Bad Bellingen vom 06. bis 10. März 2019
Die neuen Räder müssen getestet werden. Wir nutzen die erste einigermaßen brauchbare Wettervorhersage und suchen uns den Campingplatz Luginsland in Bad Bellingen als Ziel aus.




Trotz der guten Wetteraussichten sind wir auf alle Umwelteinflüsse vorbereitet. Die Räder sind nagelneu und brauchen unbedingt Auslauf. Die Strecke nach Weil am Rhein scheint uns passend. Warm eingepackt machen wir uns auf den Weg.






Kurzer Rundgang in Weil am Rhein und dann am Dreiländereck über die Brücke auf die französische Seite des Rhein. Hier werden keine Schwäne gefüttert sondern Wasservögel ernährt.




Das Wetter hält bei Leibe nicht das was man uns versprochen hat. Bereits bei der Rückfahrt mit den Rädern wird es noch kälter, trüber und feuchter. Dann eben keine Radtour mehr. Stattdessen gehen wir, mit Regenschirmen bewaffnet, nach Bad Bellingen und besuchen zur Entspannung die Therme. Das wird ein versöhnlicher Abschluss für ein kühles und verregnetes Wochenende. Aber die Räder haben den Test mit „sehr gut“ bestanden……
Ostern in der Rhön, vom 17. bis 23. April 2019

Dieses Weihnachtsgeschenk der Kinder gibt den Ausschlag. Unter dem Kapitel 17 wird die Tour „Fulda und Rhön“ beschrieben. Das weckt bei mir die Erinnerungen an meine Zeit beim Bundesgrenzschutz. Aus dem Vorschlag im Buch wird somit eine Nostalgietour, zurück in die Jahre 1978 bis 1984.
Die erste Station ist Alsfeld. Nach der Vorbeifahrt am Frankfurter Flughafen bewegen wir uns auf alten Pfaden. Denn zu Zeiten der Grundausbildung habe ich noch in Engelstadt bei meinen Eltern gewohnt. Nach etwa 30 Kilometer Landstraße ging es damals in Mainz auf die A 5. Alte und neue Strecke treffen sich am Frankfurter Nordwestkreuz. Wir kommen erst gegen halb zehn nach Alsfeld. Zur Übernachtung bietet das Internet den Wohnmobilstellplatz am Erlenstadion an. Es gibt auch tatsächlich genug freie Stellplätze. Nach einer Runde in der Altstadt gibt es sogar noch ein gutes Abendessen in der Pizzeria San Marino. Das Rückgeld besteht aus einer größeren Anzahl von 50 Cent Münzen. Stromsäule und Parkautomat wollen gefüttert werden. Wir frühstücken beim Bäcker Rahn. Ein tolles Fachwerkgebäude, bestehend aus zwei Einzelhäusern die wohl später durch eine Galerie verbunden worden sind.





Beim Rundgang am Abend waren die Bürgersteige hochgeklappt und die Straßenlaternen auf Sparflamme gestellt. Bei Sonnenschein strahlt die Altstadt und es herrscht reger Betrieb. Das Rathaus ist sehr berühmt, vor allem bei Bastlern. Die Firma Kibri bietet nämlich einen Bausatz für die Modelleisenbahn Spur H0 an.
Nach einem langen Spaziergang zum ehemaligen BGS-Standort empfängt uns meine Vergangenheit in Form einer alten Hinweistafel, die aber einem aktuellen Zweck dient. Die Unterkunftswache ist jetzt eine Fahrschule und die Krankenabteilung ein Kindergarten. Das Gebäude meiner Ausbildungshundertschaft hat sich nur wenig verändert. Allerdings wäre da drin kein Morgenappell mehr möglich, denn man hat die Grundfläche aufgeteilt und Wohneinheiten integriert.




Es geht wieder in die Gegenwart zum Stellplatz beim Erlenstadion und weiter in Richtung Rhön-Camping. Der Campingplatz überrascht uns positiv. Er ist wirklich schön angelegt und direkt an einem Bach gelegen. Ein kleiner Badesee mit Ritterburg ist ein idealer Kinderspielplatz und für besonders Wissbegierige gibt es einen Gesteinslehrpfad.




Schon zuhause habe ich mit Google Maps eine Radtour ausgearbeitet. In der Theorie sieht das ganz gut aus. In der Praxis nehmen wir den Plan aber eher als Vorschlag. Nach den ersten schweren Steigungen kürzen wir die Strecke indem wir den Schlenker nach Hilders und Tann auslassen. Die Klettertour nach Frankenheim, der höchstgelegenen Stadt in der Rhön, hat einige Körner gekostet. Die anderen Ziele sind dahin gehend sehr einfach zu erreichen.
Das Schild mit dem Hinweis auf die Teilung Deutschlands bestätigt uns, dass wir nun doch wieder auf dem richtigen Weg sind. Nach der kleinen Steigung und der Linkskurve ist dann auch schon der Grenzturm in der Ferne zu erkennen. Es geht wirklich um einiges leichter wenn man das Ziel vor Augen hat….




In den Jahren vor 1990 war hier das Grenzschutzkommando Süd, also die bayrischen Kollegen, zuständig. Einige besonders mutige und auch hungrige Grenzschützer aus Hessen haben es gewagt ihren Streifenplan eigenmächtig zu ändern. Am Dreiländereck gibt es die beste Bratwurst weit und breit. Die Betreiber befeuern diese Meinung durch eine Werbetafel mit der Aufschrift: „Hätt‘ Adam unser Wurst besessen hätt’ er den Apfel nicht gegessen“ Auch ich habe mich damals auf Grenzstreife von der sehr guten Qualität der Wurst überzeugt. Heute ist uns aber nicht mehr nach Schwein und Rind…… Stattdessen stellen wir die Räder ab und laufen zu einem besonderen Naturphänomen, dem schwarzen Moor. Der Weg dorthin führt an einem traurigen Kapitel der Rhöner Geschichte vorbei. Im Reichsarbeitsdienstlager waren ab dem Jahre 1936 die „Soldaten der Arbeit“ untergebracht.




Die Rückfahrt dauert wieder einmal länger als geplant. Zunächst befahren wir einen normalen Radweg, dann einen gut benutzten Wanderweg bis wir dann im Wald hängen bleiben und die Räder schultern müssen. Die Geräusche von fahrenden Autos führen uns wieder auf eine Straße. Das Straßenschild macht uns aber deutlich, dass wir in der letzten Stunde im Kreis unterwegs waren, denn am Parkplatz „Schwarzes Moor“ hat die Rückfahrt begonnen.




Jetzt ist auch alles egal und wir fahren, sehr zum Unmut der Autofahrer, direkt auf der Straße um weitere Umwege zu vermeiden. Zurück am Platz belohnen wir uns mit Geflügel und Spargel vom Grill…….
Für Samstag ist in der Theorie eine weitere Radtour vorgesehen. Die gestrigen Erfahrungen, die strapazierten Muskeln und Hinterteile sprechen aber gegen eine praktische Umsetzung….. Nach dem ausgiebigen Frühstück kurbeln wir die Markise ein, blockieren unseren Platz mit Tisch und Stühlen. Die Räder binden wir fest, die brauchen wir heute nicht. Erste Station ist die Wasserkuppe, das Mekka der Segelflieger und im Winter natürlich auch ein tolles Schneegebiet. Zu Zeiten des BGS haben wir den Dienstsport hierher verlagert und es mit Langlauf versucht. Hier oben gibt es weitere Attraktionen wie die Sommerrodelbahnen und den Hochseilgarten. Bemerkenswert ist der Hinweis auf das im Bau befindliche Feriendorf.







Nächster Halt ist Fulda. Nach Alsfeld war das meine zweite Station in der Ausbildung. Nach der bestandenen Laufbahnprüfung kamen dann noch vier Jahre als Einsatzbeamter hinzu. Der Wechsel zur richtigen Polizei führte 1984 von Fulda nach Stuttgart. Die komplette Kaserne ist nun der Hochschule Fulda angegliedert. Von außen sehen die Gebäude unverändert aus. Die Einfahrt ist leicht angepasst worden. Die ehemalige Unterkunftswache ist hinter der Hecke verschwunden. Die Nostalgietour geht weiter. Die Ausfahrt nach links in die Leipziger Straße, das Hotel Lenz rechts liegen lassend geht es raus aus Fulda. Wir bewegen uns auf den Spuren der unzähligen Grenzstreifen in Richtung Rasdorf. Kurz nach Rasdorf werden wir wieder an vergangene Zeiten erinnert. Zu BGS – Zeiten war dies der Beobachtungspunkt Rasdorf / Geisa. Statt der freien Sicht nach Geisa hatte man diesen blöden Metallzaun im Blick.






Die Gedenkstätte Point Alpha ist entlang des alten Grenzverlaufes angelegt:








Es wird ein langer Tag. Völlig geschafft kommen wir zum Stellplatz, parken neben unseren Möbel ein und fahren die Markise wieder aus. Jetzt können wir es uns vorm Schneckenhaus gemütlich machen. Den Ostersonntag nutzen wir zur vollständigen Regeneration. Ein kleiner Spaziergang zum Badesee und eine Runde auf dem Gesteinslehrpfad reichen an Bewegung für diesen Tag….. Kraft sparen für die morgige Radtour ist angesagt. Bei der ersten Tour hatten wir ja abgekürzt und Hilders sowie Tann ausgelassen. Diese Strecke soll nun nachgeholt werden. Es geht einen Teil auf dem Milseburgradweg entlang. In Hilders bewundern wir den Garten des neu gestalteten Bahnhofgebäudes und vor allem das Klingelschild. In Tann gönnen wir uns endlich einmal ein Gedeck, also Spaghettieis und Latte Macchiato. Das Städtchen ist uns von unserer Radtour im Jahr 2008 bekannt.




Den Blick zum Marktplatz haben wir damals beim Pizza essen genossen. Nach dem Eis sind wir gut gestärkt für die Rückfahrt. Es gelingt uns sogar ohne Umwege den Campingplatz zu erreichen.… Damit geht die Zeit in der Rhön zu Ende.
Wir wollen uns Frankfurts neue Altstadt anschauen. Im Radio hat HR3 Werbung für das Ergebnis jahrelanger Renovierung und Restaurierung gemacht. Frankfurt liegt ja quasi auf dem Weg…. Früher war dies die Strecke über die Dörfer. Jetzt rauschen wir zweispurig am Kaliberg von Neuhof vorbei.








In Frankfurt wird es in jeder Hinsicht eng. Pompui verlangt von einem Straßenbahnfahrer viel Augenmaß, aber alles wird gut. Wir fotografieren aus sicherer Entfernung 😉 Wir schauen uns die Gegend um den Römer an. Tatsächlich sind hier wieder alte Gebäude mit neuen Materialien entstanden. Die Bausünden aus den 60er und 70er Jahren sollen nach und nach durch die Replicas der früheren Altstadt ersetzt werden. Sehr ansprechend was bisher daraus geworden ist. Pompui steht unverletzt am Parkplatz, wenn schon die Straßenbahn genug Platz hat, wer soll da noch anecken….
Dann hat uns Stuttgart wieder….
Bremen und Hamburg vom 26. April bis 05. Mai 2019
Den Hochzeitstag und damit auch meinen Geburtstag wollen wir so oft es geht in Bremen und Hamburg feiern. Für die diesjährige Tour haben wir uns neue Campingplätze ausgesucht. Das erste Ziel ist somit der Hansecamping in Bremen. Wir starten Freitag nach der Arbeit. Auf der Fahrt geschieht nichts außergewöhnliches. Den getarnten Erlkönig haben wir leider nur von hinten erwischt…… Dafür aber einen tollen Abendhimmel….. Ein Zwischenstopp ist eingeplant und der Autohof Malsfeld bekommt den Zuschlag für die Übernachtung. Der nächste Morgen überrascht uns mit dichtem Nebel und einem kalten Schneckenhaus. Die Gasflasche ist leer und daher steht die Heizung auf Störung. Kein Problem die Tankstelle bietet auch volle Flaschen zum Tausch an. Während ich tausche kümmert sich Elli um das Frühstück. Das kleine Hotel nebenan bietet nämlich ein morgendliches Buffet an und sie legt schon mal das Handtuch auf die Liege. Vorm Frühstück noch ein paar Impressionen im Nebel.




Das Frühstück wird ausgedehnt. Erstens begeistert das Buffet und zweitens hoffen wir darauf, dass sich der Nebel lichtet. Der Plan geht fast auf. Der Nebel lichtet sich zwar, aber unterwegs geraten wir in einen Stau. Also nutzen wir die Abfahrt zu einer Raststätte und legen eine Mittagspause ein. Der Hansecamping liegt an Bremens Stadtwaldsee. Die Rezeption öffnet um 15:00 Uhr und die Zeit bis dahin verbringen wir mit einem Spaziergang am See und einem Kaffee im dortigen Restaurant. Der Rundweg eignet sich hervorragend für Ellis morgendliche Joggingrunde….




Das Wetter ist mal wieder typisch für den Norden, daher nehmen wir uns für den Rest des Tages nichts mehr vor. Stellplatz beziehen, einrichten und das SAT-Ei ausrichten. Pünktlich zum Ruhrpott-Derby Dortmund – Schalke 04 haben wir ein Bild.
Den nächsten Morgen beginnt Elli mit einer Runde am See und ich hole die bestellten Brötchen an der Rezeption ab. Nach dem gemütlichen Frühstück setzen wir uns auf die Räder und machen eine kleine Tour durch unsere Lieblingsstadt. Wir schlendern an der Weser, bzw. an der Schlachte entlang. Dann geht es zum Marktplatz am Roland vorbei und auch der Besuch bei den Stadtmusikanten ist Pflicht.




Das Wetter ist wirklich gut, daher verlängern wir die Tour an der Weser entlang. Ab dem Weserstadion geht es auf den Rückweg. Jetzt wird es etwas komplizierter, denn Komoot, unser neuer Radtourenplaner, versteht uns nicht. Oder ist es andersrum? Auf jeden Fall bringt uns ein freundlicher Bremer wieder auf den richtigen Pfad.
Am nächsten Tag, Montag, 29. April macht sich wieder das unbeständige Wetter breit. Kein Tagesplan, lediglich ein ausgedehnter Spaziergang zum Einkaufsmarkt, verbunden mit Kaffee und Nussecken….. Für morgen ist besseres Wetter angesagt. Wir haben an der Rezeption eine Karte vom so genannten Blockland gefunden. Dieser Landstrich wird begrenzt durch die Wümme und sieht aus wie ein riesiges Flachland Biotop. Durch kleine Kanäle werden die Wiesen bewässert und die Schafe scheinen sich wirklich wohl zu fühlen. Wir kommen u.a. am Biohof Kaemena vorbei und lassen uns dort das leckere Bio-Eis schmecken. Das könnte ab sofort bei jedem Bremen Besuch eine Pflicht – Anlaufstelle werden.




Es ist Zeit für die Weiterfahrt nach Hamburg. Als Geschenk zum Hochzeits- und Geburtstag haben wir uns zwei Tickets für das Musical „Tina“ gegönnt. Die Basisstation in Hamburg richten wir bei Camping Buchholz im Stadtteil Hamburg-Stellingen, Kieler Str. 374, ein.
Da hat jemand seinen Garten betoniert und Stellplätze für 20 Fahrzeuge eingerichtet. Camping mitten in der Stadt sozusagen. Für den Rest des Tages gibt es nur einen kleinen Rundgang in der Nachbarschaft, denn es ist richtig kalt geworden. Wir machen es uns im Schneckenhaus gemütlich und feiern in den kombinierten Hochzeits-/ Geburtstag hinein….
Das Wetter in Hamburg hat echt Luft nach oben. Wir dehnen das Frühstück aus um eine Besserung abzuwarten, aber das wirkt nicht wirklich. Na ja wir sind gut vorbereitet und erhöhen den Zwiebel – Look um eine weitere Lage. Die Bushaltestelle, Basselweg, ist nur knapp 200 m vom Platz entfernt. Mit der Linie 4 fahren wir zur Haltestelle „Schlump“ und steigen in die S-Bahn nach St. Pauli um. Erste Anlaufstelle ist das Operettenhaus denn die Onlinetickets müssen an der Tageskasse eingelöst werden. Dort bietet man uns ein 3-Gang-Menü im Restaurant „Freudenhaus“ als Kombipaket an. Abendessen und danach zum Musical klingt gut! Das Freudenhaus sieht von außen nicht wirklich einladend aus. Aber wer „A“ sagt muss auch „B“ sagen. Drinnen werden wir eines Besseren belehrt und sind positiv überrascht. Das Menü ist empfehlenswert und als Einstimmung auf den Musicalabend hervorragend geeignet. Wir werden uns die Adresse Hein-Hoyer-Str. 7-9 für das nächste Mal merken. Danach lassen wir uns von „Tina“ verzaubern. Eine gelungene Vorstellung mit der Musik aus allen Lebensphasen von Tina Turner. Für uns ist es der gelungene Höhepunkt des Tages.
Nach einem ausgiebigen Frühstück nutzen wir wieder die Öffentlichen zur Fahrt an die Landungsbrücken. Von hier spazieren wir gemütlich rüber zur Speicherstadt um dann dem Wegweiser zum Miniatur Wunderland zu folgen.








Der letzte Besuch endete für uns im Kassenbereich mit dem Hinweis auf knapp 1 Stunde Wartezeit. Man hat uns geraten lieber online Karten zu bestellen. Das ist heute unser Vorteil. Wir gehen ohne Wartezeit in die Ausstellung, packen die Jacken in ein Schrankfach und tauchen ein ins Wunderland.




Das Wetter ist nicht unser Freund, daher beschließen wir schon einen Tag früher abzufahren. Der Plan am nächsten Tag mit dem Rad von der Hafencity nach Blankenese zu fahren ist abgesagt. Bei dem Wetter macht es keinen Spaß. Das holen wir aber bestimmt nach. Den angefangenen Tag müssen wir zwar bezahlen, aber das ist uns egal. Wir lassen uns lieber mehr Zeit für eine gemütliche Heimreise. Das Wetter bessert sich je weiter wir uns von Hamburg entfernen. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke fahren wir in Kassel ab. Wir nutzen den Wohnmobilstellplatz am Auestadion. Der Campingplatz gegenüber erlaubt sogar die kostenlose Nutzung der sanitären Anlagen. Alles in allem eine gute Entscheidung.
Wir freuen uns an dem tollen Wetter und spazieren an der Fulda entlang zur Innenstadt. Der Weg ist spektakulär, die Innenstadt nicht so sehr….






Am nächsten Morgen fahren wir ausgeruht weiter, frühstücken an der Raststätte Großenmoor und kommen völlig entspannt am frühen Nachmittag in Stuttgart an.
Nach der Fahrt ist vor der Fahrt, denn die nächste Tour ist schon in Planung
Pfingsten in Merkendorf vom 07. bis 10. Juni 2019
Unverhofft kommt oft. Kurzfristig übernimmt ein Kollege meine Bereitschaft an Pfingstmontag. Der Versuch einen Stellplatz am Chiemsee zu reservieren schlägt fehlt. „Wir sind ausgebucht, aber kommen sie doch vorbei, wir finden dann schon eine Lösung…“ So lauten die Antworten auf unsere E-Mail-Anfragen. Da ist uns zu viel Risiko dabei.
Dann fahren wir lieber auf gut Glück ins fränkische Seenland. Entweder am Altmühlsee oder am Brombachsee wird es wohl ein freies Plätzchen für uns geben. Wir kommen Freitag leider erst spät weg. Als dann auch noch starker Wind und Regen fast die Scheibenwischer aus den Halterungen hebt machen wir Halt am Autohof Crailsheim.
Nach einer unruhigen Nacht frühstücken wir im Hotel Golden Nugget. Die Frühstücksecke versetzt uns zurück in die 70er Jahre. Möblierung, Accessoires und die Musik von Bayern 1 passen genauso wie der für diese Zeit typische Musikturm mit dicken Standboxen. Einige Dinge davon könnten auch aus meinem sogenannten Jugendzimmer in Engelstadt stammen.
Bei herrlichem Wetter geht es gut gelaunt weiter an den Brombachsee. Aber typischer Fall von Denkste. Die gute Laune wird getrübt von den Schildern „Ausgebucht“ an der Einfahrt zu den Campingplätzen. Alles belegt! Na dann entfernen wir uns eben von den Seen.
Tatsächlich! Glück im Unglück, wir finden in Merkendorf etwa 15 Kilometer weg vom Altmühlsee eine passende Lücke im Wohnmobilstellplatz am Natur – Freibad.




Die Anlage wird offensichtlich von einem Verein betrieben. Auch im Kiosk leisten Vereinsmitglieder ihre Arbeitsstunden ab. Wir vertreiben die letzten negativen Stimmungen und lassen uns Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Freibades schmecken. Der Kuchen muss natürlich wieder abtrainiert werden. Ganz einfach wäre es gewesen von der Terrasse in den Weiher zu springen, aber bei den Vorbereitungen zum Badeurlaub sind tatsächlich die Badesachen zu Hause liegen geblieben!!!! Dann setzen wir uns auf die Räder und schauen uns Merkendorf an. Ziemlich wenig los in der Stadt, nur auf den Dächern herrscht reger Betrieb. Am Ortseingang halten wir noch ein kurzes „rote Renner – Treffen“ ab.










Ein Blick auf die Karte bringt uns auf einen Plan für den nächsten Tag. Eine Runde mit den Rädern nach Ansbach und zurück. Schöne Tour, schöne Stadt und gutes Eis. Wir sind mit leichtem Gepäck unterwegs, also ohne Kamera. Ob wir mit dem Handy Fotos gemacht haben? Keine Ahnung….
Wir werden wohl nochmal hierher kommen müssen. Das Natur – Freibad ist einen weiteren Besuch wert. Für die Rückfahrt lassen wir das NAVI aus und fahren über die Dörfer. Frühstück in Gunzenhausen und weiter durch Oettingen, Nördlingen, Aalen, Schwäbisch Gmünd und Fellbach.
Dies war die kurzfristige ungeplante Tour nun folgt eine langfristig geplante Tour.
Pompui bekommt was aufs Dach vom 18. bis 23. Juni 2019
Seit dem Caravan Salon im letzten Jahr sammeln wir Informationen für eine Photovoltaik-Anlage für unser Schneckenhaus. Die Firma KleCamp in Kranenburg bekommt den Zuschlag. Die offene Art der Kommunikation und das umfassende Angebot haben uns überzeugt. Der Montagetermin wird auf den 18. Juni festgelegt und wir bauen noch ein paar freie Tage an der Nordsee mit ein.
Dienstag früh geht es los. Natürlich nicht auf dem direkten Weg. Besuch bei den Schwiegereltern zum „Tschüß“ sagen und dann ein etwas spartanisches Frühstück beim Bäcker Katz in Kornwestheim. Von Katz sind wir eigentzlich besseres gewohnt, aber beim REWE ist das nur ein kleiner Verkaufsstand mit begrenztem Angebot. Kaffee und Laugenstück müssen halt mal genügen. Bis Limburg hält der Sprit und auch das Laugenstück. Nach dem Tanken probieren wir Kaffee und Kuchen bei McCafe. Wir verteilen hierfür zwei Pluspunkte. Gut gestärkt fahren wir zum nächsten Halt. Das CentrO in Oberhausen. Nur mal kurz die Beine vertreten und dann machen wir uns auf die Suche nach dem Firmenstandort im Industriegebiet Kranenburg.
Wir sind natürlich zu spät dran und suchen uns in der Nähe einen Parkplatz zum Übernachten. Der Wecker klingelt uns kurz vor 08:00 Uhr raus. Damit wir pünktlich zum Termin vorm Firmengelände stehen. Die Montage dauert den ganzen Tag. Wir sollen kurz vor 17:00 Uhr wieder zurück sein. Da Kranenburg dicht an der Grenze zu den Niederlanden liegt haben wir uns eine Radtour über die Grenze nach Nijmegen vorgenommen. Da kann man bestimmt den ganzen Tag verbringen.

Aber ohne Mampf kein Kampf. Vom Industriegebiet aus radeln wir direkt zur Bäckerei Derks am Marktplatz, wie es uns Google vorschlägt. Zuvor noch ein wenig Bargeld für den Tag. Die Regenschirme kennzeichnen die Einkaufsstraße, dort finden wir den Bankomaten und haben Glück, die Läden sind noch zu.




Die Bäckerei bietet eine Art Frühstücks Buffet und wir lassen es uns auf der Terrasse unterm Schirm so richtig gut gehen. Frisch gestärkt radeln wir vom Marktplatz aus zur Maas und dann in die Innenstadt von Nijmegen.
Vorbei an interessanter Gastronomie geht es zum Rathausplatz. Ein kleiner Rundweg um die St. Stevens Kirche. Kleiner Hinweis am Rande, unsere Räder stammen von der Firma Stevens…… Das neue Viertel mit der zweigeschossigen Einkaufsstraße wartet mit besonderen Design Ideen auf. Durch ein etwas skuriles Viertel mit ein paar Coffeeshops, die gar keinen Kaffee verkaufen, gelangen wir wieder zur Gastrostrasse und den Rädern….













Das Eis gönnen wir uns wieder in Kranenburg. Die Pause am Eissalon hilft uns die Ungeduld zu überwinden, denn wir sind zwar sehr neugierig wollen aber nicht zu früh zur Firma KleCamp. Zum Spaghetti Eis gibt es sogar noch einen zweiten Latte Macchiato. Bei unserer Ankunft steht Pompui bereits im Hof. In der Sonne trocknen die Klebstellen schneller. Der Chef persönlich übergibt uns das WoMo, zeigt uns die montierten Geräte und erklärt uns die Steuerung per Handy App. Alles ist perfekt und jeden Cent wert. Er rät uns noch die neuen Batterien zwei Tage am Netz zu laden, damit sie auf 100% Ladung kommen und dies auch entsprechend gespeichert wird. Passt gut ein paar Tage an der Nordsee sind bereits eingeplant. Den Ferienpark Kijkduin haben wir uns ausgesucht.






Den nächsten Tag beginnen wir mit einem Spaziergang. Vom Platz zum Strand und weiter durch die Dünen nach Kijkduin zur Einkaufspassage (Winkelpromenade). Die Passage hat zwar ihre besten Zeiten hinter sich, aber das Café am Eingang präsentiert uns einen schmackhaften Pfannkuchen. Da stört auch der hungrige Beobachter auf dem Stuhl gegenüber nicht.








Die Läden im unteren Bereich sind leer, aber die Wände präsentieren eine sehr interessante Sammlung von Airbrush-Kunstwerken als Mahnung gegen die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfall.








Auf dem Weg zurück überlegen wir uns schon den Plan für morgen. Scheveningen, die Hafenstadt vor Den Haag ist nicht weit weg. Das Riesenrad und die weiße Rakete sind laut Hinweistafeln nur sechs Kilometer entfernt. Da laufen wir aber nicht hin, wir nehmen die Räder. Die Fahrt nach Scheveningen muss wegen einigen „Wegelagerern“ unterbrochen werden. Allerdings ist unser Interesse an ihnen höher als andersrum. Solch coole Wiederkäuer sieht man nicht alle Tage und sogar in freier Wildbahn. Wir halten lieber Sicherheitsabstand und verzichten aufs Fellkraulen….. Dann geht es weiter durch die Dünen bis zur Strandpromenade von Scheveningen







Dort werden wir beim Blick in den Hafen überrascht. Sehr farbenfroh und eine Vielzahl von hohen Segelmasten wecken unsere Neugier. Danach entfernen wir uns vom großen Wasser und schauen uns kurz die Innenstadt an. Tatsächlich nur kurz, denn der Trubel am Hafen hat uns schon geschafft, wir wollen nur noch zurück ins Schneckenhaus.








Die Rückfahrt auf den Fahrradwegen der Stadt ist eine Offenbarung. Die Holländer fahren wie die Wilden und scheren sich einen Dreck um die anderen Verkehrsteilnehmer. Die Räder haben die Übermacht und sind ziemlich rücksichtslos gegenüber Artgenossen. Wer nicht mit dem Strom schwimmt wird einfach überrollt…. Wir sind durchaus froh den Campingplatz unfallfrei und ohne Verletzungen erreicht zu haben. Eins ist klar, die nächste Tour führt uns nicht wieder in die Stadt.
Am nächsten Tag fahren wir deshalb in die entgegengesetzte Richtung, nämlich zum Hoek van Holland. Eine Infobroschüre hat uns neugierig gemacht. Es handelt sich hierbei um eine kleine Küstenstadt, einem Stadtteil von Rotterdam. Des weiteren mündet hier der Rhein in die Nordsee. Das Mündungsdelta wird auch als Einfahrt in den Hafen von Rotterdam genutzt. Der Radweg an der Düne entlang führt uns direkt in den Ort und an den Leuchtturm. Das Städtchen ist nichts besonderes, daher fahren wir weiter zur eigentlichen „Ecke“ von Holland. Am Kiosk „De Pier“ stellen wir die Räder ab und laufen an und auf dem Kai entlang zur Mündung.




Es wird doch sehr windig und kühl je näher wir der Mündung kommen. Bis zur neuen Ferienhaus Anlage schaffen wir es noch gegen Wind und Sand, aber dann geben wir auf. Auf der Terrasse des Pier, übrigens ein umfunktionierter Bunker, lassen wir uns dann eine Cola mit Pommes schmecken.




Die Art der Zubereitung dieser Pommes ist mir neu. Da hängt eine Presse mit Kartoffelbrei über der Fritteuse und für jede Portion wird der Hahn geöffnet. Ungefähr wie bei der Spätzlepresse. Das Ergebnis schmeckt hervorragend. Durch den Gegenwind wird die Rückfahrt etwas beschwerlicher. Unterwegs besorgen wir uns am Fisch Imbiss das Abendessen. Danach wird eingeräumt und Pompui auf die Abfahrt morgen vorbereitet.
Abfahrt um 09:00 Uhr ohne Frühstück. Das holen wir in Oberhausen nach. Noch eine Rast in Bad Camberg und relativ entspannt erreichen wir am Nachmittag Stuttgart. Die Photovoltaik Anlage zeigt 100 Prozent Ladung an und die Paneele auf dem Dach scheinen auch das eine oder andere Watt zu produzieren. Mal sehen wann wir die Installation mal so richtig ausnutzen können. Spätestens in Schweden, denn dort ist auch das so genannte „wilde Camping“ erlaubt.
Mecklenburgische Seenplatte vom 26. Juli bis 23. August 2019
Freitag nach der Arbeit geht es los. Als erstes Etappenziel haben wir uns den Wohnmobilstellplatz am Heinrichsdamm in Bamberg ausgesucht. Sehr gut gelegen, direkt an der Regnitz, können wir am Ufer entlang direkt in die Altstadt laufen. Je dunkler es wird desto stimmungsvoller präsentiert sich die Innenstadt.






Wir sind nur auf der Durchreise, aber die Stadt ist auf jeden Fall einen zweiten Besuch wert. Neben dem Stellplatz, an der S-Bahn-Haltestelle Heinrichsdamm, holen wir uns vorher noch Brötchen zum Frühstück.
Als grobe Richtung haben wir uns die sächsische Schweiz vorgenommen. Zuvor genehmigen wir uns noch ein Eis in Bayreuth. Imposante Gemäuer, seltsame Gestalten und zwei berühmte Söhne der Stadt begegnen uns auf unserem Spaziergang.








Nächster Halt ist die sächsische Schweiz. Schon das eine oder andere Mal als Ziel ausgegeben sind wir bisher immer am Wetter oder aber auch am Zeitplan gescheitert. Der Bildschirmschoner vom Computer hat die Neugierde geweckt. Den Standort des Fotografen entdecken wir vom Parkplatz kommend beim betreten des Rundweges zur Basteibrücke. Tolle imposante Steingebilde, aber auch imponierende Handwerkskunst die Brücke als auch die Reste der Felsenburg betreffend. Leichte Gänsehaut ist angesagt beim Beobachten der Klettermaxen gegenüber. Auch der Blick auf die Elbe ist atemberaubend.





Es wird spät, aber wir kommen gerade noch rechtzeitig. Die Rezeption des Campingplatz „Entenfarm“ in Hohnstein wird extra wegen uns nochmal geöffnet. Eine Übernachtung und ein Frühstück später sind wir schon wieder auf der Bahn in Richtung Senftenberg. Unsere Freunde sind unter die Kleingärtner gegangen und haben sich einen Schrebergarten mit „Datsche“ zugelegt. Schönes Grundstück, direkt am See, der ist allerdings derzeit gesperrt. Insgesamt gibt es wohl Probleme mit absinkenden Uferböschungen bei den künstlich angelegten Seen. Die Datsche bietet sogar Wasser und Strom, sodass wir uns bei Kaffee und Kuchen angeregt unterhalten können. Abends gibt es lecker Essen beim „Stadl-Senftenberg“. Wirklich empfehlenswert, vor allem der Alm-Salat Ziegenkäse…. Wir dürfen Pompui im großen Hof abstellen. Schöner ruhiger Platz zum Übernachten. Aber auch ein sicheres Plätzchen da wir ja die nächsten Tage mit den Rädern unterwegs sein wollen. Man wird während unserer Abwesenheit ein Auge drauf haben. Wir berichten davon auf der „sportlichen Seite“. Für Ungeduldige…. hier lesen….
Nach der Radtour noch eine Nacht in Senftenberg dann machen wir uns auf den Weg um ein Versäumnis der Radtour nachzuholen. In Schönwalde wollten wir eigentlich zur Straußenfarm am Bolzenteich sind aber ein wenig vom Weg abgekommen. Mit Pompui ist es nur ein Katzensprung. Das Schild am Eingangstor offenbart allerdings den positiven Aspekt der geänderten Tour. Mit den Rädern vor verschlossener Tür zu stehen wäre sehr frustrierend gewesen.





Wir nehmen es gelassen hin und machen stattdessen einen Abstecher nach Dahme. Der Ort entpuppt sich als ein kleines Schmuckstück. Wir trinken einen guten Kaffee und gehen zu LIDL einkaufen. Der schwarze Himmel mahnt uns zur Weiterfahrt.
Eigentlich sind wir unterwegs nach Lübben im Spreewald lassen uns aber durch die Stadt Luckau von diesem Vorhaben abbringen. Ein sehr langer Spaziergang durch die historische Innenstadt, die St. Nikolai Kirche und das ehemalige Gefängnis hinter Klostermauern. Dann entlang der Stadtmauer zurück zum Stellplatz.









Wegen des ausgedehnten Frühstückes kommen wir heute nicht weit. Den Wohnmobilstellplatz in Luckau nutzen wir für die Übernachtung. Den Abend nutzen wir nochmals mit der Suche nach einer Straußenfarm in der Nähe von Luckau. Tatsächlich finden wir die Jambo Straußenfarm und die ist nur 9 Kilometer entfernt. Nach dem Frühstück geht es weiter. Die Hinweistafel am Parkplatz beruhigt ungemein. Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht. Am Parkplatz werden wir von einer kleinen Abordnung der Farmbewohner empfangen. Den guten Abschluss bildet dann für jeden ein hervorragendes Filetstück des hier heimischen Laufvogels.






Die grobe Richtung, Berlin, ist vorgegeben. Deshalb sagen wir jetzt dem Spreewald ade, ohne richtig dort gewesen zu sein. Vom Parkplatz der Straußenfarm kann man tatsächlich die Kuppel des „Tropical Island“ sehen. Da es irgendwie auf dem Weg liegt schauen wir uns das imposante „Hallenbad“ an. Mir ist noch in Erinnerung, dass dies einmal die Cargo-Lifter Werfthalle war. Zu meinen Zeiten beim Bundesinnenministerium Anfang der 2000er wurde das Angebot der Firma geprüft für den Bund Zeppeline oder Ballons zum Frachttransport zu produzieren. Meines Wissens wurde damals in Ermangelung an Einsatzmöglichkeiten und wegen der bereits vorhandenen Frachtkapazitäten nicht verhandelt. Jetzt hat man die weltgrößte freitragende Halle zu einem riesigen Tropenhaus umgebaut. Wenn wir schon mal hier sind schauen wir auch mal rein.



Mein Interesse ist befriedigt sobald wir im Empfangsbereich stehen. Das Tropenhaus in der Stuttgarter Wilhelma hat ein angenehmeres Klima. Es ist eben doch nur ein riesiges Hallenbad und daher überhaupt nicht mein Fall. Noch ein paar Aufnahmen v0n der beeindruckenden Stahlkonstruktion und nix wie raus….. Neben der Halle ist ein Feriendorf unter der Verwaltung von Novasol entstanden und etwas weiter entfernt auch ein Campingplatz. Das ehemalige Flugplatzgelände ist sehr weitläufig, vorbei an den alten Bunkeranlagen des Militärgeländes finden wir den Campingplatz am hintersten Ende. Sehr weit weg vom „Schwimmbad“ und irgendwie macht das alles von außen keinen gemütlichen Eindruck. Wir suchen lieber woanders nach einem Übernachtungsplatz. Den finden wir dann auch, mehr oder weniger zufällig am so genannten „Hölzerner See“ und mieten uns für zwei Übernachtungen ein. Die Rezeption im Blick und den großen Bruder von Pompui im Rücken, da kann nichts schief gehen. Der nächste Tag besteht aus chillen, lesen und Tagebuch schreiben. Dazwischen ein ausgedehnter Spaziergang am See entlang. Die Dauercamper haben sich teilweise ganz witzig eingerichtet. Da gibt es kleine Festzelte unter denen dann die Wohnwagen mit Vorzelten eingerichtet sind. Das Zelt im Zelt so zu sagen. Am Ufer sind einige kleine Stege, Einstiege angelegt. Teilweise sogar mit Garderoben um die Badetücher oder Bademäntel aufhängen zu können. Gartenzwerge mussten hier Fröschen weichen.





Gut erholt geht die Fahrt am Montag, 05. August weiter nach Berlin. Wir haben uns für drei Übernachtungen den Wohnmobil-Park Berlin Tegel ausgesucht. Der letzte Besuch in Berlin liegt bereits 10 Jahre zurück und wir wollen sehen wie die Stadt inzwischen rausgeputzt hat. Zusätzlich wollen wir den Gutschein für „Eat the world“ einlösen. Am ersten Abend erkunden wir zunächst den Fußweg zur S-Bahn-Station „Alt Tegel“ und machen einen Abstecher zum Tegeler See. Erst auf dem Rückweg fällt uns der Hinweis auf einen besonderen Ort auf.




Am nächsten Morgen gibt es ein kleines Frühstück vorm WoMo und eine zweite Tasse Kaffee in Kreuzberg im Cafe Thron. In der Nähe treffen wir uns dann mit dem kulinarischen Führer von „Eat the world“. Die ersten Erklärungen zum bevorstehenden kulinarischen Rundgang durch Kreuzberg gibt es am Hohenstaufenplatz die Berliner sagen aber Zickenplatz. An der ersten Ess-Station zieht ein vor dem Haus geparkter Oldtimer die meiste Aufmerksam auf sich. Unser Reiseleiter kündigt uns überall an und ruft die für uns vorbereiteten Häppchen ab. Zu jeder der sieben Restaurants weiß der Mann eine Geschichte zu erzählen. Natürlich bekommen wir auch sonst einen kleinen Überblick was Kreuzberg und die angrenzenden Stadtteile angeht. Wir sind tatsächlich vier Stunden unterwegs. Vom Zickenplatz bis zum Landwehrkanal und auf der anderen Seite zurück zum Kottbusser Tor. Diesen Bereich nennt man hier in Berlin „Kotti“. Hier haben wir dann auch bei Leylak ein schmackhaftes Börek probieren dürfen. Im Restaurant Hasir ist dann Schluss. Der Reiseleiter findet noch ein paar nette Worte zum Abschied und ward nicht mehr gesehen.









Wir haben noch nicht genug und spazieren noch ein paar Meter bis zur East-Side-Galerie. Hier ist der halbe Gehweg abgeschrankt damit die Künstler Platz haben um die „Restmauer“ neu zu gestalten. Obwohl wir ja gerade sehen, dass die Malerei nicht ewig hält sind wir doch etwas enttäuscht die altbekannten Kunstwerke nicht mehr zu sehen. Von der S-Bahn-Haltestelle Oberbaumbrücke geht es zurück nach Tegel. Ziemlich geschafft kommen wir dort an und besorgen uns auf dem Weg zum Platz noch etwas fürs Abendessen. Hier hat es offensichtlich heftig geschüttet. Im Sat-Ei steht das Wasser, das bekomm ich heute nicht mehr zum Laufen. Die Ummantelung montiere ich ab und stell das Unterteil zum Trocknen unter die Markise.
Mittwoch, 07. August: Der Tag wird lang. Wir fahren mit der S-Bahn raus nach Potsdam und werden beim Verlassen des Bahnhofes von einem völlig anderen Stadtbild überrascht. Beim letzten Besuch im Jahr 2009 war stattdessen eine riesige Baustelle und einige ausgegrabene Grundmauern zu sehen. Ein Hinweisschild hat den Aufbau des Stadtschlosses und der neuen Potsdamer Mitte angekündigt. 10 Jahre später sind wir echt sprachlos was hier entstanden ist. Aber es ist noch lange nicht Schicht der hässliche Plattenbau kommt auch noch weg und die Potsdamer Mitte soll noch weiter wachsen. Grund genug in fünf Jahren den Fortgang zu prüfen….





Wie es so unsere Art ist wandeln wir wieder auf fremden Pfaden und kommen durch ein Seitentor in den Schloßpark Sanssouci. Dadurch entdecken wir ein weiteres Schmuckstück etwas abseits der Touristenwege.




Das große Schloss ist imposant wie immer und wir machen die 595te Aufnahme davon… Für Kaffee und Kuchen treibt es uns wieder zur historischen Mühle. Dieses Mal allerdings nicht im Gebäude sondern draußen im Biergarten. Auf dem Rückweg lassen wir es uns nicht nehmen durch das Brandenburger Tor in die Potsdamer Innenstadt zu laufen. Dann noch einmal die neue Potsdamer Mitte von der der anderen Straßenseite.





Wieder in die S-Bahn, umsteigen im Grunewald und aussteigen an der Friedrichstraße. Vor zehn Jahren sind wir von einer Baustelle zur anderen gelaufen und heute wollen wir das Ergebnis bewundern…. Tja was soll ich sagen. Den Baustellen sind neue gefolgt. Das Stadtschloss steht kurz vor der Fertigstellung, ist aber noch umgeben von Bauzäunen. Es geht nicht nur um Neubauten sondern auch um die Erhaltung der alten Bauwerke. Wir irren ein wenig rum, bevor wir dann den Weg zum Potsdamer Platz einschlagen. Dort lassen wir uns einen vegetarischen Ki-Nova-Burger schmecken. Nicht schlecht gestaunt haben wir über den deutschen Walk of fame. Auf dem Boulevard der Stars sind deutsche Hochkaräter verewigt. Als nettes Gimmick sind eine Art Fernrohre aufgebaut worden. Mit denen kann man in Richtung der Sterne schauen und darüber erscheint dann ein Hologramm des jeweiligen Künstlers. Der Versuch dies mit dem Fotoapparat einzufangen ist nur mit Qualitätseinbußen gelungen….




Dann ist Schluss mit Berlin. Zwei Tage in dieser lauten Stadt haben uns gestresst und wir freuen uns auf ruhigere Gefilde in der Mecklenburgischen Seenplatte….
Die nächste Station ist der Camping- und Wohnmobilpark Sommersdorf in der Nähe von Kummerow. Viel Gegend, viel Wasser und vor allem viel Ruhe empfangen uns. Nach eigener Einschätzung benötigen wir unbedingt vier Übernachtungen zur Erholung von der stressigen Bundeshauptstadt…. Beim Einrichten des Stellplatzes wird auch das getrocknete SAT-Ei ausprobiert, binnen 2 Minuten ist der Satellit gefunden und damit die Sportschau gesichert. Wir lassen alles ruhig angehen, machen zwei Radtouren und gehen sogar einmal in den See. Vor der Abfahrt ist auch noch waschen und trocknen angesagt.



Es geht weiter nach Rügen. Kleiner Abstecher auf die Insel um einen Blick auf das Monsterbauwerk in Prora zu werfen. Über das Internet finden wir die Wohnmobil-Oase Rügen in Binz. Der Platz ist große Klasse. Wir haben fleißig fotografiert finden aber die Bilder nicht mehr. Dann eben der Link zur Homepage: https://www.wohnmobiloase-ruegen.de/
Wir richten uns kurz ein und gehen gleich auf Erkundungstour. Im September 2011 sah hier alles ziemlich verlassen und heruntergekommen aus. In einem Gebäudeteile war das Museum untergebracht. Bei der Führung erfuhren wir mehr über den „Koloss von Prora“. Damals bestand die Hoffnung auf einen Investor, der hier eine Ferienanlage ansiedeln will. Wir sind sprachlos was aus dem grauen Ungetüm geworden ist…. Da sind zwar viele Wohneinheiten nebeneinander, aber der nahe Sandstrand macht daraus ein richtig tolles Urlaubsdomizil….






Am Ende noch ein Vergleich: Die weiße Front mit Balkonen aus dem Jahr 2019 auf links und zum Vergleich eine Aufnahme aus dem Jahr 2011 auf rechts. Der Strand hat sich nicht viel verändert. Es sind ein paar moderne DLRG-Stützpunkte hinzu gekommen. Jetzt fehlt nur noch „The Hoff“ mit seiner Baywatch Crew….


Der nächste Morgen begrüßt uns mit trüben Aussichten. Trotzdem wollen wir nach Binz rein um uns Seebrücke und Strandpromenade näher anzuschauen. Die Zeit auf der Promenade reicht. Die Seebrücke muss heute ohne uns auskommen. Das Wetter ist ein Krampf….





Unverhofft kommt oft! Auf der verregneten Rückfahrt entdecken wir die Werbung für das Sandskulpturen Festival von Binz. Zur Feier des 10 jährigen Jubiläums ist die höchste Sandburg der Welt errichtet worden. Diese Ankündigung und der Hinweis, dass die Sandfiguren zum Schutz vor Witterung im Zelt aufgebaut sind, hat uns die Entscheidung zur Pause sehr leicht gemacht…. Hier ein paar Beispiele der sandigen Kunstwerke:






Für den Abend beschließen wir das in der Camping-Oase angesiedelte Restaurant „Holla die Waldfee“ zu testen. Die Kommentare im Internet haben tatsächlich nicht zuviel versprochen. Obwohl von außen eher als Zelt anzuschauen kommt das Innere sehr gemütlich, behaglich, eben einfach nett rüber. Das Essen hat uns auch sehr gut geschmeckt. Bei der nächsten Stippvisite in Prora werden wir wieder hier einbiegen und Platz sowie Essen wieder prüfen.
Reisetag! Runter von der Insel Rügen mit Zwischenstopp in Stralsund für ein Frühstück verbunden mit einem kleinen Spaziergang durch die Innenstadt zum Hafen….



Es geht weiter nach Rostock. Via Internet suchen wir uns den Wohnmobilstellplatz Mühlendamm aus. Nur kurzes Einparken, Parkschein ziehen und dann nochmals ein Spaziergang in die Stadt. Auf der anderen Seite des Flusses Warnow sehen wir zunächst ein Beispiel für die Mehrfachnutzung einer Kirche. Dann einige markante Bauwerke in der Innenstadt. Am Rathaus zählt der Countdown bis zur Begehung der 600 Jahr Feier der Rostocker Uni. Nach dem Selfie vorm Wappentier geht es an der Stadtmauer entlang zum Hafen. Dort entdecken wir den Lokschuppen. Eine angesagte „Eventlocation“ die man für Festlichkeiten mit Catering anmieten kann.





Am nächsten Morgen überredet uns die Polizei zu einer frühen Abreise. Die winken im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle die Fahrzeuge auf den Platz und wir stehen im Weg. Gute Gelegenheit unsere Reise sofort in Richtung Wismar fortzusetzen. Die Suche nach einem Parkplatz endet auf dem Parkplatz des Supermarktes. Zur Tarnung gehen wir dort auch einkaufen und entdecken dabei einen Hinweis auf Dreharbeiten unserer Lieblings-Soko. Leider sind wir einen Tag zu spät dran. Wir kommen aber pünktlich zum Schwedenfest. Kleines Zitat aus der Internetseite „schwedenfest-wismar.de„: …, feiert unsere Hansestadt seit 20 Jahren immer im August das Schwedenfest – ein Fest, das zeigt, dass aus Besatzern Freunde wurden. Wismar war bis 1903 unter schwedischer Herrschaft. Heute pflegen und leben wir unsere Städtepartnerschaft mit der schwedischen Stadt Kalmar auf verschiedenen Ebenen. Und zu jedem Schwedenfest sind Menschen aus Kalmar unsere Gäste. Wir laufen über die Schweinebrücke zum Marktplatz. Dort probieren wir als Erstes DDR-Softeis in der traditionellen Waffelmuschel. Beim weiteren Rundgang entdecken wir noch einige Ecken die wir schon oft in den Szenen der Soko Wismar gesehen haben. Die Einfahrt zum Polizeirevier führt in Echt in den Innenhof der Heiligen-Geist-Kirche und ist sehr eng. Respekt für die Fahrer der Streifenwagen, die da teilweise sehr flott rein und raus fahren. Am Hafen eine weitere Sehenswürdigkeiten an der wir schon oft mit der Soko vorbeigefahren sind.







Dann geht es weiter zur Hauptstadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, nach Schwerin. Unfassbar sehenswert diese Stadt. Wir sind für drei Nächte im Campingplatz Süduferperle untergekommen und starten von hier zwei tolle Radtouren. Die erste Tour in die Stadt und zum Schloss wird mit der kleinen Auswahl dokumentiert. Die Stadt ist wirklich eine Reise wert.



Die zweite Tour ist dann sportlich ausgerichtet und die Kamera hat Pause. Die Radtour, knapp 70 Kilometer, hat uns geschafft. Wir belohnen uns mit einem Abendessen in der Gaststätte Süduferperle und reservieren auch gleich einen Tisch zum Frühstück.
Reisetag am 18. August: Wir gehen den Tag langsam an und machen lediglich einen Umweg über Ludwigslust um uns die Beine zu vertreten. Hier ist man fleißig am erneuern und gestalten, eine Mammutaufgabe wenn man sich das große Ensemble mit dem Schloss, den zahlreichen Nebengebäuden, der Kaskade mit den Wasserspielen und die Stadtkirche anschaut.
Der Campingplatz in Waren hat noch einen Platz für uns. Wir sind etwas irritiert, denn an der Rezeption nennt man den ungefähren Bereich und überlässt es uns wo und wie wir einparken. Hauptsache niemand verfängt sich in unserem Stromkabel. Mit soviel Freiheit sind wir zunächst überfordert, passen uns aber schnell der chaotischen Grundordnung an und genießen das Frühstück mit Rosinenbrötchen mitten drin in der Wagenburg…




Die zwei Tage des Aufenthaltes nutzen wir für Erkundungen mit dem Rad. In der Altstadt von Waren entdecken wir dabei ein ganz besonderes Schmuckstück. „Dat Tortenhus“ ist nicht nur ein tolles Backsteingebäude sondern beherbergt auch noch ein Kaffeehaus mit äußerst leckerer Konditorkunst.




Als Ziel für die letzte Radtour des Urlaubs suchen wir uns das Wisent-Reservat in Jabel aus. Zum Tagesabschluss noch ein Blick über den See. Dabei fällt der Blick auf ein ganz besonderes Gefährt. Eine ganz spezielle Art des Hausbootes…. Das gibt es auch für Wohnmobile, aber nix für uns da ich bei dem geringsten Wellengang schon seekrank werde.






Reisetag am 22. August: Wir halbieren die Strecke und planen Leipzig als Stopp zur Übernachtung ein. Den Zeitpunkt des Frühstücks machen wir vom Füllstand des Tankes abhängig. Der Schwabe will sparen und fährt daher von der Autobahn ab. Wir fahren also übers Land durch kleine Ortschaften teilweise nicht größer als Aussiedlerhöfe. Sehr interessant zu sehen wie wenig besiedelt dieser Landstrich ist und welche Entfernungen zwischen den Ortschaften bestehen. Hier ist man ohne Auto wirklich aufgeschmissen. Tanken, Frühstück und dann wieder auf die Autobahn. Der Wohnmobilstellplatz in Leipzig liegt mitten in der Stadt unweit des Zoos und knapp 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Das nutzen wir aus und gönnen uns ein Softeis während wir über den Marktplatz schlendern.




Die letzte Nacht auf der Reise wird im Morgengrauen jäh unterbrochen. Ein extrem lauter Knall, als ob ein Düsenjet die Schallmauer durchbrochen hat und das knapp über unserem Schneckenhaus… Einige der Camper sind schon draußen. Ich nähere mich der Rauchwolke, die am Baum vorm Zaun hochsteigt. Ein 3er BMW ist frontal auf den Baum gekracht. Zwei Personen liegen benommen auf ihren Sitzen. Der Beifahrersitz ist durchgebrochen und dadurch liegt der Beifahrer flach auf dem Rücken. Der Fahrer ist auf seinem Sitz eingeklemmt. Ich laufe zurück und hole zur Sicherheit eine Decke und den Feuerlöscher. Wäre nicht nötig gewesen, denn von gegenüber kommt schon ein Feuerwehrmann mit besserer Ausstattung. Der ist glücklicherweise auf dem Weg zur Arbeit. Die beiden BMW-Insassen kommen wohl gerade aus der Disko und sind zugedröhnt. Sie sind nicht in der Lage einen zusammenhängenden Satz zu formulieren. Da die Polizei uns nicht benötigt und wir eh wach sind fahren wir los. Es ist gerade mal halb sieben….. Das Frühstück wird, wie gestern, vom Füllstand des Tankes abhängig gemacht. Zwischenstopp dann in Werneck. Der Oldtimer Konvoi den wir unterwegs überholen ist uns einige Aufnahmen wert. Am späten Nachmittag können wir endlich unsere Räder wieder im Radständer vorm Haus abstellen.




Ankommen, einparken, ausladen
Stuttgart hat uns wieder….
Tour nach Bad Waldsee zum Hymer Museum vom 01. bis 05. Oktober 2019
Wir nutzen den Brückentag im Oktober für ein langes Wochenende in und um Bad Waldsee. Das Hymer Museum soll ein Muss für Campingfreunde sein. Dann also nix wie hin. Es geht gleich nach der Arbeit los und wir übernachten auf dem Parkplatz des Museums. Morgens sind wir bei den ersten die ein Ticket lösen. Was soll ich sagen, jedes einzelne Sammlerstück ist ne Wucht. Wir sind wirklich begeistert und können uns teilweise nicht satt sehen an den Beispielen die zeigen mit welcher Finesse vor 60, 70 oder gar 80 Jahren schon gearbeitet worden ist. Die beiden Fahrzeuge der Firma Citroen stehen hier stellvertretend.




Nach dem Rundgang im Museum schauen wir uns noch den Stammsitz der Firma an. Dort informieren wir uns auch in der Ausstellung über Neuigkeiten in der Hymer Group. Der Blick über die neuen Modelle bestätigt unsere letztjährige Entscheidung zum Kauf von Pompui. Preis/Leistung ist unerreicht und die Ausstattung passt auch in diesem Jahr.
Es wird Zeit für einen ordentlichen Stellplatz. Nach ein paar erfolglosen Versuchen werden wir von der Familie Wagner ganz herzlich aufgenommen. Den tollen Badesee lassen wir allerdings im Oktober unberührt. Da kommen wir lieber im Sommer nochmal her.




Tour zum Jahreswechsel nach Dänemark 2019/20
Wir wollen eine neue Tradition aufleben lassen. Wegen der guten Erfahrungen während der „Jahres-Endzeit-Tour“ im letzten Jahr wollen wir auch in diesem Jahr Weihnachten und Neujahr unterwegs verbringen. Den Plan in den Süden bis nach Nizza zu fahren müssen wir leider aufgeben. Ein Trauerfall in der Familie führt uns in den Norden Deutschlands, nach Flensburg. Die Fahrt beginnt am 18. Dezember nach Feierabend. Auf halber Strecke, am Autohof Schwarmstedt, legen wir den Halt zur Übernachtung ein. Bei der hier ansässigen Backerei „Vatter“ präsentiert man uns ein schmackhaftes Frühstück. Kurz hinter Flensburg, bevor wir nach Ribe weiter fahren versorgen wir uns im Scandinavian Park / Handewitt mit allem was man über den Jahreswechsel so braucht. Bis zum Campingplatz ist dann nicht mehr weit, aber die Rezeption hat um 20:15 Uhr geschlossen. Den ersten Pluspunkt sammelt der Laden bereits mit seiner Möglichkeit des Quick Stopp. Wir kaufen am Automat ein passendes Ticket für die Nacht und können damit aufs Gelände fahren. Das Einrichten geht schnell, es genügt die Plane als Kälte- und Sichtschutz. Gleich nach dem Aufstehen schauen wir uns auf dem Weg zur Rezeption den Platz genauer an. Dort begeistert man uns u.a. auch für das Angebot einer ortsansässigen Catering Firma. Ein Weihnachtsmenü als Bausatz für Heiligabend. Da machen wir auf jeden Fall mit.



Die Zeit bis Weihnachten überbrücken wir mit Spaziergängen in und um Ribe.





Die Radtour wird durch den Regen zwar recht ungemütlich macht uns aber trotzdem Spaß. Wir finden eine interessante Möglichkeit zur Überfahrt auf die vorgelagerte Halbinsel Mondø. Allerdings trauen wir uns nicht diesen schmierigen Überweg zu befahren.



Dann ist endlich Heiligabend und der Baukasten fürs Abendessen wird geliefert. Der Campingplatz wartet mit einem Aufenthaltsraum auf der mit drei kompletten Küchenzeilen ausgestattet ist. Wir basteln nicht alleine in der Küche. Drei weitere Urlaubspärchen bereiten ebenfalls ihr Weihnachtsmenü zu. Daraus entsteht eine lange Essenstafel in der Essecke des Raumes. Die Geschenke packen wir danach aus.




Reisetag, 27. Dezember:
Wir versuchen es noch einmal mit dem Überweg zur Halbinsel Mondø. Der sieht heute etwas vertrauenserweckender aus. In Anbetracht der Wetterfront die auf uns zu rollt unterlassen wir den Versuch aber. Auch die fehlende Kenntnis der Gezeiten ist ein schwerwiegendes Argument dagegen. Bei der Weiterfahrt werden wir kurzzeitig von seltsamen Streckenposten beobachtet.




Die nächste Etappe führt uns nach Husum. Kurzer Halt in Niebüll um die Vorräte aufzufüllen. Man sagt dies sei eine kleine, schnuckelige Stadt aber leider haben wir uns wieder einmal ein wenig verfahren und müssen dadurch aus Zeitgründen auf den Rundgang verzichten. In Husum haben wir zunächst Probleme den Campingplatz und danach den Betreiber, das Fischhaus Loof, zu finden. Alles wird gut und im Fischhaus kann man auch lecker essen. Beim abendlichen Verdauungsspaziergang schauen wir uns die festlich beleuchtete Innenstadt an. Der Spaziergang führt vorbei am Husumer Kinopalast. Die haben hier auf dem Gehweg eine Art Walk of fame gebaut. Auf den Pflastersteinen sind die Namen deutscher Filmgrößen mit Jahreszahl verewigt. Es ist nirgends eine Beschreibung zu finden, wir mutmaßen mal, dass hier wohl Hinweise auf frühere Kinopremieren platziert sind. Dem Schriftsteller Theodor Storm hat die Stadt Husum ein Hotel und sogar ein Museum in seinem Geburtshaus gewidmet.




Die Bedeutung Wohnmobilhafen wird uns erst am nächsten Morgen bewusst. Alles sehr eng und improvisiert hier. Das Bild mit dem roten Pfeil zeigt den Platz und unser WoMo mittendrin. In die Die Toiletten sind nur über eine Chipkarte zu öffnen und die konnte man uns nicht geben, da nicht für jeden Stellplatz ein Chip vorhanden ist. Einige besonders rücksichtsvolle Camper haben entweder vergessen die Chipkarte abzugeben oder waren zu faul das Ding beim Fischhaus abzugeben…. Für uns gibt es keinen Chip mehr…. Für das Frühstück suchen wir uns ein nettes Café mit anständiger Toilette. An diesem Tag sind wir viel unterwegs. Zunächst eine ausgedehnte Wanderung an die Nordsee. Bisher haben wir es noch nicht geschafft die stürmische See zu beobachten, auch hier ist wieder einmal Ebbe. Ein Gebäude hat schon von Weitem unser Interesse geweckt. Das hat sich dann als Brandruine entpuppt und der Besitzer ist mit seiner Versicherung überhaupt nicht zufrieden. Der hat er hier ein Denkmal gesetzt…. Dann auch mehrfach den Weg zum Fischhaus bis wir endlich einen Zugangschip für das Toilettenhaus ergattern können. Die 50€ Pfand sind dem Verhalten der bereits genannten Camper geschuldet. Grundsätzlich nachvollziehbar, aber warum gibt es keine Chipkarte pro Stellplatz? Für den Pfand kann man vermutlich einige Ersatzkarten kaufen….








Vor der Abfahrt nutzen wir noch einmal die Chipkarte bevor wir sie dann abgeben und unseren Pfand zurück erhalten. Frühstück gibt es später in St. Peter Ording. Hier steppt im Sommer der Bär, heute haben wir den Strand fast für uns. Allerdings treffen sich wohl die letzten Mohikaner im Café „Täglich“. Wir drücken uns in eine Ecke an den letzten freien Tisch und lassen uns anstecken von der guten Laune die Mitarbeiter, Gäste und auch die Inneneinrichtung verströmen.



Danach fahren wir weiter zur Fähre in Glückstadt. An Bord ist es zwar bitterkalt, aber der Sonnenuntergang entschädigt für die kalten Ohren. Wir nehmen die Fähre als Abkürzung nach Cuxhaven. Den Umweg über Hamburg sparen wir uns.





Eigentlich soll der Camping-Nordsee in Cuxhaven-Duhnen der Ort für den Jahreswechsel werden, aber dort kann man uns nur eine Übernachtung anbieten. Über Sylvester ist der Platz ausgebucht…. Egal nach der erzwungenen Duschpause am Wohnmobilhafen Husum wollen wir endlich mal wieder richtige Körperpflege betreiben. Alles richtig gemacht, tolles Personal und sehr ansprechende Ausstattung der Anlage. Schade! Wir müssen hier wieder weg. Das Frühstück gönnen wir uns im Kiosk am Platz und tauschen unsere leere Gasflasche gegen eine Volle. Der Stellplatz muss pünktlich geräumt sein. Wir stellen Pompui vor der Einfahrt auf den Parkstreifen und machen uns auf die Suche nach der rauen Nordsee…. Schon wieder Pech gehabt! Schon wieder Ebbe! Das Nordsee Feeling mit starkem Wind und Sandkörnern im Gesicht ist trotzdem spürbar, auch wenn die Wellen und Schaumkronen irgendwie fehlen. Wir spazieren am Strand von Duhnen weg und an der Promenade wieder zurück. Dabei kommen wir auch an einem besonders ausgestatteten Kreisverkehr vorbei.




Von Duhnen aus geht es zunächst nach Bremerhaven, dort wollen wir uns noch einmal die so genannte maritime Meile anschauen. Der letzte Besuch war leider von schlechtem Wetter begleitet und da hat Sightseeing keinen Spaß gemacht…. Heute ist prachtvolles Wetter und das lockt sehr viele Besucher an. Außerdem macht Pompui seinem Namen alle Ehre, es gibt keinen passenden Parkplatz. Wir weichen auf einen Randbezirk aus und laufen einfach mal los. Vom Fischereihafen aus sehen wir die markanten Gebäude der maritimen Meile. Das ist dann doch zu weit, zumal wir noch einen Campingplatz ausfindig machen müssen. Auf dem Rückweg zum Dicken finden wir nicht nur zwei gepimpte Garagentore sondern auch eine richtig gute Eisdiele. Im Eiscafe Mavelli stöbern wir im Internet nach freien Plätzen in der Gegend um Bremerhaven, aber im Gegensatz zu unserem Eisdealer sind die meisten von November bis März geschlossen oder ausgebucht.



Zurück im Schneckenhaus schauen wir auf die analoge Karte und suchen uns die Stadt Leer an der Ems aus. Ein Anruf bei „Ems-Marina-Camping“ genügt und wir haben einen Stellplatz bis ins nächste Jahr sicher…. Dadurch ist die Weiterfahrt auch deutlich entspannter. Wir werden sehr nett empfangen, testen die neue Kaffeemaschine in der Rezeption und bestellen gleich die Frühstücksbrötchen. Aufgrund der angenehmen Atmosphäre buchen wir uns gleich für vier Übernachtungen ein.




In den drei Tagen sind wir ziemlich auf Achse und verlieben uns in das Städtchen Leer. Am kleinen Hafen treffen das alte und das neue Leer aufeinander. Die Altstadt ist sehenswert und im Museumshafen sind einige Zeitzeugen vertäut. Wer die ZDF-Krimiserie Friesland kennt, der hat schon einen kleinen Einblick bekommen.








Eigentlich wollen wir uns am letzten Abend in der Western Ranch einen Chicken-Burger gönnen. Das war aber vor dem Spaziergang nach / durch Leer. Am Eingang zum Campingplatz sind uns sogar die 50 Meter zur Gaststätte zu viel. Ganz bestimmt beim nächsten Mal….



Den Heimweg planen wir über die A3 mit einer Übernachtung in Köln. Unterwegs fällt uns der tolle Jahresbeginn in Oberhausen ein. Vielleicht können wir das ja in Köln im Musical Dome wiederholen. Noch bevor wir den Reisemobilhafen anfahren machen wir Halt beim Ticketverkauf des Dome. Es wird Romeo und Julia, ein Rockballett, gegeben. Eli beruhigt mich, das ist kein klassisches Ballett sondern eine moderne Interpretation hat man am Ticketschalter gesagt. Na gut schaun mer mal…. Zunächst einen Platz am Reisemobilhafen sichern und dann ein ausgedehnter Spaziergang in Richtung Dom. Das Restaurant im Musical Dome bietet ein Menü an und was soll ich sagen, man gönnt sich ja sonst nix…. So gestärkt gehen wir zu unseren Plätzen. Alles in Blau angeleuchtet, sieht schon ziemlich modern aus.





Dann beginnt die Musik und Romeo tanzt auf die Bühne. Angezogen wie im typischen Ballett und auch die Tanzfiguren sehen ziemlich klassisch aus. Dann kommt Julia hinzu. Auf den Spitzen ihrer Ballettschuhe und angezogen mit einem TüTü. Na wenn das nicht klassisches Ballett ist! Eigentlich bin ich schon zur Flucht bereit. Dann ändert sich die Musik, es wird rockig und die Mitglieder der verfeindeten Familien fetzen über die Bühne…. Tatsächlich ein toller Abend und es ist wirklich bemerkenswert wie man ohne Worte, nur durch Tanzen eine Geschichte erzählen kann.




Der abendliche Spaziergang führt uns am geschlossenen Weihnachtsmarkt, einem Bekleidungsgeschäft für Jecken und dem Hardrock Café vorbei. Da müssen wir natürlich rein, ein T-Shirt kaufen und bei guter Musik noch einen Kaffee trinken.
Der Heimweg soll uns am Rhein entlang führen. In Köln folge ich dem Schild „zur B9“ die führt nämlich direkt am Rheinufer entlang. Zunächst die Irrfahrt durch Köln und in einem Vorort passiert es dann. Die Straßen werden immer schmaler und als ich einem Audi Q7 ausweiche erwische ich den Außenspiegel eines VW-Bulli….
Wir klingeln den Besitzer raus und einigen uns recht unkompliziert, ohne Polizei und Versicherung. Er will mit der Hilfe eines Bekannten den neuen Spiegel besorgen und montieren. Die Materialkosten und ein wenig Trinkgeld übernehme ich natürlich. Das ist eine gute Lösung aber der kleine Unfall schlägt mir trotzdem aufs Gemüt. Das Wetter gleicht sich meiner Stimmung an und beides wird erst zuhause besser.




Ach ja da war noch was….
Happy New Year

Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.