Unser Schneckenhaus

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Der Pössl


Der Test mit einem baugleichen Mietfahrzeug der Firma Winkler im Jahr zuvor hat uns überzeugt. Das Reisen mit dem rollenden Eigenheim ist unser Ding. Das Miet – Geschäft mit der Firma Winkler hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Trotzdem sammeln wir weiter Informationen über Wohnmobile und deren Händler.


Es wird dann doch Wohnwagen Winkler. Zum Saisonende veranstaltet die Firma seine Herbstmesse und verkauft die gebrauchten Mietfahrzeuge. Wir schauen uns mal um und verhandeln mit Herrn Winkler persönlich. Die Entscheidung fällt auf den Pössl Roadcamp. Wie das Mietfahrzeug nur in weiß. Der Ausbau eines Kastenwagen auf Basis des FIAT Ducato Multijet 115. Der Diesel hat 85 kw (115 PS), 1956 ccm und ein zulässiges Gesamtgewicht von 3300 kg Das Baujahr Mai 2012 und der Kilometerstand von 24.500 deuten auf die Verwendung während einer Saison hin. Kaufdatum ist der 13. Oktober, die Zulassung erledigt Winkler am 23ten und übergibt uns das Schneckenhaus am 25. Oktober 2012.


Für die Sommersaison hatte Wohnwagen Winkler die Grundausstattung um eine Markise, den Heckträger für Fahrräder, das Radio und die elektrische Treppenstufe erweitert. Beim Kauf konnte ich noch das so genannte „Starterpaket“ heraus handeln, nämlich eine gefüllte 11 kg Gasflasche, eine 25 m Kabeltrommel mit passenden EURO-Adaptern und zwei Auffahrkeilen. Von Anfang an sind wir Stolz wie Bolle auf unser Schneckenhaus und genießen jede einzelne Ausfahrt. Andere Urlaube sind seither tabu.


Allerdings stellt sich mit der Zeit ein spezieller Effekt ein. Mit 115 PS sind wir an manchen Anstiegen doch etwas untermotorisiert. Den Berg hoch reihen wir uns regelmäßig in der LKW – Spur ein. Wenn wir dann wirklich mal auf der Überholspur sind werden die hinter uns ziemlich ungeduldig. Beim Überholen schauen die dann wirklich ganz schön böse zu uns rüber. Ein T-Shirt bringt uns dann auf eine Idee. Die wird wenig später umgesetzt.


Das Ergebnis ist zwar nicht ganz das Original, aber es zeigt Wirkung. Die Überholenden schauen nur noch selten böse rüber. Im Gegenteil! Sie lächeln uns ganz milde an… Auf dem Platz bestaunen die anderen Camper das „Kunstwerk“.


Eine besondere Extraausstattung lassen wir uns von RG- Reisemobil-Regalbau in den Kofferraum einbauen. Vorbei das übereinander Stapeln von Boxen und Taschen. Vorbei mit „ein Griff und die Suche beginnt“. Bei einem nächtlichen Zusammentreffen mit einem rückwärts einparkenden LKW wird der Heckträger samt den Fahrrädern zerstört. Um diesen Schock in der Nacht nicht nochmal erleben zu müssen verzichten wir auf den Heckträger und nutzen nun Klappräder. Die werden in passende Tragetaschen verpackt und während der Fahrt auf das Bett gelegt. Zum Übernachten stellen wir sie entweder im Sack, oder auch aufgeklappt vor das „Haus“. Für die Rundreise durch Großbritannien im Sommer 2017 haben wir unser Entertainmentpaket aufgestockt und eine passende TV-Halterung montiert.



Die Reise bringt dann auch Erkenntnisse, die wir im Winter umsetzen. Es wird kräftig nachgerüstet. Das mit den Klapprädern auf dem Bett hat sich als sehr umständliche Lösung herausgestellt. Also dann doch wieder ein Heckträger. Dazu wird dem Platzmangel im Innenraum eine Dachbox entgegen gesetzt und eine Dachreling montiert, damit die Box an deren Querstreben befestigt werden. Zusammen mit dem Heckträger für die Räder bestellen wir eine Heckleiter. Irgendwie muss man ja an die Dachbox ran. Die „Do it yourself“ Aktion beginnt im Frühjahr 2018 und den Endausbau nutzen wir bei der Tour durch Schweden. Heckleiter und Fahrradträger lassen sich noch einigermaßen leicht montieren. Für die Dachreling gibt es vier Fixpunkte und alles passt genau. Fast! Die Markise ist nicht kompatibel! Die alte Markise wird über ebay verkauft.



Die neue Markise und die Dachbox verkauft uns die Firma Herzog. Deren Werkstatt verfügt über eine versenkbare Hebebühne. Unser Schneckenhaus versinkt im Boden und schon ist das Dach auf Augenhöhe…

Die Schweden-Rundreise 2018 war eine Wucht. Allerdings hat sie auch offenbart, dass die Lösung mit der Dachbox nicht ohne Fehler ist. Seit der Montage der Reling und dem hin und her wuchten der Markise habe ich mir eine langwierige Schulterverletzung zugezogen. Die Schmerzen treten jedes Mal auf wenn die Räder vom oder auf den Träger gehievt werden müssen. Das klettern aufs Dach zur Gepäckbox geht ebenfalls nicht ohne Schmerzen. Zumal sich da oben auch die Höhenangst bemerkbar macht. Der Entschluss steht fest, das Schneckenhaus muss wachsen und einige dem Alter entsprechende Ausstattungen aufweisen. Der Besuch des Caravan Salon 2018 in Düsseldorf soll zur Entscheidungsfindung beitragen. Nach zwei Tagen Wanderschaft in den Ausstellungshallen sind einige Modelle in die engere Wahl gekommen. Es folgen noch eine Zeit mit Katalogstudium, Kostenberechnungen und weiteren Besichtigungen. Dann steht es fest, ein Teilintegrierter soll es werden. Bei der alljährlichen Hausmesse der Firma Winkler werden wir nicht enttäuscht. Das angebotene Bürstner – Wohnmobil ist wie für uns gemacht… Den Pössl können wir in Zahlung geben. Der Laden wird zwar nicht mehr von Herrn Winkler persönlich geführt, aber die Kundenfreundlichkeit hat er an seine Nachfolger weiter gegeben.



Der Abschied vom Wohnmobil – Nummer 1 fällt dann doch ziemlich schwer. Sechs Jahre sind wir darin unterwegs. In der Zeit ist nur die Frontscheibe wegen eines Steinschlages getauscht worden und ein Marderbiss hat den Turbolader kurzfristig außer Betrieb gesetzt. Durch unsere Anpassungen innen wie außen ist daraus ein ideales Einsteigermodell geworden. Wir würden es als Neulinge sofort wieder kaufen.


zu den Touren….

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