
Bürstner Nexxo time t569 Edition 30:
Bürstner feiert 30 Jahre Wohnmobilbau und bringt für einige Modelle eine Jubiläumsausstattung heraus. Wir haben uns beim Wohnmobilhändler unseres Vertrauens, der Firma Winkler in Weilimdorf, ein Saisonfahrzeug gekauft. Winkler hat den Vergleich mit anderen Anbietern klar für sich entschieden, zumal wir ja 2012 beim Kauf des Pössl schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Die Bilder aus der Werbung
Gebaut auf Basis des Fiat Ducato Multijet 150 mit 110 KW (150 PS), 2300 ccm, 3500 kg, Erstzulassung April 2018. Wohnwagen Winkler in Stuttgart veranstaltet die jährliche Herbstmesse dieses Mal am siebten Oktober und verkauft seine Mietfahrzeuge der Saison 2018. Wir sichern uns das einzige Wohnmobil mit Automatik. Mit dem Kilometerstand von 17.400 ist der Motor wie neu. Die Fahrzeuge der Jubiläums-Edition 30 sind mit einigen Extras ausgestattet worden. Die Markise, das Fliegengitter, Alufelgen und der absenkbare Heckträger sind dabei Details die sofort ins Auge stechen. Der Kaufvertrag wird noch während der Messe unterschrieben und das WoMo von der Firma Winkler am 29.Oktober 2018 auf uns zugelassen. Die Übergabe erfolgt dann am 17. November.
Wir taufen unser neues Schneckenhaus auf den Namen der Dicke, denn sein Vorgänger war mit knapp zwei Metern Breite so richtig schön handlich. Mit 2,30 m hat der Bürstner den Namen mehr als verdient. Laut einem Kollegen gibt es in Thailand einen entsprechenden Kosenamen. Deshalb nennen wir das Wohnmobil – Nummer 2 jetzt POMPUI.
Trotz der bereits sehr guten Sonderausstattung rüsten wir noch in diesem Jahr das erste Mal auf. Für die Jungferntour nach Rockanje in den Niederlanden brauchen wir unbedingt einen Satz Winterreifen auf Felgen. Wir werden Kunden beim DRIVER Center in Weilimdorf. Die Sommerreifen können wir dort über den Winter einlagern.
Im Jahr 2019:
Es kommt eine Solaranlage aufs Dach
Während der Rundreise durch Südschweden 2018, übrigens noch mit dem Pössl, nutzen wir mehrmals die Möglichkeit des „wilden Camping“. Für einen längeren Aufenthalt fehlt es einfach an Batteriekapazität und wir erkennen den Bedarf an einer Photovoltaik-Anlage. Die CMT 2018 wird dann auch zur intensiven Informationsbeschaffung genutzt. Die Planungen, jetzt für Pompui, bringen uns dann zur Firma Klecamp in Kranenburg. Dort wird tolle Arbeit geleistet und das Ergebnis kann sich sehen lassen.




Auf dem Dach liegen jetzt zwei parallel geschaltete Solarmodule. Elektronik und die beiden neuen Batterien sind im Bettkasten untergebracht. Wegen meiner nächtlichen Atemaussetzer benutze ich beim Schlafen ein Apnoegerät. Das Atemgerät benötigt die normale Stromspannung von 220V. Aus diesem Grund ist ein Spannungswandler integriert. Das Laden der Batterien wird nun zweifach gewährleistet. Erstens über die beiden Module auf dem Dach und zweitens über die Lichtmaschine des Fahrzeuges während der Fahrt. Die Ladeleistung der Lichtmaschine wird durch einen zusätzlichen Booster verbessert. Beim ersten Test können wir uns von der Qualität und Ausgewogenheit der Anlage überzeugen. Der Weg von Stuttgart nach Kranenburg zur Firma KleCamp hat sich wirklich gelohnt.
Im Jahr 2021:
Neue Sommerreifen und die erste Reparatur
Pompui hat inzwischen neue Schuhe, sprich Sommerreifen bekommen. Zusätzlich ist auch für den nächsten Winter vorgesorgt. Die hässlichen schwarzen Stahlfelgen bekommen einen Hut. Wir spendieren Pompui die Originalradkappen von FIAT. Das ist alles im Vorgriff auf den TÜV – Termin geschehen. Die Sommerreifen sind hart an der Grenze und wir wollen doch keine Nachprüfung riskieren.




Alle guten Dinge sind drei! Bereits in Köln ist unserem rechten Außenspiegel der Außenspiegel eines geparkten VW – Busses zum Opfer gefallen. Danach habe ich kleinere Streif-Fahrten an Briefkästen oder auch überstehenden Dachgepäckträgern gehabt. Pompui -der Dicke- hat seinen Namen eben nicht umsonst. Bisher hat das unserem Spiegel nicht viel ausgemacht. Bis zur letzten Fahrt ins Ahrtal, da hat er gegen eine Baustellenbake den Kürzeren gezogen…. Für die Heimfahrt wird die Sicht nach hinten mit viel Klebeband, McGyver lässt grüßen, gesichert. Das Internet ist voll von Angeboten für Ducato – Außenspiegel. Allerdings bin ich mir nur bei ATP sicher den richtigen erwischt zu haben:Auch für die Montage habe ich das Internet befragt und das eine oder andere YouTube-Video angeschaut. Ein Satz der Bewunderung für die Autoren dieser Filme, denn die Ruhe und Gelassenheit hätte ich nicht ausdrücken können. Bei meinem Film hätte die Zensur mit etlichen Piep-Tönen zugeschlagen….
Im Jahr 2022:
Pompui wird aufgelastet und bekommt eine Anhängerkupplung.
Die tolle Arbeit und auch die guten Erfahrungen mit den Stromerzeugern auf dem Dach machen die Wahl einfach. Für die Auflastung und auch die Montage der Anhängerkupplung kommt nur die Firma KleCamp in Frage. Wie gewohnt sind wir uns nach einigen E-Mails einig und auch der Termin zur Montage ist schnell gefunden. Per Mail habe ich durch die nachfolgenden Aufnahmen den aktuellen Stand übermittelt. Dabei ist wohl die Plakette aus dem Motorraum die wichtigste Informationsquelle….




Mal schauen wie sich die Bilder nach der Montage hiervon unterscheiden. Die Anhängerkupplung musste aus Teilen verschiedener Anbieter auf Pompui angepasst werden. Das Ergebnis sieht nicht nur gut aus sondern macht auch einen äußerst stabilen Eindruck. Der Kabelstrang nach hinten zur Beleuchtung hat Zuwachs bekommen und ist nicht mehr wieder zu erkennen. Die zusätzlichen Schläuche dienen der Druckverteilung auf die beiden Bälge an den Blattfedern.




Die erste Fahrt hat bereits überzeugt. Pompui fährt sich angenehmer und ohne Seitenneigung durch die Kurven.
und dann noch ein Update fürs Bett:
Zwischen den Touren haben wir uns einen Test vorgenommen. Aufgrund verschiedener positiver Bewertungen sind wir auf das Froli-Bett-System aufmerksam geworden. Wir bestellen uns zwei Grundpakete und das passende Auflagegitter für unser Bett im Schlafzimmer. Nach einer Woche hat uns der Schlafkomfort überzeugt und wir bestellen das gleiche System nochmal fürs Wohnmobil. Zunächst befestige ich das Gitter mit Kabelbindern am Lattenrost denn das System braucht zusätzliche Befestigungspunkte. Dann kommt das Puzzle dran. Zunächst wird der Boden zusammengesetzt. Die Pfeile zeigen dabei in Richtung Füße. Dann kommt die erste Reihe mit weißen Tellern. Anschließend die Grauen zur Stärkung der Schulterpartie für die Lendenwirbel kommen rote Verstärkungsringe unter die weißen Teller. Der Zusammenbau funktioniert eigentlich ganz gut, wenn da nicht die störrischen Klips wären an denen man sich die Fingernägel abbricht.




Aber es hat sich gelohnt. Die Matratze liegt zwar etwas höher, aber schon die erste Liegeprobe hat uns begeistert. Mal sehen welche Erkenntnisse die nächsten Touren bringen.
Im Jahr 2023:
Für die Schwedentour wird nochmals aufgerüstet. Für die Anhängerkupplung suche ich einen reinen Lastenträger aus, denn die Fahrräder bleiben wo sie sind. In einer Fachzeitschrift lese ich von der Möglichkeit anstelle der Kopfstütze an der Sitzbank eine zusätzliche Ablage zu schaffen. Leider ist Pompui namentlich in der Fertigungsliste der Firma nicht genannt. Außerdem liegt der Preis für die billigste Variante bei knapp 250€. Meine Lösung kostet keine 50€. Dann noch ein kleiner Hinweis aus der lieben Verwandtschaft wo wir uns einzuordnen haben.











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