Jungfernfahrt mit „dem Dicken“
Es ist der 17. November 2018 und wir sind stolze Besitzer eines teilintegrierten Wohnmobils. Schnell nach Hause zum Einräumen. Alles was wir aus dem Pössl im Arbeitszimmer gebunkert haben bekommen wir ganz bequem darin unter. Die Kennenlernreise startet am gleichen Abend und soll uns in den Odenwald führen. Wir werden die herzallerliebste Tante zu einem verspäteten Geburtstagsfrühstück im Schneckenhaus einladen. Die Umgewöhnung auf das Automatikgetriebe ist leichter als gedacht. Das eingebaute Multimedia Center mit NAVI, Radio und Heckkamera überzeugt auf ganzer Linie. Wir brauchen bestimmt noch einige Zeit um alle Funktionen kennenzulernen.
Zur Feier des freudigen Ereignisses nutzen wir die Gelegenheit und legen einen Zwischenstopp beim Italiener ein.
Im Odenwald, genauer gesagt in Höchst, stellen wir uns zur Übernachtung vors Freibad. Hier lernen wir das erste Schmankerl des Kühlschrankes kennen. Der hat im Gegensatz zum älteren Modell im Pössl die zusätzliche Betriebsart „Gas“. Dadurch erübrigt sich der Plan die Zutaten fürs Frühstück nach draußen zu räumen. Auch die Heizung überzeugt auf ganzer Linie. Digitale Steuerung auf das Grad genau. Dazu ein Gebläse für die richtige Verteilung der warmen Luft. Schon nach den ersten Stunden ist eines glasklar:
Eine wirklich gute Wahl!
Das Frühstück mit dem Geburtstagskind ist ein voller Erfolg. Das so genannte „Loungefeeling“ begeistert. Vom gedrehten Fahrersitz aus können wir ihr alle Zimmer des Schneckenhauses vorführen. Ihr Blick kann umherschweifen ohne durch irgendwelche Einbauten, wie ein Bad zum Beispiel, gestört zu werden. Auf der Heimfahrt planen wir schon die nächste Tour und bekommen das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
Alles richtig gemacht 😉
Jahreswechsel vom 22. Dezember 2018 bis 04. Januar 2019
Der Versuch eine neue Tradition zu starten. Anstelle der Familienabende wollen wir es einmal mit Weihnachten und Neujahr im Schneckenhaus probieren.

Der Campingplatz „MidiCamping Van der Burgh“ soll es werden. Wir fahren also an den Nordseestrand der Niederlande in der Nähe von Rockanje. Es ist Winter, daher lassen wir die Fahrräder zu Hause.
Wir kommen gut voran. Kurz hinter der Grenze, irgendwo nach Venlo, richten wir uns auf einer Raststätte zur Übernachtung ein. Hier können wir endlich das SAT-Ei ausprobieren. Bis zur Sportschau ist alles bereit. Für das erste Abendessen haben wir etwas ganz spezielles besorgt. Es gibt für jeden einen Sushi-Weihnachtsbaum. Na ja ehrlich gesagt sind es normale Sushi-Stücke im Plastikbehälter und der hat die Form einer Tanne. Ein besonders schmackhafter Abschluss des Tages. Es geht weiter in Richtung Rotterdam und dann ist Rockanje auch nicht mehr weit. Wir werden sehr freundlich und sogar in Deutsch empfangen. Die Dame am Empfang lässt uns freie Wahl. Es werden wohl nicht viele Gäste über Weihnachten erwartet.




Im Übersichtsplan der Umgebung erkennen wir schnell wie nötig wir die Räder hätten. Rockanje und der Strand sind vier Kilometer entfernt und Hellevoitsluis sogar acht. Das klingt nach ausgedehnten Spaziergängen.
Der Einkauf für die Weihnachtsfeiertage wird fällig. Das Wetter ist prima, passt eigentlich besser zum goldenen Oktober. Zunächst eine kleine Runde über den Platz. In der Nachbarschaft hat ein ganz besonderer Glanzpunkt sein Winterlager auf geschlagen. Noch sind wir guter Dinge nehmen das Wetter dankbar hin und wählen die längere Route nach Hellvoitsluis. Das sind acht Kilometer einfache Strecke. Der Rückweg ist nicht wirklich spaßig. Jeder hat einen Rucksack und eine zusätzliche Tüte. Wir wechseln immer wieder die Tragepositionen und auch den Arm….. Mit Rädern wär das nicht passiert!





Frohes Fest!

Die mitgebrachten Geschenke werden aus den Verstecken geholt und auf dem Tisch drapiert. Einige davon werden bereits beim Frühstück am nächsten morgen benutzt. Die Feiertage verbringen wir hauptsächlich im Schneckenhauses. Einen Ausflug zum Rockanje Strand und Einblicke in Nachbars Garten gönnen wir uns dann trotzdem noch.





Rotterdam ist eine Reise wert, das wissen wir schon seit dem ersten Besuch im Jahre 2013. Wir stellen die Campingmöbel raus um unseren Stellplatz zu blockieren und fahren mit Pompui in die große Stadt. Wir schlendern vom Rathaus über den Marktplatz zur Markthalle und zum Binnenhafen.





Der nächste Tag ist trübe aber kein Grund für Trübsal… Keine Ausrede um auf einen Spaziergang zum Strand zu verzichten.




Dann kommt noch der Tagesausflug nach Gouda hinzu. Wir fangen in den Gassen um die Johanneskirche an. Dann durch die Innenstadt. Auch hier bleiben wir am Rathaus hängen, denn um das Gebäude herum fahren die Eislauffans auf einer künstlichen Eisbahn. Ein buntes und lautes Vergnügen. Im Museum von Gouda geht es nur am Rande um Käse. In der Fußgängerzone dann das krasse Gegenteil. Nach einer kleinen Einkehr zum Mittagssnack können wir im letzten Laden nicht widerstehen und kaufen dort nicht nur farbigen Käse sondern auch ein kleines Käsefondueset für zwei Personen und die passende Füllung für die Silvesternacht.















Den letzten Tag des Jahres machen wir noch einmal einen langen Spaziergang an einen anderen Strandabschnitt.








Happy New Year

Neues Jahr neue Touren!
Wir beginnen das Jahr natürlich mit der Rückfahrt. Der Zwischenstopp in Oberhausen ist bereits seit dem letzten Jahr eingeplant. Das Musical „Bat out of Hell“ wird hier im Metropol Theater aufgeführt. Das kann man sich als Meat Loaf Fan natürlich nicht entgehen lassen.
Das Metropol liegt in Oberhausens neuer Mitte und ist umgeben vom gigantischen Einkaufszentrum „CentrO“. Dazu gehört eine tolle Außenpromenade mit allerlei Gastronomie. Nebenan gibt es das Sealife, einen Lego Verkaufsstore, dem CineStar Kino und alles was man sonst noch so braucht…. Die Marina Oberhausen liegt ebenfalls um die Ecke direkt neben dem Erlebnisbad genannt „Aquapark“. An dessen Kasse können wir unseren Stellplatz in der Marina buchen und bekommen auch die Chipkarte zum Öffnen der Schranke. Zum Aquapark gehört auch das Cafe Bistro „Zum Flöz“ dort nutzen wir das morgendliche Frühstücksangebot. Nach dem Frühstück nutzen wir die zentrale Lage der Marina und laufen zum Shoppen ins CentrO. Für das abendliche Musical brauchen wir noch das passende Outfit.




Nach dem Shoppen kommt das Rocken. Das Musical ist für den Abend vorgesehen und es wird ein echtes Spektakel. Wir sind begeistert, denn es werden alle Hits von Meat Loaf gespielt, die wir von der gleichnamigen LP her kennen. Die Balladen sind auf der Platte schon perfekt, aber in Live drücken die Akteure ziemlich auf die Tränendrüsen. Die Begeisterung trage ich seit dem hin und wieder auf einem entsprechenden T-Shirt zur Schau.



Das Cine Star bietet für den nächsten Abend eine Sondervorstellung des Films „Bohemian Rhapsody“. Im Streifen wird das Schaffen der Band Queen dargestellt. Das ist natürlich unverrückbar mit dem viel zu kurzen Leben des Frontmanns Freddy Mercury verbunden. Auch hier gibt es Szenen, untermalt mit der Musik von Queen, die uns das Pippi in die Augen treiben. Im Kino musste ich einfach die Faust von Hulk als Becherhalter erwerben. Dafür hat sich Eli gestern ein kleines Auto gekauft….
Der Rest unserer Fahrt nach Stuttgart verläuft vergleichbar unspektakulär.

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