnen. Es regnet!! Wir verbringen den Tag hauptsächlich im Schneckenhaus. Nur einmal kommt die Sonne kurz durch was wir für einen Spaziergang zum Minimarkt am Ortseingang nutzen, denn wir wollen ja den Jahreswechsel gebührend feiern…



Montag, 01. Januar: „Happy New Year“ oder auch „Neues Jahr, neues Glück“ Der Shuttle Service funktioniert und bringt uns zurück nach Frankreich zum Bahnhof Menton-Caravan. Wir leisten uns eine Tageskarte , denn wir wollen auf dem Rückweg in Monte Carlo einen Zwischenstopp einlegen.


Dienstag, 02. Januar: Auch heute nutzen wir den Shuttle Service. Es geht in die andere Richtung nach Ventimiglia. Von hier mit Hin- und Rückfahrt-Ticket nach Sanremo. Statt der Beschreibung unserer Fußmärsche durch die drei Städte bieten wir eine, zugegeben recht subjektive, Zusammenfassung:



Sanremo

hat auf jeden Fall gewonnen! Eine außergewöhnliche Altstadt. Die sympathische bodenständige Ausstrahlung und natürlich das überaus schmackhafte Spaghetti-Eis haben uns überzeugt.




Monte Carlo

hier fasziniert wie sich die Stadt an den Felsen schmiegt. Imposante Gebäude der neuen und alten Art. Das Casino mit der näheren Umgebung glänzt mit schmucken Bauwerken. Noch eindringlicher aber wirkt leider die Dekadenz. Der schnöde Parkservice für die Boliden der Besucher des Casinos wird zum publikumswirksamen Schauspiel hochstilisiert. Ein paar Schritte weiter ist die kleine Fußgängerzone komplett mit roten Teppichen ausgelegt, damit man trockenen Fußes in die Läden von PRADA, YSL und Genossen gelangt. Nicht unsere Welt!




Nizza

hat von beiden etwas. Viel Platz am Strand mit der beeindruckenden Promenade. Schmucke Gebäude und eine sehenswerte Altstadt.




Gemeinsamkeiten kann man am besten an den Häfen festmachen. Große Anlagen für besonders dicke Pötte! Was die Städte aus unserer Sicht gemeinsam haben ist: Wenig Sinn für Wohnmobile!

Mittwoch, 03. Januar: – Reisetag – Das nächste Ziel ist Genua. Das Prinzip „Latte“ findet auch hier Anwendung.


Der „Caravan Park La Vesima“ bietet eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe der Platzeinfahrt. Beim Check Inn bekommen wir die nötigen Infos für unsere Unternehmung. Die Buslinie 708 fährt zum Bahnhof Genua-Voltri. Um von dort ins Zentrum zu kommen braucht man nur in den Zug zur „Piazza Principe“ umzusteigen. Ein richtig gutes Argument für zwei Übernachtungen.


Dazu kommt der direkte Zugang zum Strand. Die Betreiber haben zwar noch einiges an Arbeit vor sich, aber die gute Auslastung und die sauberen sanitären Anlagen sprechen für sich.


Donnerstag, 04.01.2024, der Bus fährt stündlich. Das beschert uns ein gemütliches Frühstück. Sogar der kleine Markt des Platzes bietet frische Backwaren. Gut gestärkt und ebenso gut gelaunt machen wir uns auf den Weg. Das Ticket kaufen wir über das Handy mit der App der hiesigen Verkehrsbetriebe. Anfang Januar bei 20 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein in Genua ein ungewohnter Start ins neue Jahr. Wir sind wieder viel zu Fuß unterwegs. Vom Casino über die Altstadt mit einer „Piazza“ nach der anderen zum Antikhafen. Ein Augenschmaus ist die Galeere im Hafenbecken. Erinnert ein wenig an die Black Pearl von Captain Sparrow. Gleich daneben vorm Meeres-Museum liegt ein U-Boot zur Besichtigung bereit. Wir gehen aber lieber daran vorbei zum Weihnachts-Jahrmarkt. Genua ist eine Reise wert!



Freitag, 05. Januar: – Reisetag – Wir sind auf dem Rückweg nach Hause und die nächste Zwischenstation soll am Lago Maggiore sein. Bei den Zielen aus dem Internet ist wieder einmal Fehlanzeige. Ganz zufällig erkennen wir bei der Durchfahrt von Oggebbio den Hinweis auf einen Wohnmobilstellplatz. Die Zufahrt ist nicht einfach, sehr eng mit ziemlicher Steigung. Sogar die Seitenspiegel mussten an manchen Stellen eingeklappt werden. Zum guten Schluss stehen wir aber doch unfallfrei am Geländer unserer Terrasse und genießen den trüben Blick über den See. Der Dauerregen treibt uns für den Rest des Tages ins Schneckenhaus.



Samstag, 06. Januar: – Reisetag – Das Ticket gilt bis 14:00 Uhr. Zeit genug für einen kleinen Rundgang zum See und über die verschlungenen Pfade zurück zu Pompui. Die Absicht bei kurzen Stopps die Räder für eine Erkundung der Gegend zu nutzen lassen wir stecken, denn es ist einfach zu steil hier. Die Kletteraktion vom See zurück zum Platz bestätigt unsere Entscheidung.



Danach geht es weiter Richtung Lucano. Freie bzw. offene Campingplätze sind schon wieder Fehlanzeige. Irrfahrten durch einige Gemeinden auf der und neben der Strecke ohne Erfolgserlebnis. Ziemlich frustriert finden wir endlich im abgelegenen Industriegebiet von Bellinzona unter der Straßenbrücke einen überraschend gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatz. Neben dem Kassenautomaten gibt es Stationen für Wasser und Abwasser sowie zur Mülltrennung. Wir sind begeistert. Obwohl wir nur 60 Kilometer gefahren sind stellen wir uns unter die Brücke und ignorieren den Wind. Offensichtlich besteht hier eine Art Sogwirkung, denn Pompui wird in der Nacht ziemlich durchgeschüttelt. Die Böen rütteln gehörig am Radträger, aber die Angst vor Schäden daran erweist sich glücklicherweise als unbegründet.

Samstag, 07. Januar: – Reisetag – Nur ein kurzes Frühstück und der Blick auf die Beschaffenheit des Heckträgers bevor wir uns schnell aus dem Wirkbereich der Windböen bewegen. Luzern ist die grobe Richtung. Den nächsten Campingplatz haben wir nicht aus dem Internet sondern dem Katalog des ASCI-Club entnommen. Der Maßstab der enthaltenen Landkarte lässt leider nur grobe Schätzungen zu anhand derer wir das Ziel in der Nähe von Luzern glauben. Die Fahrt führt durch den Gotthard-Tunnel bis zum Zuger See. Der „Camping Unterägerli“ ist tatsächlich nur ganz grob in der Nähe von Luzern. Das macht aber nichts, denn der Empfang ist überaus herzlich und wir fühlen uns gleich wohl hier. Besonders krass ist der Klimawechsel spürbar. Vor drei Tagen in Genua noch 20 Grad, heute drei Grad minus und wir stehen auf geschlossener Schneedecke.



Auch dieses Erlebnis haben wir in Stuttgart schon lange nicht mehr gehabt. Wir bleiben für zwei Übernachtungen hier und unternehmen mehrere Spaziergänge. Die Räder sind auch hier nicht zur Fortbewegung geeignet. Nachträglich feiern wir endlich mal wieder Weihnachten im Schnee. Die 140 Kilometer von Bellinzona nach Unterägerli haben sich mehr als gelohnt.



Dienstag, 09. Januar: – Reisetag – Es geht nach Hause!


Nach 274 Kilometer und knapp vier Stunden Fahrt stehen wir wieder vorm Küchenfenster.

Laut Tacho haben wir eine Gesamtstrecke von 2190 Kilometer zurück gelegt. Das sind 120 Kilometer mehr als uns „Google Maps“ berechnet hat. Was unsere Tendenz zu Umwegen betrifft ist das eine richtig gute Quote…



Saisonende


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